Höherer Stromverbrauch durch USV

Wer Simons Video gesehen hat, kennt vielleicht auch meinen Kommentar dazu.
Darum habe ich mal diesen Thread erstellt weil mich die Erfahrungen anderer USV Besitzer interessieren.

Ich habe eine Eaton Ellipse Pro 650 in Verwendung und bei mir hat sich dadurch der Stromverbrauch verdoppelt.
Jetzt stellt sich die Frage, ist das einfach so, oder habe ich was falsch konfiguriert? Oder ist mein HA-Server einfach so sparsam dass die USV gleich so ins Gewicht fällt?

In der Statistik sieht man schön wie sich der Verbrauch mit Installation der USV verändert

Auch im Energiedashboard. Ich habe Dezember und März als Vergleich genommen da beide 31 Tage haben.


Jetzt würden mich mal Eure Erfahrungen interessieren.
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Die Eaton Ellipse Pro 650 hat lt. Hersteller einen Eigenstromverbrauch von ca. 7 Watt. Die in der Praxis gemessenen Werte liegen aber wohl real bei rund 12 Watt. D.h. ausgehend von dem alten Wert Deines Servers von ca. 12 Watt solltest Du jetzt mit der Eaton Ellipse Pro 650 bei ca. 24 Watt Gesamt-Stromverbrauch liegen - was ja scheinbar grob hinkommt.

Tabelle mit Praxiswerten zum Eigenstromverbrauch von USV.

VG Jim

2022 hat die c’t 8 USVs bis 400W (nicht VA) getestet, hier mal der Leistungsaufnahme-Überblick:

Da wundert mich, dass du deinen HS-Server offensichtlich noch nie getrennt gemessen hast und deine USV nicht nach niedriger Leistungsaufnahme ausgesucht hast.

Kommentare:

Wenn ich ehrlich bin war der Eigenverbrauch der USV ein Kriterium das ich bewusst nicht in Betracht gezogen hatte da ich den naiven Gedankengang hatte dass die USV nur zum Laden des Akku Strom benötigt und sonst die 230V einfach durchgeschliffen sind.

Es ist ja auch nicht so, dass mich der Mehrverbrauch jetzt finanziell beeinträchtigt.
Im Gegenteill. HA neu aufsetzen zu müssen ist mir die Mehrkosten alle Mal wert.

Es wirkt wahrscheinlich auch die Relation mit, dass es so “extrem” aussieht.
Da der HA Server so wenig verbraucht ist die USV natürlich ein merklich auffälliger Mehrverbrauch als wenn ich hier die vollen 400W hängen hätte wo 12W mehr weniger auffallen.

Doch, das habe ich schon. Die Frage von mir bezog sich eher darauf ob mein Server jetzt ungewöhnlich sparsam im Vergleich zum Durchschnitt ist.

Die Auswahl der USV erfolgte bei mir primär mal danach wie gut sie beurteilt wurde und wie einfach die Integration in HA ist.
Dabei kam dann meine Wahl auf die Pro Serie von Eaton und da ist das die kleinste Variante.

Derzeit läuft nur mein HA auf einen alten Lenovo Tiny.
Ich weiss nicht Ob/wann ich auf eine andere Hardware umsteigen werde.

Ich habe aber bei der Anschaffung auch in Betracht gezogen das ich mein NAS ebenfalls mal anhängen werde.

Wenn ich ehrlich bin war der Eigenverbrauch der USV ein Kriterium das ich nicht in Betracht gezogen hatte da ich den naiven Gedankengang hatte dass die USV nur zum Laden des Akku Strom benötigt und sonst die 230V einfach durchgeschliffen sind.

Laut Dashboard reicht die Akkulaufzeit bei der angeschlossenen Last für 1:18.
Wenn der Strom ausfällt ist meist die Trafostation die Ursache und diese Störungen werden meist innerhalb dieser Zeit behoben.

Aber seit ich die USV habe ist der Strom nicht mehr ausgefallen. :grinning:

Bei 24/7 Geräten wie eine Kiste mit HA, oder auch ein von Dir erwähntes NAS, ist eine USV m.M.n. eigentlich schon (fast) Pflicht. :slightly_smiling_face:

BTW: Die Eaton Ellipse Pro 650 hatte ich auch mal in Betracht gezogen, mich aber dann aus verschiedenen Gründen doch für eine CyberPower BR700ELCD USV entschieden. Darüber angeschlossen sind bei mir aktuell:

  • Fritzbox 7590
  • Synology DS720+
  • Fujitsu SFF-PC (Proxmox + HAVM)
  • Dahua NVR2108-I

VG Jim

Natürlich ist die Funktion und Integration von USVs um Längen wichtiger als deren Standby-Stromverbrauch. Und offensichtlich war nach deinen Kriterien keine größere Auswahl mehr, zumal die Hersteller den z.T. absurd hohen Stromverbrauch nicht so gern angeben.

Meine Erfahrungen mit USVs stammen ausschließlich von Dickschiffen für Server und mit den unkaputtbaren aber neu nicht mehr zu habenen APC Back-UPS ES700 für CAD-Workstations.

Beim Ablesen des “getrennt gemessen” war ich eindeutig für die ca. 12,5W zu blind.

Bei mir hatte ich den Vorteil, ganz von vorn anfangen zu können und da ich die älteren Mini-PCs fast alle als kleine Stromfresser kenne, habe ich zu einem neuen Celeron N100 gegriffen, der jetzt mit HA im Schnitt bei 6,2W liegt. Bei einem Neukauf hätte ich die 120,- erst mal wieder erwirtschaften müssen. Unser Firmen-Buchhalter verlangt von mir bei laufenden Kosten immer pro Monat, pro Jahr und pro 10 Jahre zu rechnen. Das hat wohl auch auf mich abgefärbt. :slight_smile:

Typischer Fetisch-Effekt.

Das hatte ich auch schon überlegt. Allerdings ist das bei mir doch einiges an Aufwand da die FritzBox die den Internetzugang hat einen Stock tiefer steht.

Aber ich hab mich immer gefragt wofür ich beim Stromausfall die FritzBox brauchen würde. Das einzige wäre, das ich über den Stromausfall benachrichtigt werden könnte wenn die FritzBox noch online wäre.

Wobei ich mir nicht sicher bin, ob der Internetzugang beim Stromausfall generell noch funktioniert da ja bis zum Kapelkopf Glasfaser verlegt ist un die A-D Umwandlung sicher Strom benötigt.

APC ist glaube ich das Erste an was man bei USV denkt wenn man schon länger in der IT ist.

Ich war ehrlich gesagt auch überrascht wie wenig der Tiny verbraucht, obwohl er sogar einen Lüfter hat.

Wenn das wirklich ein Lenovo ThinkCentre Tiny M… ist und darin eine SSD und keine HDD verbaut ist, sind die rund 12 Watt sogar schon relativ viel. Eigentlich liegen die Lenovo Tiny Kisten (so aber der 6-ten oder 7-ten Intel CPU Generation) sogar bei unter 10 Watt mit HAOS im Betrieb und im Idle-Modus (Anm.: HAOS läuft dann quasi kompl. im RAM). :wink: Aber das nur so am Rande. :slightly_smiling_face:

VG Jim

Das hängt natürlich von Deinem Netzaufbau und der vorhandenen Geräte ab. Üblicherweise ist die FB ja auch Router und somit wäre bei einem Stromausfall nicht nur Deine Internet-Verbindung weg, sondern Dein kompl. Netzwerk lahmgelegt, eben weil keinerlei Routing mehr stattfinden kann.

Bei mir gibt es z.B. neben der erwähnten CyberPower BR700ELCD USV noch eine weitere USV, an der dann ein weiteres NAS und zwei Switche angeschlossen sind. Einer der Switche versorgt vier Außenkameras per PoE mit Strom.

Mir geht es bei meinen USV auch nicht in erster Linie darum das ich ohne Strom noch x Minuten lang mit irgendwelchen Geräten weiterarbeiten könnte, oder das mein NVR und meine Außenkameras auch noch x Minuten lang Aufnahmen machen könnten, sondern das alle Geräte - insbesondere drei NAS und der Proxmox Server u.a. mit HA VM - sauber herunterfahren. Was einem das dann Wert ist und ob man bereit ist dafür dann die ca. 10 Watt die eine USV im Betrieb braucht zu akzeptieren, muss jeder für sich selber beurteilen.

Im Prinzip ist es ja ganz einfach: Du stellst Dir einfach mal einen Stromausfall vor und überlegst Dir dann was dann mit all Deinen Geräten passiert und wie die sich dann verhalten würden. Wenn Du dann zu dem Schluss kommst das es (Dir) im Prinzip egal ob ein bzw. alle Geräte z.B. sauber herunterfahren oder nicht, brauchst Du vermutlich auch keine USV.

BTW Stromausfall: Der kam hier vor Ort in den sagen wir mal letzten 20 Jahren auch höchst selten vor. In den letzten 1 - 2 Jahren wird hier aber von div. Anbietern das Glasfasernetz ausgebaut und fließig gebuddelt. Dabei schaffen es die Bautrupps auch immer mal wieder u.a. irgendwelche Stromleitungen zu treffen, sodass hier die Lichter ausgehen.
Außerdem bin ich hier bei mir im und am Haus auch immer mal wieder am basteln, sodass ich bewusst die Stromversorgung kappe, bzw. kappen muss. Manchmal auch eher unfreiwillig. :rofl: Früher habe ich oft genug nicht daran gedacht vor irgendwelchen Basteleien zumindest erst einmal die NAS, den NVR und den Proxmox Server herunterzufahren. Darüber brauche ich mir jetzt keine Gedanken mehr machen, eben weil die dann durch die USV sauber heruntergefahren würden und werden.

VG Jim

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