Garagentor - wie erkenne ich, dass etwas im Weg ist

Hallo zusammen,

bitte nicht böse sein, ich bin Anfänger und kämpfe noch mit vielen Themen im HA. Aktuell geht es um das Garagentor.

Ich habe einen Hörmannantrieb und den in den HomeAssistant eingebunden, funktioniert soweit auch wunderbar. Was ich noch nicht gefunden habe ist eine praktikable Lösung um festzustellen, ob der Raum vor dem Schwingtor frei ist und das Tor gefahrlos bewegt werden kann.

Was für ein Sensor würde sich eignen um festzustellen, ob da was im Weg ist oder ob das Tor gefahrlos fahren kann?

Danke für jeden Tipp, wobei ich noch ergänzen möchte, dass ein Lötkolben niemals mein Freund sein wird.

VG

Thomas

Ultraschall Sensor wäre eine Möglichkeit. Wahlweise ein Warnschild ohne weitere Feststellung. :wink:

Bei letzterem wäre die Schuldfrage sicher interessant. :thinking:

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Ich habe da eine Lichtschranke, die meinen Sommer-Antrieb stoppt, wenn sie unterbrochen ist.

Jene: Sick GL10-P4151

Mein Vogt-Tor schwingt, somit deckt die Lichtschranke auch nicht alle Unglücks-Fälle ab. Eigentlich bräuchte ich 2 Lichtschranken.

Danke für die Idee, eine Lichtschranke kann ich leider im interessanten Bereich nicht anbringen.

Danke, ich schau mal noch so einem Ultraschallsensor, ob ich das was finde, mit dem ich auch umgehen kann. Vorschläge werden gerne genommen

An Tore im gewerblichen Einsatz gehört grundsätzlich eine Schließkantensicherung. Das kann eine voreilende Lichtschranke sein, die nur ein bis zwei cm vor der Schließkante des Tores läuft und meist am Torflügel oder dem unteren Torelement befestigt ist.
Es gibt auch Schaltleisten, welche am Torflügel befestigt werden und entweder mit durchgehenden Kontakten, einer innenliegenden Lichtschranke oder (früher) mit Luft funktionieren.

Es gibt zwar auch Tore, welche anhand des Motorstroms erkennen, ob etwas im Weg ist, aber diese Variante braucht schon einen ordentlichen WIderstand, um eine Blockade zu erkennen, so daß es schon mal ordentlich wehtun kann, bevor der Antrieb merkt, daß etwas im Weg ist. Gerade bei Haustieren und kleinen Kindern halte ich diese Variante für ziemlich gefährlich.

Eine Lichtschranke vor dem Schließbereich des Tores ist nur eine zusätzliche Sicherheit, welche die Basissicherheit durch eine Schließkantensicherung ergänzen kann, denn wenn etwas, oder schlimmer, jemand, ungünstig steht, so daß es oder er von der Lichtschranke nicht erkannt wird und trotzdem im Schließbereich des Tores steht, ist das, gelinde gesagt, ungünstig.

Das gilt für Tore, die automatisch schließen. Bei Toren mit Totmannschalter (also das Tor schließt nur so lange, jemand einen Taster drückt, von dessen Position aus der Schließbereich des Tores einsehbar ist), gilt das nicht.

Das oben gesagt gilt für alle Tore im gewerblichen Einsatz und, soweit ich weiß, auch für Tore, die zum öffentlichen Raum hin schließen. Wie es bei Toren im privaten Bereich und auf dem eigenen Grundstück aussieht, kann ich jetzt nicht sagen, aber auch hier halte ich das geschriebene für durchaus sinnvoll.

Von Hörmann gibt es diverses Zubehör für Tore, unter anderem auch diverse Varianten der Schließkantensicherung.

Danke für die Anregung. Den Begriff “Schließkantensicherung” kannte ich bisher gar nicht.

Das Tor ist zwar nicht im “gewerblichen Einsatz” (es ist einfach nur mein privates Garagentor), aber trotzdem wäre mir sie Sicherheit wichtig. Ich schau gleich mal unter dem neu gelernten Begriff, was ich an passender Lösung finde

Man könnte auch einen Präsenzmelder installieren, der den Bereich vor dem Tor überwacht. Sicherheitstechnisch wäre es in diesem Fall natürlich gut, wenn der Präsentzmelder an den gleichen Controller (z.B. ESP32) angeschlossen ist, welcher auch das Tor steuert. Nicht das es Wifi-Verbindungsprobleme mit dem Melder gibt und das Tor blind geöffnet wird.
Die Schließkantensicherung hätte zusätzlich den Vorteil, dass sie auch auf abgestellte Gegenstände, wie z.B. Mülltonnen und parkende Fahrzeuge, reagieren würde (hoffentlich schnell genug).

Wird nur bei einem Gegenstand, Fahrzeug usw. wenig helfen.

JA am Besten wäre Schließkantensicherung plus Präsenzmelder. Sonst könnte man auch noch LiDAR/Laser-Sensoren einsetzen, was aber bestimmt relativ teuer ist, wenn es zuverlässig funktionieren soll.

Bei einem Schwingtor sind Lichtschranken eigentlich indiskutabel. Da würde einzig und allein der Torlauf nicht funktionieren, wenn das Auto direkt im geöffneten Tor steht.

Ich sehe das eigentlich so wie @tarag. Mit meinem Verständnis würde das automatisierte Öffnen/Schließen nur mit einem oder sogar mehreren Ultraschallsensoren “sicher” funktionieren. “sicher” deshalb, weil ich persönlich damit noch nicht gearbeitet habe und deshalb auch nicht sagen kann, was der Ultraschallsensor macht, wenn er einfach nur das sich bewegende Tor detektiert.

Die Sicherheitsleiste schaltet bestimmt ab beim herunterfahren, wenn ein Mensch darunter steht, denn der Mensch gibt auch noch ein wenig nach. Ein feststehender Gegenstand tut dies nicht. Und was machst Du mit der Sicherheitsleiste beim Öffnen?

Thema Lichtschranke

Wie würdest Du das realisieren bei einem Schwingtor, wenn das Tor quasi einen Bogen nach außen macht, bevor es verschlossen oder eben geöffnet ist?
Der Ferrari könnte Glück haben aber der Pickup wäre Schott.

Ich persönlich habe deshalb von einer Steuerung über HA oder auch über andere Komponenten davon abgesehen, meine Schwingtore damit unbeaufsichtigt zu betreiben.

Bei einem Sektionaltor wäre das problemlos möglich und bereits geschehen.

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Ich bin selber HA Anfänger, aber ich würde ggf. mal an eine Kamera denken.

Bei der Kamera, die ich mir gekauft habe, gibt es eine Entität für eine Bewegungsmeldung und eine Entität für eine Personenerkennung. Vll. bringt Dich das ja weiter.

Tapo TC71

Ich habe für die Überwachung des Garagentors eine einfache ESP-Cam (mit zuschaltbarer Zusatzbeleuchtung) installiert.

Und im öffentlichen Raum ist das dann direkt auch wieder raus. :wink:

Mir ist klar, dass das nicht alle Fälle abdeckt. Aber eingeschränkte Sicherheit war mir lieber als gar keine Sicherheit.

Sollte man sowieso nicht machen.
Leider neigt meine Frau bei der Ankunft zuhause dazu, schon aufs Knöpfchen zu drücken, bevor sie das Tor sieht (5m Tor, Doppelgarage). Wenn ich dann mit meiner Karre im geöffneten Tor stehe, würde es knirschen. Die Lichtschranke verhindert wenigstens da.

Ich habe ein Vogt-Tor mit Kurvenarm, das schwingt zum Glück nicht soweit aus. Im Grunde müsste man exakt den Raum überwachen, der beim Schließen des Tores durchfahren wird. Ich wüsste nicht, welcher Sensor das zuverlässig leisten kann.
Da kommen eigentlich nur mehrere Lichtschranken in Frage. Aber da hat man dann immer noch das Problem, dass das Tor selbst beim Schließen die Lichtschranken unterbricht. Man müsste also den Schließvorgang in z.B. 10 Zeitintervalle unterteilen und in jedem Intervall eine andere Lichtschranke kurz vor dem Durchlaufen abfragen.
Andere Methoden mit Ultraschall oder Kamera haben das gleiche Problem. Wenn die Überwachung nicht durch das Tor selbst getriggert werden soll, muss man sie rechtzeitig deaktivieren … und just in dem Moment fährt das Kind mit dem Bobbycar darunter.

Mein Gewinner wäre die (oben schon erwähnte) am Tor montierte voreilende Lichtschranke. Das ist aber technisch recht anspruchsvoll.

So kompliziert sind Lichtschranken an den Schließkanten eigentlich gar nicht. In der Praxis sind es nur zwei Bleche und passende Lichtschranken :wink:

Aber es gibt auch fertige Sicherheitsleisten. Sowas zum Beispiel:
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Nachteil: für den Hausgebrauch sauteuer.

Was aber auch geht: Wenn man eine runde Lichtschranke in einem schwarzen Gummischlauch oder einem entsprechenden Profil einbaut, wird diese unterbrochen, sobald der Schlauch gequetscht wird.
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Sender und Empfänger der Lichtschranke werden einfach in die Enden des Schlauches geschoben und befestigt.
Diese Sicherung kann man an an allen Kanten einbauen, welche bei der Bewegung des Tores irgendwo gegen schlagen können, egal ob beim Öffnen oder Schließen.