Ich würde gerne eine Automation erstellen, die erkennt, wenn mein Sohn einen bestimmten Raum “betritt”. Korrekt müsste es “befahren” heißen, denn mein Sohn sitzt im Rollstuhl.
Aufgrund seiner Behinderung kann er auch kein Handy mitnehmen, woran man ihn ggf, von anderen Personen unterscheiden könnte. Daher suche ich hier nach Empfehlungen von Euch, wie man das Problem technisch lösen kann.
Was haltet Ihr von NFC-Tags, die man an den Rollstuhl kleben könnte. Aber dann bräuchte ich auch einen NFC-Reader z. B. am Türrahmen (oder vorher …). Hat jemand damit Erfahrungen? Wie weit reichen die NFCs? Das “N” steht ja für “Near”. Wie weit ist den nah? Je nach Reichweite könnte man sogar mit zwei Readern arbeiten. Wenn man das Tag an einer Seite des Rollstuhls anbringt, dann erkennt der erste Sensor, wenn er in den Raum fährt und der andere Sensor, wenn er wieder herausfährt. Coole Idee, an sich
Eine andere Idee könnte sein, dass ich einen Drucksensor verwende. Vor seinem Zimmer ist eine Rampe, unter die man den Drucksensor anbringen könnte. Der (elektrische) Rollstuhl wiegt leer ca. 150 kg, so dass ich sicher sein kann, dass man bei passendem Sensor oder Kalibrierung sicher unterscheiden kann, ob mein Sohn oder jemand anderes den Raum betritt.
Habt ihr noch andere Ideen, was man da technisch machen kann? Dann immer gerne her damit!
Vielleicht wäre eine Kamera in Kombination mit Frigate eine Möglichkeit.
Frigate nutzt eine KI und diese kann trainiert werden. Man kann Personen aber auch andere Dinge einlernen. Es gibt eine HA-Integration dafür.
Es geht darum dass er in seinem Raum einige Lego-Modelle hat, vom Todesstern bis zur Titanic, und immer mehr davon sind nun auch beleuchtet.
Ich möchte gerne eine Automation schreiben, die erkennt, wann er in sein Zimmer kommt und dann zur Begrüßung die Beleuchtung in den Modellen anschaltet.
Danke für den Link, das lese ich mir gleich mal durch.
Frigate hat eine lokale KI zur Bilderkennung auf dem Rechner. Funktioniert ohne Internet.
Es werden also keine Bilder an Google oder Chat-GPT geschickt.
Damit kannst du mit BLE Beacons eine Präsenzerkennung je Raum realisieren. Ich selbst verwende das nicht, aber nfc hat ja nur ein paar Zentimeter Reichweite. BLE kann mehrere Meter.
Es funktioniert sicher auch mit ESPHome und einem Bluetoothtracker.
Ich hatte mal 2 ESP32 für eine Anwesenheitserkennung nebeneinander. Einer als Bluetooth Proxy und einer mit ESPresense. Die Erkennung mit BT-Proxy war immer deutlich schneller als mit ESPresense.
Das hier benutze ich zum scharf stellen und entschärfen meiner HA Alarm-Anlage. Man kann mit der KBeacon-App (Android) Sendeleistung und Häufigkeit einstellen. Im Zimmer müsste dann an geeigneter Stelle ein BLE-Proxy als Empfänger sitzen. Vielleicht sogar die Schaltdose, mit der die Lichter geschaltet werden? Ist allerdings Funk, d.h. eine zentimetergenaue Reaktion beim Durchfahren der Tür wird nicht möglich sein. Muss man mit dem Standort des Empfängers spielen.Man könnte auch noch RSSI (die Signalstärke) auswerten, allerdings aktualisiert die iBeacon-Integration den Wert nur alle 60 s. Der Entwickler der Baken ist übrigens im großen Forum unterwegs.
coole Idee mit der unsichtbaren Schranke! Deine Logik mit den zwei Sensoren für die Fahrtrichtung ist eigentlich genau der richtige Weg. Bei NFC gibt es nur ein Problem: Das „N“ steht wirklich für „Near“, im Alltag bedeutet das maximal 1 bis 4 Zentimeter Reichweite. Dein Sohn müsste den Rollstuhl also direkt an den Türrahmen pressen, damit es auslöst. Das ist unpraktisch.
Die Lösung für deine Idee heißt UHF-RFID (Ultra High Frequency). Das ist die Technik, die man von Maut-Systemen oder Diebstahlsicherungen im Kaufhaus kennt.
Das Schöne daran:
Am Rollstuhl: Du klebst einfach einen passiven UHF-Tag (ein flacher Aufkleber für ein paar Cent) unter den Sitz oder an die Seite. Der braucht keine Batterie und hält ewig.
An der Tür: Du installierst eine UHF-Antenne am oder über dem Türrahmen (kann man oft auch unauffällig verstecken).
Die Reichweite: Liegt je nach Einstellung bei 1 bis 5 Metern. Sobald er durchfährt, wird der Aufkleber blitzschnell erfasst. Andere Personen lösen nichts aus
Wenn du zwei Antennen nimmst, klappt auch deine Richtungserkennung: Antenne A zuerst, dann B = er fährt rein. Umgekehrt = er fährt raus.
Falls dir RFID zu viel Kabelkram an der Tür ist, schau dir alternativ mal BLE Beacons (Bluetooth) an. Da kommt ein kleiner Bluetooth-Sender an den Rollstuhl und ein Empfänger misst im Raum, wie nah er dran ist.
Vielleicht hilft dir das ja für die Recherche weiter! Viel Erfolg beim Basteln!