Hallo zusammen,
seit dem Solarspitzengesetz gibt es für neue PV-Anlagen keine Einspeisevergütung in Viertelstunden mit negativem Börsenpreis**. Mich hat interessiert, was mich das tatsächlich kostet – und wie viel Förderzeit dafür am Ende angehängt wird.
Wie es dazu kam: Ich hatte mir das zuerst selbst gebastelt – Utility Meter mit Tarifen „vergütet/unvergütet“, eine Automation, die beim Börsenpreis umschaltet, und Template-Sensoren für den Erlös. Das lief, war aber an den Viertelstundengrenzen ungenau (der Preis wechselt erst kurz nach der Grenze), und die Sonderregel für Anlagen ohne Smart Meter fehlte ganz. Eine fertige Lösung habe ich nicht gefunden: Es gibt Integrationen, die bei negativen Preisen abregeln oder den Akku planen, aber keine, die ausrechnet, was einem durch die Nullvergütung entgeht. Deshalb habe ich daraus eine vollständige Integration gemacht, die jeder einfach über die Oberfläche einrichten kann: Einspeisewacht.
Was sie macht
- Einspeisung vergütet / unvergütet (kWh) und Erlös / entgangener Erlös (€) – Viertelstunde für Viertelstunde, jede mit ihrem eigenen Day-Ahead-Preis. Ein Preis von genau 0 gilt übrigens nicht als negativ.
- Viertelstunden ohne Vergütung und die Nachholung nach § 51a EEG: wie viel ans Ende der 20 Jahre angehängt wird und bis wann deine Vergütung dann läuft.
- Vergütung aktiv als Binärsensor und ein Kalender mit den Zeitfenstern ohne Vergütung – für Automationen (Speicher laden, Wallbox, abregeln). Dazu gibt es einen fertigen Blueprint.
- Bericht für beliebige Zeiträume – auch rückwirkend ab Januar, aus der Langzeitstatistik deines Zählers. Bei Bedarf lässt sich damit auch die Statistik der Sensoren nachtragen.
- Leitet die geltende Regel aus Inbetriebnahme, Leistung und Smart Meter ab. Wichtig, und in vielen Eigenbau-Lösungen falsch: Anlagen unter 100 kW verlieren die Vergütung erst ab dem 1. Januar nach dem Einbau eines intelligenten Messsystems (Smart Meter Gateway).
Bei meiner 9-kWp-Anlage waren es von Januar bis Oktober 2026 rund 910 kWh unvergütete Einspeisung, also gut 70 € – mit meiner alten Eigenbau-Lösung habe ich das auf 1–2 % genau gegengeprüft.
Was du brauchst
- Home Assistant 2026.3 oder neuer
- einen Einspeisezähler (am besten am Netzanschlusspunkt)
- einen Preissensor mit Day-Ahead-Prognose je Viertelstunde, z. B. [EPEX Spot] GitHub - mampfes/ha_epex_spot: Adds EPEX Spot data to Home Assistant. · GitHub ) (Quelle SMARD.de)
Installation: HACS → ⋮ → Benutzerdefinierte Repositories → GitHub - einspeisewacht/integration: Wie viel PV-Einspeisung bleibt bei negativen Strompreisen unvergütet? Home-Assistant-Integration für § 51 EEG: vergütet/unvergütet, Erlös, entgangener Erlös, Nachholung. · GitHub (Typ Integration), herunterladen, neu starten, Integration hinzufügen. Alles Weitere steht im Readme
Wichtig: Das ist eine Orientierung, keine Abrechnung – maßgeblich ist die Abrechnung deines Netzbetreibers. Die Rechtsregeln habe ich am Gesetzestext geprüft (§§ 21, 23c, 25, 51, 51a, 100 EEG), die Fundstellen stehen im Repo. Die Integration ist noch Beta.
Wobei ihr helfen könnt
- Läuft es bei euch? Abweichungen zu eurer Abrechnung oder zu eigenen Lösungen interessieren mich sehr.
- Getestet ist es mit EPEX Spot. Wer Nord Pool, Tibber oder ENTSO-E nutzt: Schickt mir gern die Diagnose-Datei oder die Attribute eures Preissensors, dann baue ich die Unterstützung sauber ein.
Feedback gern hier oder auf GitHub: Issues · einspeisewacht/integration · GitHub
Viele Grüße
Andy


