DIY-Wetterstation

Wer ein Smarthome betreibt braucht auch eine Wetterstation. Aber wer will schon €150 und mehr dafür hinblättern. Kurzerhand habe ich meine eigene gebaut und mit Arduino ein schönes Interface gebaut. Man kann sie stand-alone betreiben aber auch in jedes beliebige Smarthome-System integrieren.

Kostenpunkt Hardware: ca. €20!

Die Entwicklung der Software hat mehrere Wochen quasi in Vollzeit benötigt - und die schenke ich euch. Einfach so!

Wen es interessiert: Wiki mit allem was man benötigt und Code auf

P.S.: die gesamte Dokumentation ist auf deutsch!

Warum?

Deutsch ist eine Sprache mit einer sehr komplexen Struktur. Eine automatisierte Übersetzung vom Deutschen in andere Sprachen (englisch) zeigt zumeist hervorragende Ergebnisse, es ist eine Art linguistischer “downgrade”. Wogegen eine automatisierte Übersetzung von englisch nach deutsch (upgrade)… lassen wird es. Englisch ist halt eine Sprache mit einfacher Struktur – aber vielen verschiedenen kontextabhängigen Begriffen. Wer eine andere Sprache möchte kann die Seiten einfach im Browser übersetzen lassen und erhält eine fast muttersprachliche Seite. Deutsch sollte eigentlich die Standardsprache bei solchen technischen Projekten werden …

Viel Spaß damit!

2 „Gefällt mir“

Warum erfindest du das Rad neu, wo es doch Tasmota usw gibt?

Einige Wochen lang versucht und misslungen!

  1. die Ansteuerung des BME280 über I2C ist nicht so einfach und hat mal funktioniert mal nicht - Frag die KI warum … hat wohl was mit den Adressen der drei Sensoren zu tun die Tasmota anders setzt und sich dann verhakt.
  2. Tasmota bringt so viel Overhead mit, dass der kleine ESP-02S schon mit Tasmota alleine im Grenzbereich ist - OTA ist nicht mehr möglich!
  3. Mit dem “alten” Tasmocompiler hätte ich versucht einen Build anzupassen - aber den gibt es nicht mehr. Man muss jetzt das Tasmota Repo Klonen und dann über z.B. Platformio einen komplett neuen Build erstellen. Das erschien mir dann zu komplex angesichts der Einschränkung die zu erwarten waren, denn
  4. einige Funktionen auf die ich Wert gelegt habe hätte ich auf diesem Chip mit Tasmota nie realisieren können (fancy-Oberfläche, Barometer, Parameter-Auswahl für MQTT, Logs etc.) - deshalb war auch ESPHome keine Alternative.

Meine persönliche Erfahrung mit Tasmota: Wenn man ein Gerät umbauen möchte für dass es eine fertige Vorlage gibt:

… dann sollte man das unbedingt versuchen. Ich habe bei LSC-Steckdosen von Action-Markt den Beken-Chip gegen ESP-02S getauscht und mit Tasmota geflasht. Hat einwandfrei funktioniert. Aber für den BME280 gibt es keine Vorlage - obwohl die Treiber wohl eingebaut sind.

Und was noch relevant ist: Ich möchte für die verschiedenen Geräte in meiner kleinen Farm eine ähnliche Oberfläche haben. Sollte ich für meinen MQTT-Broker (P Zero 2) dann eine Tasmota-like Oberfläche bauen???

Hättest viel früher nachfragen sollen. Der Driver für den BME280 ist in jedem ESP32 Build enthalten, keine “self compiled” Version erforderlich.

Dass der BME Treiber enthalten ist war sehr schnell klar. Frag doch die KI - dazu brauchte es keine Wochen der Beschäftigung! Die anderen Defizite zu entdecken und mich dann nach und nach für Arduino zu entscheiden war zeitraubend. Das war erst mein zweites Arduino-Projekt - das erste steht auch in meinem GitHub.

Das habe ich mich auch irgendwie gefragt. :slightly_smiling_face: Gerade DIY Wetterstationen ist eins der Projekte für die es bereits unzählige Beispiele und Lösungen in den unterschiedlichen Ausprägungen und Ausbaustufen gibt. Sei es nun per Arduino, Tasmota oder ggf. auch ESPHome. D.h. da gibt es wohl so gut wie nichts was nicht schon mal irgendwie von irgendwem umgesetzt wurde.

Aber ok, natürlich kann man sich auch seine DIY Wetterstation so bauen wie man möchte, oder wie es einem ggf. am besten gefällt. Vielleicht kann ja irgendjemand damit etwas anfangen und besser eine Möglichkeit und Alternative zu viel als eine zu wenig. :slightly_smiling_face:

VG Jim

Es geht ja vor allem auch um den Lerneffekt - nachbauen kann jeder, aber ich zumindest will verstehen was ich da tue. Und da ist learning-by-doing am effektivsten.
Abgesehen davon habe ich nur ziemlich einfache DIY-Projekte gefunden (z.B. bei BerryBase). Mein Anspruch war schon höher … wenn, dann richtig auf die Kacke hauen!

Dann wirst Du aber wohl nicht wirklich richtig/intensiv gesucht haben. :slightly_smiling_face: Ja das Beispiel von BerryBase mit dem ESP32 ist ja auch nur eine absolut einfache Einsteigerlösung und es gibt jede Menge wesentlich umfangreichere DIY Lösungen in Sachen Wetterstation. Aber egal, Du hast Dir etwas gebastelt wie Du es für Dich gerne haben möchtest und Du es gebrauchen kannst und nur das zählt für Dich ja am Ende.

VG Jim