Hallo zusammen,
nachdem ich nun schon eine Weile hier im Forum mitlese, habe ich mich jetzt auch mal registriert.
Ich betreibe ebenfalls ein Netzwerk mit z2m und HA. Vielleicht kann ich hier mal noch etwas zur allgemeinen Verwirrung beitragen. 
Also… ein Netzwerk, egal ob Mesh oder nicht, unterscheidet nicht nach Stockwerken. Das passiert allein auf dem Papier bzw. bei der Vergabe von Bezeichnungen für die Geräte bzw. Entitäten. Dem Netzwerk ist es dabei völlig egal, wo sich ein Gerät physisch befindet. Es ist nur wichtig, daß das Gerät verbunden und erreichbar ist.
Ein Zigbee-Netzwerk hat genau EINEN Coordinator, der Rest sind nur Endgeräte und/oder Repeater. Ein Gerät sollte sich immer mit dem Repeater verbinden, der die beste Verbindung liefert, das ist aber nicht zwangsläufig die mit dem höheren Signalpegel. Verbindet sich ein Gerät trotz näher gelegenem Repeater direkt mit dem Coordinator und funktioniert zufriedenstellend, dann ist der Repeater zumindest für dieses Gerät überflüssig. Entscheidend sind hierbei die “Kosten” der Verbindung, nicht primär die Signalstärke. Ein Repeater mag ein stärkeres Signal liefern, aber er “kostet” Bandbreite weil er einen zusätzlichen “Hop” darstellt. Das Endgerät wird sich in so einem Fall vermutlich nur dann mit dem Repeater verbinden, wenn es den Coordinator nicht direkt erreichen kann.
Du spannst nicht “pro Stockwerk” ein “neues” Mesh auf, Du hast genau EIN Mesh und erweiterst das bei Bedarf dorthin, wo sonst nichts ankommt. Ich gehe davon aus, daß man alle ZigBee-Geräte im selben ZigBee-Netzwerk haben möchte. Stockwerke sind dem Netz egal. Es macht für die Geräte keinen Unterschied, ob sich eine Wand oder eine Decke zwischen ihnen und dem Coordinator oder einem Repeater befindet. die wollen nur ein Signal haben. Ob das aus dem Raum daneben kommt, oder aus einem Raum darüber oder darunter, spielt hierfür keine Rolle. 
Zum Thema “Powerline”: nein. Einfach nein. Bei dem Thema sträuben sich mir als Funkamateur UND als Netzwerktechniker die Haare.
Diese vermaledeiten Dinger lösen nur selten das Problem… und sie tun es NIE ohne Nebenwirkungen und weitere Probleme (die nicht immer sofort offensichtlich sind). Es gibt gute Gründe, warum die Bundesnetzagentur solche Installationen immer wieder mal stilllegt und mit einem Betriebsverbot belegt. Für Einsätze der BNetzA aufgrund von Funkstörungen wird üblicherweise der Verursacher zur Kasse gebeten, da können durchaus einige hundert Euro zusammenkommen. Füttert einfach mal eine Suchmaschine Eurer Wahl mit “powerline funkstörungen”.
Wer auch nur den Hauch von Grundkenntnissen in Physik hat, sollte sich mal fragen, aus welchem Grund man ernsthaft eine Elektroinstallation, deren Leitungen NICHT hf-technisch abgeschirmt sind, für hochfrequente Datenübertragungen für geeignet halten sollte. Damit fangen die Probleme an, denn man macht mit “Powerline” im Grunde die gesamte Elektroinstallation im Haus zu einer riesigen Antenne, genug ungeschirmter Draht ist ja dann vorhanden. Und die “sendet” dann unkontrollierbar, ungewollt und ungedämpft munter Störungen auf allen möglichen Frequenzen aus. Durch sogenannte “Nebenaussendungen” und “Oberwellen” auch auf Frequenzen, die man ziemlich sicher als argloser Nutzer gar nicht auf dem Schirm hat. Und auf dem selben Weg und den selben Gründen gelangen natürlich auch Störungen von außerhalb der Installation ins eigene Netzwerk und sorgen für Stirnrunzeln (Signal ist doch da, wieso läuft der Mist nicht richtig… wieso bricht die Verbindung ständig zusammen… wieso ist die Bandbreite so niedrig usw. usf.). Und wenn die Installation über mehrere Stromkreise laufen würde, kann man den Gedanken eigentlich gleich begraben.
Leute, wenn Ihr irgendwo einen Netzwerkanschluß braucht, macht es doch bitte richtig. Die beste Lösung ist da immer noch ein richtiges Netzwerkkabel, alles andere ist nur Gefrickel. Das sage ich nicht nur als Funkamateur, das sage ich vor allem aufgrund von rund 30 Jahren Erfahrung in Planung, Installation und Betrieb von Netzwerken. Geräte die einen LAN-Port haben und eh permanent mit dem Netzwerk verbunden sind, gehören an ein Netzwerkkabel. Das macht man EINmal richtig, und hat dann nie wieder Ärger damit.
Wenn man Powerline mit seinem massiven EM-Störteppich nutzen will, um damit (weitere) Funktechnik zu betreiben, lassen weitere Probleme u.U. nicht lange auf sich warten.
Grüße und eine schöne Adventszeit in die Runde!
Sven