Welches KNX - IP Gateway?

Hallo zusammen,

als HA newbie hab ich jeden Tag 1000 neue Fragen – sorry :innocent:.

Meine aktuelle Installation besteht im Kern aus einem Loxone Server (vom dem ich mittel-/langfristig wegkommen und auf HA migrieren will), mit KNX-Integration uvm. Das Schöne daran ist, dass der Loxone Server ein built-in KNX-IP Gateway bietet, und mir ist darüber auch bereits die HA-KNX Integration gelungen (UDP Tunneling, nix anderes hat funktioniert).

Leider ist das Ganze nicht 100% stabil (und man kann auch nachlesen, dass von dem Loxone Gateway mangels KNX-Zertifizierung dringendst abgeraten wird).

Also muss ein dediziertes IP Gateway her. Nur welches?
Und wenn man schon investiert, will man ja möglichst Fehler vermeiden…

→ Könnt ihr mir eine Entscheidungshilfe geben?

  • Wo liegen die Detailunterschiede zwischen den billigen und (teilweise sau-)teuren? oder ist es schlichtweg egal, Hauptsache man hat ein Gateway? Mir ist nur wichtig, dass es tut, und das stabil 20x365x24 :grin:

  • Was ist der (entscheidende) Unterschied zwischen IP Routing und IP Tunneling?
    Ich habe nur 1 KNX Linie und würde halt gern HA, ETS und, solange noch nötig, Loxone parallel an dieser einen KNX Linie betreiben können.

  • Bedeutet beim IP Tunneling die Anzahl der vom Gateway unterstützten Kanäle = die Anzahl von IP Geräten (wie HA, ETS, etc.), die über das Gateway gleichzeitig am KNX Bus “horchen” können?

  • TCP Tunneling soll im Gegensatz zu UDP Tunneling stabiler sein, da verbindungsorientiert. Heißt das, dass ich mit einem dedizierten Gateway mit TCP Tunneling hoffentlich “alle Sorgen los” sein werde?

  • Welchen Vorteil würde mit ein IP Router gegenüber einer reinen “Schnittstelle” für IP Tunneling bieten?

  • Welches (günstige) Gateway könnt ihr empfehlen? Oder lohnt es sich, gleich eine Stufe teurer einzusteigen, und wenn ja, warum?

In mein Beuteschema haben sich bislang

  • HAGER TYFS120
  • Lingg&Janke COMIP-REG-1
  • Weinzierl 732 (sind die alle baugleich??)
  • SCHNEIDER MTN6502-0105 und
  • MDT SCN-IP000.03

eingereiht; wobei die 1 TE Varianten ja schon reizvoll sind; andererseits der MDT mit seinen 2TE ja auch nicht grade riesig ausfällt und weitere Funktionen bietet, von denen ich heute nicht beurteilen kann, ob ich sie jemals brauchen werde?? (Email, 8 Kanäle, …)

  • Kann man sich guten Gewissens an ein Gebrauchtes wagen? KNX Geräte haben ja in der Regel einen sehr guten Ruf, was Langlebigkeit anbelangt…
    Bei den üblichen Verdächtigen sind durchaus interessant erscheinende Angebote ab 100,- zu finden…

Wenn möglich auf IP-Router setzen statt auf IP-Interface. Können auch als Linienkoppler/Bereichskoppler per LAN genutzt werden.

Ansonsten kann ich nur MDT empfehlen, hat meistens das bessere Preis/Leistungs Verhältnis.

Ansonsten hilft auch mal der Blick in das Benutzerhandbuch oder Applikationsprogramm vorab.

MDT KNXperts – KNX Smart Home - Produktdetail

Danke für den Tipp! Ja, ich hab auch schon so einige MDT Aktoren und bin damit sehr zufrieden.

Verstehe ich das richtig - den Router, bzw. natürlich zwei (oder mehrere) davon, benötige ich wenn ich zwei (oder mehrere) Linien über IP koppeln will, und der entscheidende Vorteil ggü. einem “normalen” Linienkoppler liegt darin, dass die beiden Linien physikalisch weit entfernt voneinander sein können (bishin zu gebäudeübergreifenden Kopplungen)?

OK, da das bei mir derzeit nicht in Sicht ist, wird mir wohl fürs Erste ein “günstiger Tunnler” genügen… :wink:

Das „Weinzierl KNX IP Interface 732 secure„ ist das richtige für deine Umgebung, und zukunftsweisend.

Kommt sicher immer auf die örtlichen Gegebenheiten an, bei EFH ist der IP-Router eher Pflicht. Man weiß nie was im Garten z.b. noch dazu kommt. Gartenhaus, abgesetzte Terrasse, Garage usw. So besteht immer die Möglichkeit mit einem zweiten IP-Router ohne BUS-Kabel quer durch den Garten zu legen irgendwo noch KNX Geräte in die bestehende KNX-Installation einzubinden. Gibt da jede menge Möglichkeiten, wenn man eben nicht mehr die Möglichkeit hat ein BUS-Kabel zu verlegen. Geht dann alles per WLAN oder PowerLAN bzw. altem Fernmeldekabel was vielleicht noch irgendwo Bestand ist. Kabellänge ist da beim Privaten eher nicht das Problem weswegen man auf TCP / IP setzen müsste.

Ansonsten ist sicherlich ein IP-Interface ausreichend. Preislich nehmen die sich alle nicht viel, von den Funktionen her am besten wie schon geschrieben Applikationsbeschreibung lesen.