Wir haben seit 3 Jahren eine NIBE 1255 Erdwärmepume und eine Fußbodenheizung. Diese hat 2 Kreise mit 9 Schleifen und ist über eine eigene Regelung von Uponor mit Raumfühler (Funk) geregelt. Ein weiterer Kreis ist der Wintergarten, der eine Baumarktsteuerung hat, weil der mal später kam und nicht an den vorhandenen Heizkreis angeschlossen werden konnte. Wir haben einen neuen Kreis aufgemacht. Nach der Inbetriebnahme der Heizung läuft alles gut. Es kommt seit einiger Zeit aber immer mal wieder zu Störungen in der Übergangszeit, der Jahreszeiten Winter nach Fühling und Herbst nach Winter.
Die Heizung spricht nicht mit der Fußbodenheizungsregelung. Wenn also der Außentemperaturfühler sagt, es ist Zeit zum Heizen, fängt die Nibe Pumpe an zu Heizen, egal ob wir das brauchen oder nicht. Wenn der Kompressor der Nibe S 1255 aber dann die Leistung nicht los wird, weil das Haus warm ist, läuft der Kompressor gegen die geschlossenen Kreise und Schleifen. Das versucht der Kompressor 5-mal. Dann geht er in Überdruckstörung. Um nun die vermeintlich fehlende Heizung dennoch bereitstellen zu können, geht der Heizstab in Betrieb und macht dieselbe Erfahrung. Es kommt dann ohne Fehlermeldung zu Stromverbräuchen von 30-50KW/h.
Aus meiner Sicht ist das ein Produktmangel und ein Konstruktionsfehler, denn die Außentemperatur interessiert mich überhaupt nicht, es geht um das Haus ob das Wärme braucht oder nicht.
Der Heizungsmonteur schlug deshalb vor die Uponor Regelung gegen Homematic zu tauschen. Jedoch stellt Homematic derzeit die richtige Schnittstelle nicht zur Verfügung. Das soll kommen sagt Nibe in Schweden aber nicht wann. Die Firma Homematic sitzt neben an und kann auch nichts Verbindliches sagen.
Wir wollten also Homematic haben, aber der Heizungsmonteur tut nichts, weil er nicht kann.
Zudem sagte Homematic nun, dass ich bei der CCU3 einiges bis Anfang 2027 ändern soll. mir stellt sich die Frage, welche zentrale ich nehmen kann, die Haus und später Bewässerung in Garne und Beleuchtung draußen gut lösen kann. Ich möchte keine Cloudlösung haben.
Heizstab ausschalten / rausprogrammieren.
Heizgrenztemperatur der Niebe höher einstellen. z.B 18°C
Entweder Außentemperatur oder Raumtemperatur. Möglichst nicht beides.
Alles andere wird hier echt kompliziert, da wir weder die Hydraulik kennen noch wissen
ob die Niebe etwas von der Raumtemperatur eines Führungsraums weiß.
Wir wissen auch nichts von den aktuellen Einstellungen der Niebe.
erst einmal vielen Dank für die Reaktionen bzw. Antworten. Ich will versuchen das noch etwas einzuordnen:
Ich habe zwei Uponor Heizkreisregler mit 9 Schleifen dahinter und einen Wintergarten. Das sind drei Regelkreise, die der Nibe Heizung gegenüberstehen.
Warmwasser können wir ausklammern. Da gibt es keine Probleme.
Die Nibe Heizung stellt einen eigenen Regelkreis dar. Diese Kreise stehen sich gegenüber und sprechen aber nicht mit einander. Es wäre aus meiner Sicht der einfachste Weg, wenn die Nibe Heizung die maßgebliche Information der Innentemperatur in den einzelnen Räumen erfassen könnte, also eine Information darüber von Uponor (Homematic) bekäme. Die Information, ob es draußen warm oder kalt ist, ist regelungstechnisch uninteressant, denn es stellt sich nur die Frage: Hat das Haus einen Wärmebedarf (oder später einen Kühlbedarf) oder nicht. Das ist ein einfacher regelungstechnischer Soll - Ist Abgleich.
Ich habe es abgelehnt einen sogenannten Referenzraum nach Herstellerangabe so zu betreiben, dass die Heizung in diesem Raum immer voll aufgedreht ist, das ist wirkungsgradtechnsicher Selbstmord und es wird zu warm darin.
Homematic kann das, sagt Nibe. Homematic sagt ja, aber es fehlt noch etwas. Sie sagen aber nicht was. Aus meiner Sicht kann es nur das Interface sein. Das aus Homematic zu Nibe melden muss ja oder nein (Regelventile offen oder zu).
Der Installateur sagt, die Heizung läuft gut und die Überdruckalarme gehen nicht auf Verschleiß. Das habe ich den Installateur schon beim ersten mal gefragt. Er verneint. Ich will den nicht verschrecken.
Ich wollte die Homematic gern haben, weil ich im Garten später Beleuchtung. Bewässerung und noch ein paar Sachen mehr hinzufügen wollte.
Ich widerspreche dieser Aussage,
24° Vorlauf kann den Raum nicht wärmer als 24° Grad erwärmen.
Was allerdings zu einer Erwärmung führt, ist Solare Einstrahlung.
Aber auch da ist, für die Heizung, bei 24° Ende.
Das Wasser wird also nur im Kreis gepumpt. Bzw gegen das geschlossene Ventil.
Das sollte die Pumpe dann merken und ihre Leistung in den niedrigen, einstelligen Wattbereich herunter Regeln.
Wirkungsgrad Technischer Selbstmord sind mmn falsche Pufferspeicher Anbindungen, fehlende Isolierung und WW Zirkulationspumpen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Am Ende ist es jedoch Betreiber Sache wie er/sie/es die Heizung betreibt.
Die Information über die Außentemperatur ist im Gegensatz zu deiner Meinung entscheidend für eine effiziente und gute Heizungsregelung.
Die Außentemperatur zusammen mit der Heizkurve ermöglicht es der Heizung gut auf Temperaturänderung zu reagieren und die Leistung anzupassen.
Mit Starts sind die Verdichterstarts der Wärmepumpe gemeint .
Die Verwendung eines Referenzraumes meistens das Badezimmer zur Einstellung des thermischen Abgleichs sowie der Vorlauftemperatur ist keinesfalls wirkungsgrad technischer Selbstmord sondern im Gegenteil eine Grundvoraussetzung für einen sparsamen Betrieb.
Da hat wohl einer am Überströmventil gespielt. Wenn alle Kreise geschlossen sind, öffnet normalerweise ein Überströmventil und das Wasser wird im Kreis gepumpt. Wenn dann die Differenz der Vor- und Rücklauftemperatur einen eingestellten Wert unterschreitet, wird der Verdichter abgeschaltet. Hättest besser einen Ölradiator in den Wintergarten gestellt. Damit wärst du unterm Strich besser bedient. Ich habe eine Nibe Hybridanlage. Also eine Abluftwärmepumpe plus Solewärmepumpe. Diese Kombi erspart schon mal den Heizstab. Mein höchster Stromverbrauch an einem Tag war einmal 30kWh. Da hatten wir auch eine Woche lang zweistellige Minustemperaturen.
Fazit: Irgendetwas wurde an deiner Anlage verschlimmbessert.
PS
Wieso hast du einen Heizstab wenn du eine Erdwärmepumpe hast? Musst du eine Festhalle beheizen?
Wie oft die Wärmepumpe bisher zum Heizen angesprungen ist.
FBH lässt sich schlecht regeln, besser währe nach AT zu fahren und einen vernünftigen Hydr. Abgleich zu machen.
vielen Dank für die Antwort, das Überströmventil ist vor drei Wochen erst installiert worden. Da hat niemand ran “spielen” können, weil ich es erst, nach vielen Überdruckalarmen (ca.10) habe installieren lassen. Das war eine direkte Folge der Überlegung, was man machen kann, wenn ich nicht einen Raum immer voll aufgedreht haben will. Da wir im Augenblich keine Übergangsphase zwischen den Jahreszeiten haben, kann ich noch nicht beurteilen ob das richtig läuft.
Tatsache ist aber, dass eine Dokumentation der 8 verschiedenen Hydraulikschemata, die ich mal gesehen habe nur das erste ohne jede Zusatzmaßnahme zu meiner ausgeführten Anlage passte. Also erst mal das Übertrömventil
das Überströmventil löst aber mein Hauptproblem nicht. dass die Nibeanlage nicht mit dem Fußbodenheizkreisverteilern spricht. Ich bin nicht der Ansicht, dass wir mit einer Nichthybridanlage, also nur mit einer Solewärmepumpe zu klein aufgestellt sind. ich wollte den Kasten nicht vor der Tür haben. und mit der Batteriespeicheranlage, sowie der PV Anlage ist das ganz schon mal eine finanzielle Hausnummer gewesen. Da darf man wohl errwarten, dass Nibe seine Hausaufgaben macht, oder nicht?
meine Frage ist, ob sich jemand hier mit der Kombination der Nibe Anlage und den Fußbodenheizkreisverteilern, insofern die Funkraumfühler haben, beschäftigt hat. es geht hier um das Interface zwischen verschiedenen Regelkreisen.
Nibe hat bestimmt seine Hausaufgaben gemacht. Aber wahrscheinlich dein Installateur nicht. Meine Heizkreise kommunizieren auch nicht mit der WP. Ich habe für jeden Raum ein Thermostat und einen Stellantrieb. Allerdings verkabelt, nicht per Funk. Die Wassertemperatur wird dann per Heizkurve, abhängig von der Außentemperatur, geregelt. Bei einer Abluftwärmepumpe gibt es kein hässliches Außengerät. Nur eine zusätzliche Kiste in Kühlschrankgröße im Heizraum.
ich habe mal versucht diese Zahl heraus zu bekommen. Leider hat mir die NibeApp gerade mitgeteilt, dass ich mich neun anmelden muss. aber scheinbar liegt das ein Problem vor, denn das Verfahren mit dem Anmelde Code funktioniert leider heute nicht. Ich bin nicht zu Hause, keine schneller Gang möglich.
Das Problem ist nicht die Nibe Anlage, sondern das du die Anlage nicht richtig betreibst und zusätzlich das ganze wohl auch noch schlecht eingestellt ist.
Jo. Genau so. Hab auch eine 16 Jahre alte Sole-WP mit Fußbodenheizung.
Alle Raumthermostate voll auf - immer. Vorlauftemperatur runter und über viele Tage im Winter angepasst. Thermischen Abgleich gemacht (=Nachjustierung des hyd. Abgleichs) bis alle Räume eine passende Temperatur haben.
Nur die Außentemperatur steuert die Vorlauftemperatur der WP
Voila. Stromverbrauch ging deutlich um fast 20% zurück. Komfort ist gut. Verdichter läuft weniger und startet seltener.
Nix smart, außer Daten auslesen und Sommer-/Winterbetrieb umschalten.
diese Meinung teile ich nicht. Eine Ferndiagnose in Richtung falschen Betreibens oder falscher Einstellung halte ich derzeit für nicht zutreffend.
Ich bin der Meinung, dass die alleinige Erfassung der Außentemperatur nicht Stand der Technik ist und man damit auch keine Heizung für ein ganzes Haus mit unterschiedlichen Temperaturanforderungen betreiben kann geschweige den regeln. Der Wintergarten hat im Winter 5-7 Grad, das Schlafzimmer 18 Grad, das Wohnzimmer hat einen Kaminofen, da muss ich nicht heizen wenn der nicht an ist. Sonst hätte ich da gern 23 Grad, wie soll das gehen wenn alles auf ist?
Ich sehe schon. dass hier die eigentliche Frage nicht richtig ankommt.
Es ist doch nicht grundlos das dir bisher alle hier gesagt haben das es nicht an der Nibe liegt.
Oder das Nibe genau das in der Anleitung angibt.
Außentemperatur geführte Heizung sind absolut Stand der Technik.
Wenn du thermischen Abgleich inzwischen mal gegoogelt hättest , würdest du inzwischen wissen das man durchaus unterschiedliche Temperaturen in verschiedenen Räumen haben kann. Allerdings setzt natürlich die moderne Dämmung da bestimmte Grenzen.
In Kurzform :
Beim thermischen/hydraulischen Abgleich werden erstmal alle Thermostate und Tacosetter (Ventile auf den Heizkreisverteilern) komplett geöffnet und die Heizkreispumpe hoch gestellt, und eine eventuelle automatische Pumpenanpassung ausgeschaltet.
Dann sucht man den Raum der am wärmsten sein soll, das ist in den meisten Fälle das Bad.
In den meisten Fällen wird es jetzt viel zu warm, in allen Räumen. Man reduziert nun solange die Vorlauftemperatur/Heizkurve bis im Referenzraum die gewünschte Temperatur erreicht wird.
Die anderen Räume werden ziemlich sicher immer noch zu warm sein, daher wird jetzt am Heizkreisverteiler der Tacosetter verstellt um den Durchfluss zu reduzieren. Das wird immer nur für einen Raum gemacht und man wartet dann einige Tage weil eine FBH träge ist.
Das macht man nun für jeden Raum solange bis dort die gewünschte Temperatur erreicht wird.
Während der ganzen Zeit bleiben die Thermostate komplett offen.
Wenn nun alle Räume die richtige Temperatur haben kann die Heizung aufgrund der Außentemperatur erkennen welche Vorlauftemperatur notwendig ist um die Temperaturen zu halten.
Es werden keine Thermostate mehr benötigt weil die Heizung immer passend liefert.
Außerdem hat die WP immer genügend Durchfluss und geht nicht mehr auf Störung.