Fussbodenheizung vorbereiten für smarte Steuerung

Hallo Community,

auf der Suche nach einem geeigneten Raumthermostat für eine geplante FBH bin ich über das Thema SmartHome “gestolpert” und vor allem HA. Als IT Affiner natürlich direkt angefixt…

Folgendes Thema:

Eine Fussbodenheizung soll installiert werden, nichts ist vorhanden alles ist flexibel bis hin zur möglichen Verkabelung der Raumthermostate mit den Stellantrieben.

Was ich gern hätte:

Eine Konfiguration die es mir erlaubt die FBH über die Raumthermostate ganz normal zu steuern jedoch in der Lage ist das ganze dann sauber in HA zu integrieren und irgendwann smart zu steuern, auszulesen usw.

Drumherum:

Als Heizungsanlage wird ein 30KW ETA mit Pellets verbaut und eben die FBH + elektrische Handtuchheizkörper in den Bädern.

Ich weiß das in einer Community (zu Recht) erwartet wird das man sich erstmal selbstständig mit dem Thema befasst und die vorhandenen Threads und möglicherweise Lösungen liest und versteht um dann mit konkreten Fragen auftaucht. Leider ist mir das zeitlich nicht möglich da ich Vollzeit mit 90% Eigenleistung einen 260m² Altbau auf 2 Etagen aus den späten 50ern umbaue. Diesen habe ich die letzten Monate entkernt und bin jetzt im Aufbau. Heißt Abwasser, Wasser, Elektrik, Raumveränderung usw. alles neu.

Ich hoffe ihr habt einen konkreten Tip was ich kaufen kann/sollte weil es optimal funktioniert und sich später ohne Hürden und Frickelei in ein Smartes System(HA) integrieren lässt.

Viele Grüße und vielen Dank im Voraus.

thodu

PS: Die Nebendarsteller in einem möglicherweise smartem System sind Rolläden, Licht, Steckdosen, die Heizung, eine PV mit Heizstab, die Heizung selbst usw. Wie gesagt das Haus ist blank und alles wird jetzt neu gemacht.

Ganz DRINGEND, geh unbedingt ins Haustechnikdialog Forum und stell dein Projekt vor.

30KW Pelleter hört sich extrem überdimensioniert an, insbesondere wen du sanierst und dämmst.
Dazu brauchst du da dann noch einen großen Pufferspeicher und Mischer.

Gib es eine Heizlastberechnung ?

Wenn du eh alles neu machst würde ich über KNX nachdenken.

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Hallo Thomassh,

danke für deine Antwort!

Ja die gibt es kam knapp unter 30 raus. Hab es nicht richtig geschrieben es handelt sich um einen Holzscheitvergaser mit zusätzlich Pellet. Ganz ehrlich hab ich sogar über 40KW nachgedacht mich aber dagegen entschieden. Sanieren ja, dämmen nein obere Geschoßdecke und 20mm WLG040 unterm Estrich sind die einzigen “Dämmmaßnahmen”. Vorgesehen sind 4000l Puffer. Fenster sind von 98 und bleiben ebenfalls drin, einzig Aufsatzrollläden werden nachgerüstet.

Die Heizungsanlage selbst baut auch eine Fachfirma ein, das liegt über meinen Möglichkeiten.

Ich versuch mich mal etwas in das KNX Thema einzulesen. In meinem Kopf ist KNX=teuer, was vermutlich nicht 100% richtig ist.

Viele Grüße

thodu

Naja das Kabel ziehen ist nicht das teure.
Du brauchst halt Aktoren und den KNX Router
dazu die ets Software und Platz im Schaltschrank.

Einbinden in Ha lässt sich das ganze gut.

Aktoren sind eigentlich auch nicht so teuer,

8 fach Aktoren mit 16a z.B. um die 200 Euro

Das sind 26 Euro pro Steckdose.

Zigbee Plug liegt bei 12- 16 Euro je nachdem.

Steckdosen unter Putz mit Zigbee nachrüsten ist auch nicht richtig günstig und man braucht extratiefe Dosen.

Wobei die würde ich auch bei KNX setzen.

Bezüglich deiner Heizung würde ich trotzdem empfehlen noch im hdt. nachzufragen.

Bevor da was eingebaut wird das später Probleme macht.

Bedenke auch das falls du später doch noch dämmst, was ich grundsätzlich immer empfehlen würde, die Heizlast nicht mehr passt.

Da stimme ich dir zu die Kabel sind das kleinste Problem(denk ich ;)), Leider sind die Sachen auch optisch sehr schön. So ein MDT KNX-Glastaster… für 130€ macht was her!!! Jetzt haste was losgetreten. :slight_smile:

Ich mach eh überall tiefe Dosen, einfach um alle Optionen zu haben.

OK, nochmal zur Heizung.

Ich habe 4 oder sogar 5 Angebote eingeholt, alle 30KW einer sogar 35KW.

Ich versuche deine Bedenken mit meinem begrenzten Wissen zu verstehen…

Wenn ich eine überschlagsmäßige Rechnung nach DIN EN 15378 mache komme ich auf 260m² x 158W/m² = 41KW, 30KW wären 115W/m² und 20KW 77W/m² was für ein Vollziegelhaus aus den späten 50ern ehr nicht ausreichend ist. Ich würde deine Bedenken einfach gern verstehen ohne das ich an den grundlegenden Gegebenheiten etwas ändern kann.

Das sind nur Überschlagswerte und ersetzten kein Heizlastberechnung nach 12831

heizlastrechner

Check da mal die Unterschiede durch die einzelnen Sanierungsschritte.

https://www.haustechnikverstehen.de/heizlastberechnung/.

Hast du alte Verbrauchswerte zur Verfügung?

Ansonsten wie gesagt hdt Forum nochmal schauen, wenn die das so durchwinken sollten keine Probleme auftreten.

Auch zur FBH und smarten Steuerung wirst du da was finden.

Ich persönlich sehe bei einer FBH mit der großen Speichermasse keinen Sinn in einer smarten Steuerung, meine Anlage betreibe ich komplett ohne Thermostat, allerdings ein neueres Haus und Gasheizung.

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Das sehe ich genauso. Ich hab zwei in meinem Bekanntenkreis, die da einen riesen Aufwand in eine Einzelraumregelung für die FBH gesteckt haben. Das ganze bei einem relativ offenen Grundriß. Wird jetzt nur für Urlaub genutzt und im restlichen Jahr regelt da gar nix. Einmal nen vernünftigen hydraulischen Abgleich gemacht und dann reicht die Aussentemperaturführung.

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Hallo Thomas,

Nein alte Werte habe ich leider keine zur Verfügung. Verbaut war eine 20-30kw Ölheizung, aber verbrauchswerte habe ich keine da diese extern und nicht von Verkäufer betreut wurde.

Ich habe heute die Auslegung für meine FBH bekommen, ich häng das mal an. Für mich teils unverständlich aber ich bin auch kein Experte. Ich muss es nur umsetzen.

Ich tue mich schwer mit dem verstehen warum das Konstrukt überdimensioniert ist. Wenn der Puffer zu klein wäre - ok, leuchtet mir ein.

Wenn es eine WP oder Gas/öl ohne Puffer wäre leuchtet mir auch ein.

Du merkst schon ich bin kein Experte und tue mich schwer damit das nachzuvollziehen.

Thema smarte Steuerung:

Ja ihr habt beide Recht an einer FBH wird man nicht ständig nachregeln, die Firmen haben trotzdem ein Raumthermostat mit Temperaturfühler für jeden Raum vorgesehen. Die Überlegung war halt einfach statt 3 oder teilweise 4-5 Taster zu setzen lieber ein Smart System zu haben. Wo alles auf einem Taster liegt. Alles = Heizung, Licht mind 1x ehr 2, 1-3xRollladen pro Raum.

Viele Grüße und Danke für deine Geduld mit mir :wink:

Dann schau dir mal wirklich KNX an.
Wäre heute meine 1. Wahl wenn es um Schalter und Aktoren geht.

Wie Thomas schreibt, stell dein Vorhaben am besten im HaustechnikDialog-Forum vor.
Für mich hören sich 33 kW für 254 m² nicht gut an und bei einer Vorlauftemperatur von 45 °C für eine Fußbodenheizung bekomme ich Bauchschmerzen. Nun kennen wir alle die genauen Gegebenheiten, den Aufbau etc. nicht. Aber ohne eine ordentliche Heizlastberechnung würde ich das Projekt so auf keinen Fall umsetzen.

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Ich bin auch gerade bei so einer Sanierung und mit der Haustechnik schon durch.
Hier ein paar Denkanstöße:

  • wieso Pelletanlage? Weder umwelttechnisch noch wirtschaftlich sinnvoll im Vergleich zu einer Wärmepumpe mit Fußbodenheizung. Unbedingt Heizlastberechnung erstellen!
  • Wärmepumpe und Fußbodenheizung werden gefördert, einen großen Teil der Kosten bekommst du zurück
  • PV Anlage würde ich erstmal lassen. Grund: ab nächstem Jahr gibts keine Vergütung mehr für Überschussstrom, die Preise sind hoch und der Strom für die Wärmepumpe und eAuto bekommst du dank der §14a Regelung sehr günstig aus dem Netz (bei mir 19 Cent/kWh). Amortisation wird da künftig schwierig bzw. dauert sehr sehr lange wenn sich an den Preisen nichts tut. Geldbeutel freut sich auch erstmal. Falls doch später PV kommt, hast amortisiert sie sich mit Wärmepumpe deutlich schneller als mit einer Pelletheizung
  • Einzelraumsteuerung bei Fußbodenheizung macht wenig Sinn, das Geld und den Aufwand kannst du dir sparen. Unterschiedliche Raumtemperaturen werden einmalig über hydraulischen Abgleich eingestellt und die FBH läuft dann die ganze Zeit bei möglichst niedrigem Vorlauf durch. Mit Wärmepumpe die effizienteste Methode. Diese kannst du dann in HA einbinden und bei Bedarf Heizkurve/Vorlauf smart steuern.
  • Wenn du alle elektrischen Leitungen neu ziehst ist KNX eine Überlegung wert
  • Alternativ mit Unterverteilungen pro Etage arbeiten und die Aktoren zB Shellys in die Unterverteilung setzen und von dort aus sternförmig mit Kabeln zu den Verbrauchern. Die Shelly PRO Geräte kannst du in der UV per LAN mit deinem Netzwerk verbinden.
  • Netzwerkanschlüsse in allen Unterverteilern und allen relevanten Räumen inkl. Garage einplanen und in einem Netzwerkschrank zusammenführen.

Da solltest du mal ein Konzept erstellen. Dann das Konzept Stück für Stück umsetzen. Man kann da durchaus mit der Heizung anfangen und später den Rest machen.

Wo ist denn die Baustelle? Ich unterstütze auch gerne vor Ort.

Gruß