Kabelgebundene 24-V-Außenleuchte mit Sensorik – sinnvoll oder zu speziell?

Moin zusammen,

ich arbeite gerade an einer Außenwandleuchte für mein eigenes Hausautomationskonzept und möchte herausfinden, ob ich mit meinen Anforderungen eher allein bin oder ob andere schon nach etwas Ähnlichem gesucht haben.

Der Ausgangspunkt war ziemlich unspektakulär: Ich wollte keine weitere WLAN-Leuchte und auch keine Kombination aus normaler Leuchte, zusätzlichem Bewegungsmelder, Funkaktor und Hersteller-App. Bewegung, Helligkeit und andere Sensorwerte sollten meiner lokalen Steuerung zur Verfügung stehen – und nicht nur intern das Licht einschalten.

Daraus ist der aktuelle Entwurf von OWL entstanden:

  • zentral versorgte 24 V DC;
  • separate, kabelgebundene RS485-/Modbus-Verbindung;
  • warmes Licht oben und unten, getrennt steuerbar;
  • adressierbare RGB-Effekte als Zusatz, nicht als Hauptzweck;
  • Radar, PIR, Helligkeit und Außentemperatur als geplante lokale Sensorwerte;
  • getrennte Baugruppen, damit nicht wegen eines Elektronikdefekts zwangsläufig die ganze Leuchte ersetzt werden muss;
  • dokumentierte Hardware und Firmware sind vorgesehen, Umfang und Zeitpunkt stehen aber noch nicht fest.

Der Entwurf ist für mich zunächst ein Versuch, Ideen, Erfahrungen und Meinungen einzuholen, bevor ich entscheide, wie weit ich ihn weiterverfolge. Mich interessiert vor allem, ob die Kombination aus kabelgebundener Anbindung, Licht und separat nutzbarer Sensorik für andere überhaupt relevant ist.

Interessant ist das zunächst vor allem für Neubauten und Sanierungen, bei denen 24 V und eine Busleitung ohnehin planbar sind. Für den schnellen Austausch einer vorhandenen 230-V-Leuchte wäre der Ansatz dagegen wahrscheinlich zu aufwendig.

Mich würden eure Meinungen und Erfahrungen dazu interessieren:

  1. Habt ihr bei Neubau oder Sanierung 24 V plus Busleitung an Außenleuchten vorgesehen – oder wäre das schon das Aus?
  2. Wäre der kabelgebundene Signalweg für euch ein Vorteil gegenüber WLAN/Zigbee oder nur unnötiger Aufwand?
  3. Welche Anbindung würdet ihr tatsächlich nutzen: Modbus direkt, ein Gateway zu MQTT, eine Home-Assistant-Integration oder etwas anderes?

Hier kann man sich den aktuellen Konstruktionsstand interaktiv ansehen:

Interaktives Konstruktionsmodell und Entwicklungsstand

Auf der Seite kann man auch unverbindlich Interesse hinterlassen. Damit möchte ich ein Gefühl dafür bekommen, ob sich eine weitere Entwicklung überhaupt lohnt.

Viele Grüße
Oliver

Hallo Oliver,

Aus meiner Sicht etwas exotisch.
Die 24VDC - Versorgung war vor ein paar Jahren irgendwie eine Art Trend. Aber die ganze Wechselrichter und Speichertechnologie hat sich eigentlich weiterentwickelt. Mittlerweile sehe ich eigentlich keinen Grund mehr für ein 24VDC-Netz im Haus.

Wenn man sowas kabelgebunden macht, dann ist eigentlich KNX oder DALI eine Standard-Schnittstelle.

Aber das ist einfach meine persönliche Meinung.

VG
Dieter

Hallo Dieter,
danke für den Hinweis! KNX finde ich tatsächlich interessant. Die 24 V sind nicht als komplettes Gleichspannungsnetz im Haus gedacht, sondern zunächst als zentrale Versorgung dieses Leuchtenkreises.

Bei KNX sehe ich aktuell zwei Möglichkeiten: entweder ein optionales KNX-TP-Modul direkt in der Leuchte oder ein Gateway in der Unterverteilung, das mehrere Modbus-Leuchten auf KNX-Gruppenobjekte abbildet. Letzteres wäre für die erste Version deutlich einfacher.

Wäre eine solche Gateway-Lösung für dich grundsätzlich interessant, oder käme nur ein nativ in ETS eingebundenes KNX-Gerät infrage? DALI schaue ich mir ebenfalls an, wobei KNX für die zusätzlichen Sensorwerte vermutlich flexibler wäre.
Beste Grüße
Oliver