FreshAirIQ v0.26.0 ist da
Hallo zusammen,
nach vielen Tests, Diagnosedateien, Bugfixes und sehr viel Feedback aus der Community ist FreshAirIQ v0.26.0 fertig. 
Seit v0.25.3.3 hat sich inzwischen so viel verändert, dass ich mich gegen einen weiteren kleinen Versionssprung innerhalb der 0.25-Reihe entschieden habe.
Dabei möchte ich aber sauber unterscheiden: Nicht alles, was heute anders aussieht, ist eine neue Funktion. Viele bereits vorhandene Funktionen wurden verbessert, stabilisiert oder in den Einstellungen verständlicher angeordnet.
Was seit v0.25.3.3 wirklich neu hinzugekommen ist
Mechanische Lüftung / Ablüfter
FreshAirIQ kann jetzt einen Ablüfter, beispielsweise im Badezimmer, als eigene Lüftungsart berücksichtigen.
Dadurch kann unterschieden werden, ob über ein Fenster oder mechanisch gelüftet wird. Das ist insbesondere für die Auswertung und das Lernen wichtig, weil die Wirkung eines Ablüfters nicht einfach als normale Fensterlüftung gelernt werden soll.
Rollo-/Jalousie-Berücksichtigung beim Lernen
Fenstern und Türen können Rollos bzw. Jalousien zugeordnet werden. Da Geräte ihre Position unterschiedlich melden, lässt sich festlegen, ob beim jeweiligen Gerät 0 % oder 100 % „geschlossen“ bedeutet.
Ist ein Rollo mehr als 20 % geschlossen, wird eine Lüftung weiterhin erkannt, bilanziert und protokolliert. Die Session wird aber nicht als normale Lernprobe verwendet, da das Rollo die Luftströmung beeinflusst.
FreshAirIQ kann dabei ebenfalls darauf hinweisen, dass die Lüftungswirkung durch das Rollo eingeschränkt wird.
Empfehlungslogik weiterentwickelt
Ein großer Teil der Arbeit an v0.26.0 steckt nicht in neuen Schaltern, sondern in der eigentlichen Entscheidungslogik.
FreshAirIQ betrachtet bei normalen Empfehlungen wieder stärker das gesamte Haus, bevor einzelne Räume hervorgehoben werden.
Vereinfacht:
Schutzgrenzen → Hausentscheidung → sinnvolle Räume → konkrete Empfehlung
Ein kritischer Einzelraum darf weiterhin Vorrang bekommen, beispielsweise bei problematischer Feuchtigkeit, erhöhtem Schimmelrisiko oder einem anderen relevanten Schutzfall.
Auch das Zusammenspiel verschiedener Lüftungsziele wurde weiter überarbeitet. Prioritäten sollen entscheiden, welches Ziel bei einem echten Konflikt wichtiger ist – nicht willkürlich einen Raum zum Gewinner machen.
Lernmodell weiterentwickelt
Auch beim Lernen gab es größere Änderungen.
FreshAirIQ trennt unterschiedliche Lüftungssituationen stärker voneinander. Dadurch sollen beispielsweise Querlüftung, normale Fensterlüftung, Kippstellung und mechanische Lüftung die jeweils anderen Prognosen nicht falsch beeinflussen.
Ungeeignete oder nicht vergleichbare Lüftungssituationen werden vorsichtiger als Lernprobe verwendet.
Das Ziel dahinter ist relativ einfach: FreshAirIQ soll nicht nur möglichst viele Lüftungen lernen, sondern vor allem die richtigen Lüftungen miteinander vergleichen.
Bestehende Sensorfunktionen robuster gemacht
Mehrere Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren pro Raum gab es bereits vorher.
Neu ist hier also nicht die Multi-Sensor-Funktion selbst.
Verbessert wurden dagegen unter anderem die Verarbeitung redundanter Sensoren und das Verhalten bei Ausfällen. Ein einzelner ausgefallener Zusatzsensor soll nicht unnötig den gesamten Raum unbrauchbar machen, solange weiterhin genügend verwertbare Messwerte vorhanden sind.
Auch die Verarbeitung optionaler Sensoren wurde an mehreren Stellen korrigiert und stabilisiert.
Fenster- und Türkonfiguration verbessert
Viele bereits vorhandene Einstellungen rund um Fenster und Türen wurden neu geordnet und präzisiert.
Referenztemperatur und Referenzfeuchtigkeit können jetzt verständlicher direkt der jeweiligen Öffnung zugeordnet werden. Das ist beispielsweise bei einer Tür zum Wintergarten sinnvoll.
Auch Öffnungsverzögerung, Himmelsrichtung und Rollo-Zuordnung wurden an derselben Stelle zusammengeführt.
Das sind größtenteils Verbesserungen bestehender Funktionen und ihrer Konfiguration, keine komplett neuen Features.
Einstellungen aufgeräumt
Ein ziemlich großer Teil der letzten Arbeit floss in die Konfiguration.
Hier wurden keine vorhandenen Funktionen einfach umbenannt und anschließend als neu verkauft.
Vielmehr wurden die verschiedenen Einstellungswege überprüft, doppelte bzw. unverständliche Stellen bereinigt und zusammengehörige Einstellungen sinnvoller angeordnet.
Auch die deutschen und englischen Bezeichnungen und Erklärungen wurden umfangreich überarbeitet.
Insbesondere Raum erstellen, HA-Raum importieren und vorhandenen Raum bearbeiten sollen dieselben verständlichen Begriffe verwenden.
Bewohner & Anwesenheit verständlicher
Auch Bewohner, Anwesenheit, Tracker und persönliche Einstellungen gab es bereits.
Die Konfiguration wurde aber verständlicher gemacht, damit dafür keine schwer lesbaren technischen Datenstrukturen mehr im Vordergrund stehen.
Lüftungsprotokoll verbessert
Das bestehende Lüftungsprotokoll wurde ebenfalls weiterentwickelt.
Der PDF-Nachweis wurde kompakter und tabellarischer gestaltet. Außerdem wurden mehrere Probleme beim Erstellen bzw. Exportieren des PDFs behoben.
Benachrichtigungen stabilisiert
Die Benachrichtigungspipeline wurde überarbeitet und mehrere Fehler wurden beseitigt.
Unter anderem gab es einen Fall, bei dem die Benachrichtigungsverarbeitung innerhalb bestimmter Coordinator-Zyklen übersprungen werden konnte.
Auch die Unterstützung verschiedener Home-Assistant-Notify-Wege wurde verbessert.
Dashboard, Details & Support
Hier gab es vor allem UI- und UX-Verbesserungen:
bessere Darstellung im Dark-/Light-Theme, verständlichere Texte, korrigierte Abstände und Dialoge, Verbesserungen der mobilen Darstellung sowie Anpassungen an Details-, Lern- und Supportansichten.
Auch hier gilt: Bereits vorhandene Funktionen wurden nicht zu „neuen Features“ erklärt, nur weil sie jetzt an einer anderen Stelle stehen.
Und jede Menge Bugfixes
Seit v0.25.3.3 wurden zahlreiche kleinere und größere Fehler behoben, unter anderem rund um:
Raum-Erstellung und -Bearbeitung, Sensor-Recovery, optionale Sensoren, Entfernen von Sensoren, unnötige Reloads nach Einstellungsänderungen, Benachrichtigungen, Dashboard, Dark-/Light-Theme, DE/EN-Texte, PDF-Export, Recommendation Engine, Lernproben, Fenster-/Tür-Konfiguration, mechanische Lüftung, Diagnoseübertragung und Persistenz verschiedener Einstellungen.
Vielen Dank an alle, die getestet, Diagnosedaten geschickt und Verbesserungsvorschläge eingebracht haben. 
Gerade die unterschiedlichen Installationen aus der Community helfen enorm dabei, Situationen zu finden, die ich mit meiner eigenen Installation niemals abdecken könnte.
v0.26.0 bildet jetzt die neue Basis für die weitere Entwicklung von FreshAirIQ.