Video Betriebssystem/Software für Pi Zero für Wetterballon-Projekt

Hallo,

ich bin auf der Suche nach einer guten und einfachen Software für den Raspberry Pi Zero W2, um einfach Videos, wie mit einer Action Cam, aufzunehmen.
Der Hintergrund ist, dass ich mehrere (2-4) Pi´s mit Kamera in die Sonde für einen Wetterballon-Flug einbauen will. Die Kameras sollen mindestens 3 Stunden aufzeichnen können (bei 32 GB SD-Karte) und dabei möglichst wenig Strom benötigen.
Ideal wäre, wenn die Video-Aufzeichnung automatisch nach dem Boote/der Stromversorgung beginnt, ohne sich erst via VCN oder Konsole auf allen Pi´s anmelden zu müssen, um die Video-Aufzeichnung zu starten.
Wäre mitten auf einem Feld mit freilaufenden Kindern drum herum, etwas “unangenehm”…

Bevor ich anfange, langwierig alles auffindbare auszuprobieren, hat vielleicht jemand bereits eine gute Empfehlung?

Da hatte Heise vor kurzem so ein Projekt mit einem Wetterballon. Vielleicht findest du dort die Infos, die du benötigst.

Ich hab mir das Video gerade angesehen…
Sehr informativ und sollte man sich auch unbedingt ansehen, wenn man sowas vor hat!

Doch eine Antwort auf meine Frage, hat es nicht liefern können…

Schade, dass die benötigte Info nicht dabei war. Ich hatte mir das Video nicht angesehen. Ich hatte nur in Erinnerung, dass da mal was war.
Entschuldige bitte, ich wollte dir keine Zeit stehlen.

war nicht “gestohlen”. War interessant…

Mich macht nur gerate ein Punkt sehr stutzig…
In dem Video des c’t heißt es, “dass die Aufstiegs-Genehmigung, Wochen oder Monate brauchen kann”.
Auf www.stratoflights.com hingegen, sagen sie, “dass es schnell geht und nur eine eMail braucht”.

Ich habe jetzt mahl testweise letzten Freitag eine Wetterballon-Anmeldung/Aufstiegs-Genehmigung für Juli eingereicht.
Bin ja mal gespannt…

Wenn die wirklich Monate zur Bearbeitung/Beantwortung brauchen, scheiß ich drauf, und schau einfach per Flugradar-App dass gerade nichts in der Nähe ist, bevor ich ihn steigwn lasse…
Was anderes bleibt einem dann ja nicht übrig!

… also bis Heute, hab ich keine Antwort vom Luftfahrt-Bundesamt erhalten…

Wenn es nur um die Videos geht würde ich einfach ein oder mehrere Actioncams nehmen. beim großen Fluss bekommt man die schon für knapp 30€ das Stück. Da lohnt es meiner Meinung nach nicht, Raspberrys einzusetzen, vor allem, da auch die Gefahr des Totalverlusts besteht.

Die Genehmigung muss bei der DFS eingereicht werden. Du bekommst dann an einem Deiner Wunsch-Tage einen recht engen Time-Slot (ca 45 Minuten) für den Start, den Du unter gar keinen Umständen verlassen darfst. Der Slot gilt für das Abheben vom Boden. Die DFS gibt dann eine Luftraumsperrung per NOTAM raus, damit dein Ballon nicht von einem Flugzeug eingesammelt wird.

Vorweg: Es gibt bei den Funkamateuren reichlich Info dazu.

Kurze Zusammenfassung, was Dir womöglich einiges Kopfzerbrechen erspart:

Bedenke, dass GSM basierte Tracker sehr wahrscheinlich nicht funktionieren werden, du musst ein anderes System verwenden, das Live-Telemetrie sendet. Dann beachte, dass du speziell modifizierte / konfigurierte GPS Module benötigst, denn sonst stellen sie ihre Arbeit ab gewissen Höhen / Geschwindigkeiten ein.
Solltest Du Funkamateur sein und APRS als Tracking verwenden, denk daran das Repeater-Flag zu löschen, sonst floodest Du das Netz. Das ist auch der Grund warum man Deinen GSM Tracker aus dem Netz wirft, der erreicht zu viele Basisstationen gleichzeitig.

Und platziere eine Kamera so in den Aufbau, dass sie den Ballon filmt. Wenn der platzt, dann gibt das echt spektakuläre Fotos. Und schau, dass Du einen netten Dachdecker kennst, der einen LKW mit Korb für >25m hat, denn der Ballon wird das schöne freie Feld um 15m verfehlen und in einem 40m Baum landen.

Wenn Du Telemetrie aufzeichnen willst, überwache Deinen Akku und stell das Recording früh genug ein, dass nicht beim Schreiben des letzten Sektors wilde Dinge passieren. Je nach Aufbau der Speicherkarte sind sonst 4kB oder mehr verloren.

Legt den Boden großzügig mit Malerfolien aus, denn der Ballon ist wahnsinnig empfindlich was leichteste Beschädigungen angeht. Wenn der über Beton (Parkplatz / Schulhof) gezogen wird, platzt er beim aufblasen. Seid lieber zu viele hebenden Hände als zu wenig.

Da kennt sich jemand aus :slight_smile:

Ich will einen Tracker über Satellit verwenden (https://www.stratoflights.com/shop/spot-trace/ oder https://www.stratoflights.com/shop/spot-gen4/).
Sofern es am Schluss das Gewicht noch zu lässt, stecke ich noch (als Backup, nach Landung) ein altes Handy als GSM-Trecker mit rein.

Als Kameras habe ich drei Raspi Pi Zero mit 12 MP 120° Kamera nach oben, unten und horizontal geplant, so wie eine GoPro Hero 4 als Backup. Jede Kamera mit 32 GB…

Das Gehäuse hab/werde ich selbst konstruiert und gedruckt, in “Tropfen-Form” damit es bei einer eventuellen Landung im Baum, eher zwischen den Ästen durchrutschen kann.

Aber zum eigentlichen Thema:
Ich teste jetzt schon seit ein paar Tagen Motioneye auf den Pi Zero W2, ob die Aufzeichnung zuverlässig funktioniert.
Doch leider stelle ich fest, nein…
Nach 1-3 Stunden ist die Kamera offline und funktioniert erst wieder, nach dem die Stromversorgung getrennt und neu verbunden wurde…
Ich verwende motioneye schon länger auf einem Pi 4 und 5. Dort gibt es dieses Problem nicht…

Könnte es sein, dass motioneye in einen “Ruhemodus” geht, wenn keine Bewegungen erkannt werden???

Ich würde mich beim Gehäuse noch mal schlau machen. Alle verwenden diese fertigen leichten Würfel aus Styropor. Die Gehäuse für das Telemetrie-Zeugs darf keine spitzen oder scharfen Kanten haben. Es geht nicht darum, was passiert, wenn eine Turbine das inhaliert, sondern wenn der Wind es irgendwo hin treib, wo es jemand an den Kopf bekommt. Bei mehr als 4kg brauchst Du zusätzliche Genehmigungen. Ballon und Box müssen eine untrennbare durch eine reißfeste Schnur verbundene Einheit bleiben. Wir haben einen Bremsfallschirm eingebaut, der die Telemetrie-Box sanft zurück zur Erde gebracht hat. Der Fallschirm stabilisiert das Gehäuse auch wieder, so dass die Videoaufnahmen beim Ansehen kein Schleudertrauma auslösen.
Wir haben zudem GoPro Clones eingesetzt für das Video und einen Amateurfunk-Video-Link. Aber auf 2GHz ist das Signal bei der damals recht heißen und sehr feuchten Luft nach nicht mal einem km abgebrochen.