Müde trotz 8h Schlaf? Kopfschmerzen im Homeoffice? Deine Raumluft könnte schuld sein! Ich zeige dir, welche Luftsensoren wirklich akkurat messen – und welche dich mit falschen Werten in die Irre führen. PM2.5, CO2, VOC & Luftfeuchtigkeit im großen Vergleich: Von 10€ Aqara bis 200€ AirGradient!
Die Sensoren kosten ca. 50-55 Euro (auf die Schnelle überflogen bei Google mit Preisen von deutschen Seiten) und wenn man die Daten dann in HA haben möchte braucht man ja kein Display, LEDs etc. Aber hat dafür vermutlich einiges an Bastelarbeit.
Alleine der “SenseAir S8/S88 CO2 sensor” finde ich nicht unter 46€ und “Plantower PMS5003 PM sensor” für 32 €.
Daher finde ich aufgerufenen 128 USD excl.für den vollständingen Bausatz (alle 4 Sensoren, Display, Gehäuse mit durchdachter Luftführung, etc) auf Basis dieser Preise fair.
Wenn ich den kompletten Satz (plus inkl. Sensirion SGP41 TVOC/NOx Sensor und Sensirion SHT40 Temperature/Humidity Sensor) für einen 50er bekommen könnte, würde ich über einen Platinenentwurf nachdenken. … und die ESPHome Componenten sollte es geben. Dann bliebe allerdings noch ein Gehäuse mit durchdachter Luftführung (ich glaube dies ist das größte Hindernis).
Vielen Dank für den tollen Beitrag und das Youtube Video. Die airgradient one sind das, was ich schon lange suche. Möchte mir 2 Geräte auf der Website bestellen. Bin mir aber noch unsicher, was die Zollabwicklung betrifft. Wie ich verstanden habe, sind beim Versand von Thailand nach Deutschland die Zollgebühren inbegriffen. Bedeutet das, dass zu den Kosten aus der Bestellung keine weiteren Kosten anfallen, auch nicht z.B. die Umsatzsteuer?
@simon42 Wie hast du es geschafft, den Eve Room in Home Assistant zu integrieren? Ich habe das “neueste” Modell mit Thread (ohne Matter) und habe schon auf alle möglichen Arten und Weisen versucht, es einzubinden, aber es möchte einfach nicht klappen. Hat hier jemand Tipps oder Erfahrungswerte?
@simon42 Macht es Sinn den Airgradient draussen den Index erstellen zu lassen? Ich kann irgendwie bei mir keinen Raum finden den ich im Herbst 3 Stunden am Stück lüften zu lassen. Ich meine gerade für eine Bestandsaufnahme, wo man so ein Teil mal 1-2 Tage in jedem Raum aufstellt, da könnte das hilfreich sein…
Wie immer gilt: Allergiker aufgepasst! Meine Posts können Spuren von Sarkasmus enthalten.
Ein sehr schöner Test, @simon42 ! Allerdings bin ich ein wenig verwundert, dass es der air-Q nicht ins Testfeld geschafft hat. Gibt es dafür irgendeine plausible Entschuldigung?
Und falls der Allergiker-Hinweis noch nicht gereicht hat: ich hätte Interesse an Erfahrungswerten mit besagtem Gerät in der Ausführung light oder basic.
Das fertige Indoor Gerät 230 U$, plus 25 U$ Shipping … also rund 240 EUR, plus evtl. Zoll je nach Warencode.
Darauf kommt Einfuhrumsatzsteuer 19% plus die Servicegebühr des Paketdienstleisters.
Ich sehe also ca. 300 EUR in Summe … deutlich mehr als 200 EUR (230 U$), das ‘drumrum’ liegt bei ca. 100 EUR (+50%).
Eine Aussage am Anfang ist tatsächlich sehr zutreffend: Bei einem Temperatursensor kann das Gerät die Messung verfälschen durch die eigene Abwärme.
Die Messungen zeigen dann, dass der Sponsor Airgradient, stets bei der Temperatur über den anderen Sensoren liegt. Das legt die Vermutung nahe, dass, da er so wie es aussieht strombetrieben ist und andere (sehr stromhungrige) Sensoren beherbergt, sich selbst aufheizt und deshalb eine höhere Temperatur anzeigt.
Das ist das Problem mit Werbevideos. Man ist gezwungen, die Werbebotschaften des Herstellers zu wiederholen und kann nicht kritisch an die Sache rangehen.
Rein nüchtern betrachtet sollte ein Temperatur/Feuchtigkeitssensor niemals stromhungrig sein, und wenn, dann sollte die Messeinheit per Kabel extern verbunden sein, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Es ist auch eine schlechte Idee diese Art von Sensor mit CO2, VOC, PM2.5 etc zu kombinieren, da die anderen stromhungrig sind und Abwärme produzieren.
Und in den YouTube Kommentaren haben das gottseidank einige Messtechniker sowieso angesprochen: Eine Kalibrierung behebt nicht die Messfehler.
Das Wort “Kalibrierung” wird in dem Video genutzt wie Voodoo oder Schlangenöl. Der Sensor hat ohnehin einen Drift. Da kannst Du kalibrieren was Du willst.
Ich gebe zu bedenken, dass die Temperatur des Airgradient ständig erhöht ist, dass aber die Luftfeuchtigkeit sich mit den anderen Sensoren weitestgehend deckt. Das ist nicht normal. Normalerweise müsste dann die Luftfeuchtigkeit entsprechend NIEDRIGER sein. Höhere Temperatur => niedrigere Luftfeuchtigkeit (bei gleicher Wassermenge in der Luft).
Für mich ergeben die Messungen keinen Sinn. Und ich mache das seit 10 Jahren.
Ich “bräuchte” eigentlich 3 Stück. Aber selbst in der Ausführung light wäre ich dann ‘nen Tausender los. Ich zahle für ein gutes Produkt auch gerne gutes Geld, ja, aber da winke dann sogar ich ab.
Einer ist auf jeden Fall schon beschlossen. Ich ringe gerade mit mir um den zweiten, befürchte aber, dass diesmal die Vernunft siegt.
Ja, einige Außengeräte, insbesondere, wenn sie in der prallen Sonne stehen, haben einen Lüfter damit sich keine Stauhitze bildet.
Es gibt übrigens noch ein paar Fehler, die mir am Video auffallen (die Liste ist nicht vollständig)
Bei einem Vergleich einen offenen Raum zu nutzen, der ab und zu auch gelüftet wird, zeigt nicht die technischen Fähigkeiten der zugrundeliegenden Sensorik. Grund: Dinge wie Gehäuse Größe, Größe + Anzahl der Lüftungsöffnungen, Platzierung des Sensors drinnen, spielen hier eine Rolle. Größeres Gehäusevolumen => langsamerer Luftaustausch. Sensor näher an Gehäusewand => schnellere Reaktion auf Änderungen der Temperatur. Usw usf.
Man müsste eine geschlossene Box nehmen. Dann sieht man wer tatsächlich abweicht und wer nur langsamer Nachzügler ist. Beispiel: Großes Gehäuse. Eine plötzliche Temperaturänderung wird sich bemerkbar machen a) zeitversetzt und b) mit einer abgerundeten Delle nach unten, statt einer scharfen Spitze.
Das bringt mich auch schon zum nächsten Punkt. Höhe und Platzierung der Sensoren spielen eine wichtige Rolle. Bei mir macht 1 Meter in der Höhe locker 1°C Unterschied aus. Die kalte Luft setzt sich unten ab. Aber auch horizontale Platzierung kann wichtig sein. Das ist alles nicht wissenschaftlich angegangen und hat damit 0 Aussagekraft. Wenn ich einen Sensor 1 Meter von meinem Fernseher platziere, hab ich nach einer Weile 1 Grad Erwärmung wenn er an ist. Wenn man Unterschiede von 0,4-0,8°C festmachen will, dann muss man auch das Szenario entsprechend wählen.
Die Rolle des ESP32 in diesem Szenario. Ich nehme hier (aus Faulheit) https://www.perplexity.ai/search/wie-ist-die-warme-entwicklung-lXY.zYjzTxKu5lLAxGjfqQ#2 als Referenz. Aussage: 2-5°C über Umgebungstemperatur.
Ein ESP32 - wie er vom Sponsor AirGradient genutzt wird - ist für diesen Einsatz völlig die falsche Wahl. Zitat Perplexity: Der AirGradient Air Quality Monitor verbraucht im Durchschnitt etwa 1 bis 2 Watt Leistung, meist um die 1,5 Watt. Einige Quellen geben einen Bereich von 1,9 bis 2,8 Watt an, je nach Modell und Betriebsspannung (typischerweise 5 V USB-Versorgung).
Sinnhaftigkeit einer Kalibrierung der Temperatur: Das ist derartiges Marketing Gewäsch. Ich beziehe die SHT40 Sensoren als einer der allerersten Abnehmer von Distributoren. Und meine Tests (zumindest innerhalb einer Charge) haben gezeigt, dass die Temperaturen verschiedener SHT40 Sensoren (bei Raumtemperatur jedenfalls) absurd nah beieinander sind. Oft ist da gerade mal 0,02°C Unterschied. Ich hab hier ja sogar mal ein Video davon gepostet um es zu beweisen. Was will man da kalibrieren?
Tippfehler meinerseits, es schreibt sich Sensirion und hat verschiedene Sensoren mit hoher Genauigkeit für Temperatur T und Feuchte H … dies war gemeint. Deine angeführten SHT meinte ich.
Punkt 2 unterschreibe ich. Ein Beispiel aus meiner Garage, unten 20 cm, oben 180 cm. Einfache DHT21.