Mit VPN über Fritzbox WireGuard, in UniFi Netz verbinden

Hört sich wild an, ist aber schnell erklärt…..

Kurz zu meinem Netzwerk Aufbau, eine Fritzbox hält die Internetbverbindung via Kabelbreitband von Vodafone. Auf der Fritzbox ist WireGuard eingerichtet und wird ansonsten nur noch für DECT Telefone benötigt. Alle anderen Services (z.B. Wlan) sind deaktiviert. Connect zur Fritzbox via WireGuard VPN funktioniert.

Hinter der Fritzbox hängt ein UniFi Gateway Ultra.
Das Gateway (192.168.1.1) bezieht das Internet über die Fritzbox (192.168.200.1) via direktem LAN Anschluss.
Auf dem Gateway sind 3 unterschiedliche VLANS eingerichtet mit unterschiedlichen IP Adressbereichen (192.168.1.x, 192.168.10.x, 192.168.20.x).
Homeassistant hängt wie das Gateway selbst im VLAN 192.168.1.x und genau das will ich via VPN erreichen.

Auf der Fritzbox sind die VLANs des Gateways als statische Routen hinterlegt.

Wenn ich mich jetzt via Wireguard auf die Fritzbox verbinde, kann ich weder das Gateway, noch eines der VLANs erreichen.
Stehe da gerade völlig auf dem, Schlauch, warum das nicht funktioniert.
Intern, also ohne VPN, leitet die Fritzbox ja alles korrekt in die VLANs weiter.

Vielleicht hatte ja jemand von euch das gleiche Problem, oder irgendeinen Tipp?

Das Problem liegt mutmaßlich nicht an deiner Konfiguration, sondern an einer architektonischen Einschränkung der FRITZ!Box. Die FRITZ!Box behandelt meines Wissens nach WireGuard-VPN-Clients nicht wie normale LAN-Teilnehmer. Statische Routen werden für VPN-Traffic nicht angewendet, sondern nur für direkt angeschlossene LAN-Netze.

Dadurch passiert Folgendes:

  • Intern routet die FRITZ!Box korrekt zu den UniFi-VLANs

  • Über WireGuard kommt der Traffic zwar an der FRITZ!Box an, wird aber nicht über die statischen Routen zum UniFi Gateway weitergeleitet

  • Rückverkehr aus den VLANs findet keinen gültigen Rückweg zum VPN-Client

Das ist ein bekanntes Limit von FRITZ!OS (alt aber wohl noch zutreffend):

  • kein Policy-Routing für VPN

  • kein NAT für WireGuard-Clients ins LAN

  • VPN läuft in einem separaten Routing-Kontext

In Konsequenz eignet sich eine FRITZ!Box nicht als VPN-Einstiegspunkt vor einem nachgelagerten Router mit VLANs.

Die saubere Lösung wäre WireGuard auf dem UniFi Gateway betreiben und die FRITZ!Box auf Modem/DECT reduzieren. Sofern überhaupt machbar sind alles andere Workarounds mit Einschränkungen.

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Exakt so habe ich es gemacht, wobei mir als VPN die einfache WireGuard Variante “One-Click-VPN” via Teleport völlig ausreicht.

Ich meine aber gelesen zu haben, dass die FRITZ!Box den VPN Traffic zum Gateway nicht durchlässt, wenn das VPN nicht auf der FRITZ!Box selbst terminiert wird?

Ich werde mal WireGuard auf dem Gateway aktivieren und berichten ob das funktioniert hat.

Danke für eure Hilfe!

Ich bin zwar mit IPsec statt WG auf der FritzBox unterwegs, sollte aber keinen unterschied machen… auch deine statischen Routen (VLan´s) beibehalten.

Du benötigst zwei Regeln

  1. Fritz!Box-VPN → Gateway
    Quelle-Zone: Extern
    IP-Adresse: “Virtuelle IP-Adresse von deinem Fritz!Box-VPN-Nutzername / Account”
    (alternativ per IP-Liste und alle erlauben “192.168.1.0/24”)
    Ziele-Zone: Gateway
    IP-Adresse: von deinem Gateway

  1. Fritz!Box-VPN → VLAN´s
    Quelle-Zone: Extern
    IP-Adresse: “Virtuelle IP-Adresse von deinem Fritz!Box-VPN-Nutzername / Account”
    (alternativ per IP-Liste und alle erlauben “192.168.1.0/24”)

Ziele-Zone: Intern
Netzwerk: VLAN1, VLAN2, VLAN3… auswählen

dafür brauchst du eine statische externe IP (DynDNS), was der FritzBox-VPN bereits macht

Danke @Linos, es hat genau so funktioniert, wie von Dir beschrieben :+1:

Hey Linos , ich habe das gleiche Problem wie Hacki , leider verstehe ich die Lösung nicht :wink: Könntest du das einmal etwas genauer erklären . Ganz lieben Dank im voraus . Gruß Thomas

Gibt etliche Anbieter die diesen Dienst anbieten. Wenn man dahinter richtige Hardware sitzen hat ist es das sinnvollste, wenn man die Fritzbox im Bridge Mode zum Modem degradiert.

Hey @19Tom79,

ich kann’s versuchen :grinning_face: Wo klemmt es bzw. wo stehst du denn?

VPN am Router ist eingerichtet und funktioniert?
Statische Routen zu deinen VLANs angelegt im Router (alias kein doppeltes NUT)?
Firewall Regel erstellt?

Guten Morgen Linos , super vielen Dank für deine Antwort :slight_smile: Ich habe es hinbekommen glaube ich :wink: und bitte Frag nicht warum ( nur so viel ,es hilft wenn man in den FW Regeln der UDM Pro Allow anstatt Block aktiviert :slight_smile: ) .Vieleicht kannst du einmal einen Blick auf die Config werfen ob das so i.O ist . Was mich noch interessieren würde ist 1) Macht das Exposed Host sinn ? und 2) in deiner Erklärung habe ich folgenden beide Punkte nicht ganz verstanden :slight_smile:

1 IP-Adresse: “Virtuelle IP-Adresse von deinem Fritz!Box-VPN-Nutzername / Account”
(alternativ per IP-Liste und alle erlauben “192.168.1.0/24”)

2)IP-Adresse: “Virtuelle IP-Adresse von deinem Fritz!Box-VPN-Nutzername / Account”
(alternativ per IP-Liste und alle erlauben “192.168.1.0/24”)

Was meinst du mit “Virtuelle IP-Adresse von deinem Fritz!Box-VPN-Nutzername / Account”

Ganz lieben Dank

Gruß Thomas

:crayon:by HarryP: Zusammenführung Mehrfachpost (bei Änderungen oder hinzufügen von Inhalten bitte die „Bearbeitungsfunktion“ anstatt „Antworten“ zu nutzen)

Zu Deinen Fragen….

Exposed Host macht keinen Sinn in diesem Fall!

Die virtuelle IP der VPN auf Deiner FRITZ!Box findest Du in den VPN Einstellungen der WireGuard config. Dort ist festgelegt, welches IP Subnet verwendet wird, wenn Du Dich via VPN verbindest. Das ist NICHT das Subnet, welches Deine FRITZ!box standardmäßig verwendet.

Dieses Subnet musst Du mit in die Regel zur Weiterleitung in der Unifiy Firewall eintragen.

In dem Zusammenhang…
Ein Exposed Host (DMZ)
leitet ja sämtliche eingehenden Datenpakete ungefiltert an ein spezifisches Gerät im Netzwerk weiter. Dies hebelt die FRITZ!Box-Firewall für dieses Gerät bzw Unifi-Gateway aus.
—> Ich würde es nicht machen. Nicht weil ich es als falsch erachte, sondern eher als unnötig ansehe. —> „immer so wenig wie möglich freigeben, um das Ziel zu erreichen“

siehe @Hacki Antworte im vorherigen Beitrag. Du erlaubst jetzt in deiner Regel quasi alles was von 192.168.178.xx kommt


Stattdessen könntest du auch gezielt nur die IP der VPN-Verbindung(en) erlauben.

Es beruhigt mich, dass ich damit nicht alleine bin :sweat_smile:

Aber ich betreibe doch ein eigenes Gateway eben um Dinge darüber zu steuern. In dem Zusammenhang ist eher das Doppel NAT über die Fritzbox Unsinn. Insbesondere, wo ein Unifi Gateway deutlich mächtiger ist als eine Fritzbox.

Hey, ganz lieben Dank an alle :+1:

Ich will mich hier mal anhängen. Wenn das zu spät ist, kann ich auch was neues aufmachen.

Kurz zu meinem Netzwerk Aufbau,

Zuhause ist eine Fritzbox mit Internetverbindung via Kabel von der Telekom und der Adresse 192.168.110.1.

Dafür habe ich jetzt eine öffentlich IP bekommen.

Dahinter ist ein CloudGatwayUltra mit der IP 192.168.1.1. Da ist NAT aus und es sind statische Routen eingerichtet.

Im Garten ist eine FritzBox 6820 via Internet mit der IP 192.168.178.1 eingerichtet.

Beide Boxen sind vie IPSec verbunden.

Nun hätte ich gern Zugriff auf die WLan Geräte im Garten (Shelly, Reolink usw.)

Aber ich kann von meinem PC nichts im Garten erreichen (Ping)

Kann mir dabei jemand helfen? So richtig komme ich nicht weiter.

Wenn ich nicht gleich antworte, bin ich mal auf Arbeit

Interessant…

Also von Unifi in Garten?

so…


Internet
    │
FritzBox Zuhause — IPSec — FritzBox Garten
192.168.110.1             192.168.178.1/24
    │                                 │    
Cloud Gateway Ultra.           Gartennetz
WAN: 192.168.110.x.           192.168.178.x
LAN: 192.168.1.1/24
    │
Heimnetz 192.168.1.0/24


Unifi schickt Pakete für Garten vermutlich an Frizbox Zuhause, aber FritzBox Zuhause weiß nicht, dass die Anfragen aus über den VPN in den Garten dürfen/sollen

Habe ich es so richtig verstanden?

Hallo

Super Zeichnung und es stimmt alles!

Ja genau von der unifi in den Garten.

Im unifi Netz ist dann mein HA der dann mit den shelly reden soll

Unifi kann FRITZ!Box-Zuhause Teilnehmer in 192.168.110.x erreichen?

Dann würde ich sagen das liegt am VPN.
Für mich sieht es so aus als wenn FritzBox Zuhause wissen muss, dass auch das Netz Unifi 192.168.1.x über den Tunnel erreichbar sein soll. Andersrum genauso, FritzBox Garten muss die Gegenrichtung entsprechend ebenfalls wissen, dass Unifi 192.168.1.0/24 da ist.

Ich vermute weiter:
→ Ob diese Paket in den Tunnel gelangen entscheidet die VNP-Konfiguration

Kann man die VPN-Konfiguration ändern?

„Jetzt wird langsam das Eis immer dünner bei mir“:sweat_smile:

Laut Googel:
Die VPN-Konfiguration per Export/Import (.cfg) anpassbar (wenn das Modell es zulässt).

Laut gedachte Alternativen:

  • Unifi VPN auf FRITZ!box Garten zeigen?

  • WireGuard statt IPSec ?
    In der WireGuard-Konfiguration müsste das zusätzliche Netz 192.168.1.0/24 bekannt sein. Bei WireGuard geschieht das über die AllowedIPs. AVM beschreibt es

Guten Morgen

Danke für die Antwort. Ich werde das mal alles lesen und dann weiter versuchen.

Zu deinen laut gedachten Alternatieven:

Umstellen auf WireGuard versuche ich als erstes.

Unifi VPN direkt ist eine Alternative an die ich schon gedacht habe. (Die FB zuhause dann nur als Modem)

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Ich habe die letzten Beiträge nur grob überflogen aber denke, dass die Fritzbox und ihr (fehlendes) Routing das Problem sein wird.

Einfacher Test … Kannst Du von der Fritzbox das nächste Ziel / Subnetz erreichen? Ich denke nein. Aber falls ja, liegt es an Deiner VPN config.

Aber die Fritzbox kann halt, meiner Erinnerung nach, nicht mehr Routing als ein Subnetz und ggf. noch diesen gast WLAN Spaß. Ein erwachsener router mit VLAN usw. ist die Kiste einfach nicht.
Für richtiges Netzwerk braucht es besseres.