ich möchte gerne den Wasserverbrauch meines Ernst Heitland M100 Wasserzählers tracken und suche dafür eine passende Sensor-Lösung. Hat jemand Erfahrung damit und kann mir Empfehlungen geben, welchen Sensor ich dafür am besten verwenden könnte?
Ein paar Infos zur Situation:
Der Router befindet sich direkt in der Nähe des Wasserzählers, daher wäre auch eine Kabel basierte Lösung möglich.
Ich würde eine Lösung bevorzugen, die nicht auf Batteriebetrieb angewiesen ist, da eine Steckdose in Reichweite vorhanden ist.
Was genau benötige ich für die Umsetzung? Gibt es eventuell auch Tipps zur Integration in Home Assistant?
Mit Ai on the Edge kannst du deinen Zähler auslesen. Das geht sehr gut, ist aber etwas Bastelei.
Du musst vermutlich mit einer externen LED arbeiten um das Feld gut auszuleuchten. Ich habe mir ein Gehäuse aus Pappe gebastelt und die beste Position der LED experimentell ermittelt.
Moin @Krabtus konntest du das mit dem Ernst Heitland M100 Wasserzähler erfolgreich lösen?
Ich habe auch solch einen Zähler und suche nach einer Lösung.
wir haben die gleiche Wasseruhr und ich habe es mit ESP32 und integrierter Cam umgesetzt und es läuft auch sehr gut (solange meine Konstruktion hält).
Ich habe aus einer alten Pappröhre einen Aufsatz gebastelt, nur den kann ich nicht vernünftig befestigen, nur notdürftig mit Klebeband.
Wenn einer einen kennt der einen kennt mit 3D Drucker… ich würde mich freuen wenn ich endlich ne vernünftige Halterung hätte.
Wenn gewünscht, kann ich mal meine benutzten Teile auflisten
Betreibt nicht zuviel Aufwand, das lohnt nicht mehr! Der M100 ist ein mechanischer Zähler mit einem Gussgehäuse aus Messing. Gemäß der neuen Trinkwasserverordnung werden spätestens ab 2028 solche Zähler nicht mehr zugelassen und man darf davon ausgehen, daß die Bestandszähler sukzessive von den Versorgern ausgebaut und durch andere Fabrikate ersetzt werden. Diese neuen Zähler haben dann meist ohnehin eine Möglichkeit der Fernauslesung integriert. Ich gehe mal davon aus, daß spätestens nach Ablauf der Eichfrist die alten Zähler rausfliegen, und das sind für Wasserzähler üblicherweise 6 Jahre.
Gelten diese 6 Jahre nicht nur für private Zähler (Vermieter/Mieter) und die Netzbetreiber müssen nur exemplarisch prüfen lassen? Unser M100 ist von 2017. Wäre natürlich schön wenn da mal was zeitgemäßes käme, hab aber hier in Bremen wenig Hoffnung. Bei meinen Schwiegereltern im 3 Familienhaus ist gerade erst ein neuer mit Messinggehäuse eingebaut worden und rein mechanisch …
Die verschiedenen Eichfristen gelten grundsätzlich für die jeweiligen Messgeräte, unabhängig davon wer sie zur Abrechnung einsetzt.
Das was Du meinst nennt sich Stichprobenverfahren zur Eichfristverlängerung und wird meist von den Versorgern eingesetzt, weil sie damit die Chance haben, mittels einer per Zufallsverfahren ermittelten Stichprobenmenge alle zum jeweiligen Los gehörigen Zähler in der Eichfrist verlängern zu lassen, vorausgesetzt die Stichprobenprüfung wird bestanden.
Damit spart man natürlich viel Aufwand und Kosten, wenn man nicht alle Messgeräte austauschen muss. Prinzipiell darf das jeder Messstellenbetreiber beantragen, also beispielsweise auch Vermieter, aber im “normalen” Mietverhältnis kommt es meist nicht zum Tragen, wegen zu geringer Mengen an Messgeräten.
Es sei denn, Du bist Vermieter von gleich mehreren Mietshäusern und verfügst über eine entsprechende Menge an Messgeräten. Aber unter 500 Stk lohnt es sich meist gar nicht.
Ob und inwieweit sich die neue Trinkwasserverordnung auf Bestandsgeräte auswirkt vermag ich so adhoc nicht zu sagen. Aber tatsächlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Zähler aus unseren Haushalten gänzlich verschwunden sein werden.
Da halt gerade so ein olles Teil mit Messing dort für das (gemeinsam gemessene) Wasser eingebaut wurde, bin ich für unser RMH nicht so optimistisch, da bald was moderneres vom Netzbetreiber zu bekommen …
Eine Partei hat eigene Zwischenzähler die wohl mal bei ner Renovierung eingebaut wurden, die beiden anderen Aufteilung nach Personen. Haben das so übernommen für die Wohnung der Schwiegereltern. Würde jeweils drei Zähler pro Partei brauchen und entsprechende Arbeiten in Küche und Bad, wäre völliger Wahnsinn, was die Kosten angeht … Ist ja auch nicht das Thema hier, mir gehts nur drum, was ich bei uns mache, um die eigene Neugier zu stillen
Also ich bin persönlich der Meinung, daß man nicht zwingend alles technisch umsetzen muss nur weil man es kann.
Die Fernauslesung von Verbrauchsmessgeräten, und um eine solche geht es hier ja, ist immer dann sinnvoll, wenn man definitiv nicht an das Messgerät herankommt um direkt abzulesen, aber die Ablesewerte benötigt.
Außerdem darf man sich gern selbst auch noch einmal die Frage stellen, wie häufig benötige ich eigentlich eine Messwerterhebung.
Mir persönlich reicht eine monatliche Ablesung (physisch am Zähler) vollkommen für mich aus.
Und wenn ich mit den Versorgern spreche sind kurze Funkintervalle eigentlich meist auch nur deshalb so gewählt, weil die Zählerdaten sprichwörtlich im Vorbeifahren erfasst werden und bei längeren Sendeintervallen eventuell einige Zähler gar nicht erfasst würden.
Ich würde gerne einfach mal die Möglichkeit haben, die verschiedenen Wasserverbräuche auseinander zu rechnen, speziell Toilette und Duschen z.B. mit Blick auf eine vielleicht mal im Rahmen einer Erneuerung des Bads und Gäste-WCs einen Stock tiefer machbaren Grauwasser/Regenwassernutzung. Ich hab nen Grohe Wasserwächter, der mehr schlecht als Recht die Daten bereitstellt (nur alle 15 Minuten über die Clound und auch ziemlich ungenau) und suche halt nach DIY Lösungen, um das besser nach HA zu bekommen. Mit AI on Edge hab ich leider schlechte Erfahrungen gemacht (keine robusten Werte trotz einiger Spielerei und 3D gedruckter Halterung) und suche deshalb halt nach Alternativen …
Naja…die Problematik stellt sich aus meiner Sicht so dar, daß Du, egal was Du versuchst, exakte Verbräuche nur über einen entsprechenden Zähler erfassen wirst. Alles andere ist irgendeine mehr oder minder fehlerbehaftete Rechnerei.
Letztlich erfasst Du beispelsweise Deinen Verbrauch oder die Verbrauchsminderung auch, wenn Du eine Regenwasserspülung an der Toilette installierst, aber eben etwas später mit der Ablesung am Zähler.
Eben nochmal geschaut, wo der Magnet eigentlich ist, leider auf dem 10 Liter Rad, d.h. mit dem Teil leider für meine Zwecke eh nichts zu machen mangels vernünftiger Auflösung …
Ich frage mich ohnehin, wie Du an einem einzigen Zähler den Verbrauch von einzelnen, dahinter liegenden Entnahmestellen auseinander dividieren willst. Das kannst Du eigentlich nur, wenn Du entsprechende Zwischenzähler benutzt. Damit meine ich nicht zwingend einen geeichten oder konformitätserklärten Wasserzähler, aber zumindest eine Messeinrichtung, die hinreichend genau arbeitet. Ein Leckagewarner ist dafür nicht gemacht und dem entsprechend sind die Daten dafür kaum verwendbar.
Mit etwas Histogramanalyse kann man da schon zumindest die Dusche rausrechnen, mit einer zusätzlichen Analyse nach Tageszeit geht da sicherlich noch mehr. Noch besser für paar Tage vielleicht mit zwei Shelly Bottoms im Bad/WC für Toilettengänge, wenn es mit Sparspülung nicht so ganz klar ist. Hände Waschen kann man dann über die zeitliche Korrelation separieren. Der Grohe Sense Guard, den ich nutze, kann ja immerhin den Verbrauch soweit messen, daß er parametrisierbare ungewöhnlich hohe Verbrauche als Trigger zum Sperren nehmen kann und liefert einem auch Tages/Wochen/Monatswerte. Da ein etwas besseres Zählwerk zu verbauen und ein lokales API bereitzustellen, das man nicht nur alle 15 min abfragen darf, wäre jetzt sicherlich nicht Rocket Science …
Ja..ich sagte ja..mehr oder minder fehlerbehaftete Rechnerei, bei Dir wahrscheinlich eher minder fehlerbehaftet. Interessieren würde es mich dann aber, was Du mit all diesen Daten n a c h deren Auswertung anstellst. Nicht, daß ich Dein Vorhaben “torpedieren” will, es ist einfach eine Verständnisfrage. Wenn die Kiddys oder der Besuch länger unter der Dusche stehen bekommt man das eigentlich im Normalfall schnell mit. Nun könntest Du sicher herausbekommen, wieviel Liter die dann mehr benötigen zum duschen als Du selbst, aber was dann - eine Rechnung schreiben?
Bei Stromverbrauchern kann ich mir eher mögliche Szenarien vorstellen, weil eben einfach viel mehr elektrische Geräte im Haus installiert sind als Wasserentnahmestellen. Da summieren sich die Stand-by-Verbräuche schnell mal zu unerwünschten Mengen auf.
Darum gehts mir überhaupt nicht. Was ich daraus lernen will, hab ich ja oben geschrieben: Wieviel Wasser könnte ich sparen, wenn die Toiletten anderweitig als mit Trinkwasser versorgt werden und wieviel könnte da ggf. von der Dusche kommen (auch wenn da natürlich dann einiges an Bastelei für die Aufbereitung nötig wäre und ein fall back) wenn deren Wasser getrennt in den Keller geführt würde.