Paperless-ngx Netzlaufwerk Proxmox

Hallo zusammen,
hatte paperless-ngx als AddOn in HA laufen. Hier konnte ich einfach ein Netzlaufwerk im Windows Explorer hinzufügen und alle Dokumente verwalten (konnte wenigstens auch sehen wo die Originalen liegen)
Bin jetzt auf Proxmox umgestiegen und paperless läuft separat. Leider bekomme ich es nicht hin, diesen LXC als Netzlaufwerk zu verbinden.
Ist dies überhaupt möglich?

VG Alex

Das Problem wird sein das du dein LXC als unprivilegierten Container installiert hast. Damit ist kein Samba oder nfs möglich. Du kannst ihn über die Konfigurationsdatei umstellen, oder einfacher das Backup vom LXC zurückspielen und den Haken bei unprivilegierter Container rausnehmen. Danach Samba nachinstallieren und entsprechend freigeben.

Danke für den Tipp, werde ich versuchen.
Aber was meinst Du mit Samba nachinstallieren?
Sorry, bin immer noch am üben mit allem :frowning:

Moin,

UNIX Unterricht :slight_smile:

Unter UNIX ist NFS der Standard, um Laufwerke andern UNIXen zur Verfügung zu stellen, als KleinWeich kam, haben die alles anders gemacht und statt auf NFS zu setzen haben die Windows Shares eingeführt, mit der Zeit wurde das so wichtig, dass in UNIX eine Möglichkeit geschaffen wurde, um darauf zuzugreifen CIFSund auch Software geschrieben wurde, damit aus UNIX Laufwerke so freigegeben werden konnten, dass KleinWeich sie einbinden konnte SAMBA/SMB.

Wenn Du also aus Linux ein Verzeichnis in KleinWeich einbinden möchtest, muss ein SMB/Samba Server laufen und konfiguriert sein, danach kannst Du wie vorher auch im Explodierernach den Laufwerken/Verzeichnissen suchen und einbinden.

VG
Bernd

Das Problem ist man kann das nicht so einfach in ein paar Sätze packen. Wie ist es installiert? Zum Beispiel als Docker oder direkt in die LXC? Der LXC muss ein privilegierter Container sein. Wenn du eine VM installiert ist Samba direkt möglich. Du kannst aber auch einen Share direkt in Proxmox erstellen und dann in den LXC einbinden, dann wäre privilegierter Container egal.

Glaube bei dem Thema bist du mit Google und dem Proxmox-Support-Forum besser aufgehoben. Aber es ist auf jedenfalls alles etwas komplexer als mit Addons in HA.

Viele Wege führen nach Rom.

Bei mir sind alle Dokumente im LXC. Da ich auch ein Fan von Docker bin, betreibe ich Docker Container im LXC. Mir gefällt die einfache und unkomplizierte Docker-Umgebung. Es ist einfach zu installieren und läuft normalerweise ohne Probleme. Ich sehe keinen Vorteil in einer Verknüpfung, wenn ich über die GUI und die Metadatensuche schneller ans Ziel komme. Außerdem ist das System in sich geschlossen und daher wenig störanfällig. Wenn der Share/Disk ausfällt, startet der Paperless Container nicht. Ich finde es besser, wenn ich dann ein Backup des LXC mache. Damit umgehst du auch das Thema Berechtigungen. Da musst du dem Ordner 777 geben und das ist eigentlich nicht so schön.

Das einzige, was ich gemacht habe, ist den Consumer-Ordner zu verlinken. Dazu habe ich die Freigabe in der Config-Datei auf dem PXM-Host eingerichtet und an den Paperless LXC weitergeleitet. In meinem Fall handelt es sich um eine SSD.

Konkret würde das so aussehen:

nano /etc/pve/lxc/104.conf

und dann folgendes einfügen:

mp0: [Pfad auf dem Host],mp=[Pfad auf dem LXC]
mp0: /mnt/pve/Extern_3/Storage/Paperless/import/,mp=/mnt/Paperless_Import

Wie gesagt, wenn die Platte spinnt, hast du das Problem, dass Paperless dann nicht mehr startet oder Fehler produziert.

Eine andere und einfachere Möglichkeit wäre Syncthing auf dem LXC zu installieren und die gewünschten Ordner mit anderen Rechnern zu synchronisieren. So kannst du selbst entscheiden, welche Ordner du wie synchronisieren möchtest.

Danke für die ganzen Infos. Wird wahrscheinlich was größeres für mich als Laie :wink: aber dann lernt man wenigstens immer etwas :wink:

Wenn du Fragen hast, einfach melden. :slight_smile:

Danke :slight_smile: dachte eigentlich nicht, dass alle so kompliziert ist.
Wollte ja eigentlich nur meine gescannten pdf sehen (im Windows Explorer) das ich im Notfall noch an die Originalen Dokumente komme.

Moin,

Ist es nicht, das sind nur drei Schritte

  1. SMB im LXC installieren
  2. die Konfiguration anpassen
  3. den Dienst starten

Da ich nicht weiß, wie Du paperless-ngx und unter welcher Distribution Du das installiert hast, nur mal als Beispiel:
Zu 1.

# sudo apt install samba

Zu 2.

# sudo nano /etc/samba/smb.conf
[global]
workgroup = WORKGROUP
server string = paperless
security = user
create mask = 644
directory mask = 2755

[Consume]
comment = Paperless Cunsume Share accessible by paperless
path = /var/lib/paperless/consume
valid users = paperless @paperless
force group = +paperless
public = no
writable = yes
create mask = 640
directory mask = 2775
printable = no
write list = @home

[originals]
comment = Paperless Originals PDF Share accessible by paperless
path = /var/lib/paperless/media/documents/originals
valid users = paperless @paperless
force group = +paperless
public = no
writable = no
create mask = 640
directory mask = 2775
printable = no
write list = @home

Zu 3.

# sudo systemctl enable samba.service
# sudo systemctl start samba.service

Das sollte es gewesen sein, wenn ich heute noch zeit habe, dann schreibe ich auch noch etwas zu den einzelnen Parametern in der smb.conf.

Du kannst Dich aber auch hier schlau lesen

VG
Bernd

P.S.: Das muss ich noch los werden, nicht UNIX ist kompliziert, sondern KleinWeich hat alles verkompliziert, weil es immer wieder das Rad neu erfindet :wink:

Morgen, und Danke für Deine Hilfe. Mal schauen ob ich mit den ganzen Befehlen klar komme :wink:
Habe paperless mit dem helper.scripts installiert.

Moin,

Ok, dann ist das Debian und die Befehle sollten so weit stimmen, nur sudo musst Du am Anfang nicht tippen, da Du ja schon root bist, wenn Du Dich anmeldest.

Ich habe nur gerade keine Zeit, komme erst heute Abend wieder dazu, noch etwas mehr zu den einzelnen Befehlen und der Konfiguration zu schreiben.

VG
Bernd

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Danke Bernd :pray: für Deine Hilfe

Moin,
ich zitiere mich mal selber, @harryp ich weiß, dass ich Bearbeiten kann, ich wollte aber meine Erklärung zu den Befehlen separieren.

Der Befehl sudo apt install samba wird verwendet, um das Samba-Softwarepaket auf einem Debian-basierten Linux-System wie Ubuntu oder Debian zu installieren. Samba ist eine Open-Source-Implementierung des SMB/CIFS-Protokolls, die die gemeinsame Nutzung von Dateien und Druckern zwischen Windows-, Linux- und macOS-Systemen ermöglicht.

Aufschlüsselung des Befehls:

  • sudo: Dieser Befehlsvorfix gibt an, dass der Befehl mit Administratorrechten ausgeführt werden soll. Dies ist für die Installation von Softwarepaketen erforderlich, da hierfür Systemdateien geändert werden müssen.
  • apt: Dies steht für “Advanced Package Tool” und ist der Paketmanager, der von Debian-basierten Systemen verwendet wird. Er ist für die Installation, Aktualisierung und Entfernung von Softwarepaketen verantwortlich.
  • install: Dies ist der Unterbefehl von apt, der ihm anweist, ein Paket zu installieren.
  • samba: Dies ist der Name des zu installierenden Softwarepakets. In diesem Fall ist es das Samba-Serverpaket.

Was passiert, wenn Du den Befehl ausführst:

  1. Wenn Du sudo apt install samba ausführst, prüft Dein System zunächst, ob das Samba-Paket bereits installiert ist. Wenn dies nicht der Fall ist, werden die Paketdateien aus den entsprechenden Paketquellen heruntergeladen.
  2. Sobald der Download abgeschlossen ist, werden die Paketdateien extrahiert und der Installationsprozess beginnt. Dazu gehört das Kopieren von Dateien an die richtigen Stellen, das Konfigurieren von Systemeinstellungen und das Erstellen erforderlicher Verzeichnisse oder Symlinks.
  3. Nach Abschluss der Installation wird der Samba-Dienst gestartet. Dies bedeutet, dass der Samba-Server jetzt läuft und bereit ist, Verbindungen von anderen Computern anzunehmen.

Zusätzliche Hinweise:

  • Der Befehl apt install löst Abhängigkeiten automatisch auf, d. h. er installiert auch alle anderen Pakete, die für die ordnungsgemäße Funktion von Samba erforderlich sind.
  • Sobald Samba installiert ist, kannst Du es konfigurieren, um bestimmte Ordner auf Deinem System freizugeben. Du könntest auch Samba-Benutzer erstellen und deren Berechtigungen festlegen.
  • Weitere Informationen zur Verwendung von Samba finden Du in der Samba-Dokumentation oder in Online-Tutorials.

Erklärung des Befehls sudo nano /etc/samba/smb.conf

Der Befehl sudo nano /etc/samba/smb.conf dient dazu, die Samba-Konfigurationsdatei auf einem Linux-System mit dem Texteditor nano zu bearbeiten. Samba ist eine Open-Source-Implementierung des SMB/CIFS-Protokolls, die die gemeinsame Nutzung von Dateien und Druckern zwischen Windows-, Linux- und macOS-Systemen ermöglicht.

Die Aufschlüsselung des Befehls:

  • sudo: Dieses Präfix weist darauf hin, dass der Befehl mit administrativen Rechten ausgeführt werden soll. Dies ist für die Bearbeitung der Samba-Konfigurationsdatei notwendig, da es sich um eine Systemdatei handelt.
  • nano: Dies ist der Name des Texteditors, der zum Bearbeiten der Datei verwendet wird. nano ist ein beliebter Texteditor für Linux-Systeme, der für seine Benutzerfreundlichkeit und grundlegenden Bearbeitungsfunktionen bekannt ist.
  • /etc/samba/smb.conf: Dies ist der Pfad zur Samba-Konfigurationsdatei. Das Verzeichnis /etc enthält typischerweise Systemkonfigurationsdateien, und das Unterverzeichnis samba beherbergt Samba-spezifische Konfigurationsdateien. Die Datei smb.conf ist die Hauptkonfigurationsdatei für den Samba-Server.

Was passiert bei der Ausführung des Befehls:

  1. Wenn Du sudo nano /etc/samba/smb.conf ausführst, wird der nano-Texteditor mit dem Inhalt der smb.conf-Datei geöffnet.
  2. Du kannst nun die Navigations- und Bearbeitungsbefehle in nano verwenden, um den Inhalt der Datei zu ändern. Zu den gängigen Befehlen gehören:
    • und : Bewegen Du sich um eine Zeile nach oben oder unten.
    • und : Bewegen Du sich um ein Zeichen nach links oder rechts.
    • Ctrl+A: Bewegen Du sich an den Anfang der Zeile.
    • Ctrl+E: Bewegen Du sich an das Ende der Zeile.
    • Ctrl+B: Bewegen Du sich auf die vorherige Seite.
    • Ctrl+F: Bewegen Du sich auf die nächste Seite.
    • i: Wechseln Du in den Einfügemodus, um neuen Text einzugeben.
    • o: Öffnen Du eine neue Datei zum Bearbeiten.
    • w: Speichern Du die Änderungen an der aktuellen Datei.
    • Ctrl+X: Beenden Du nano.
  3. Nachdem Du die gewünschten Änderungen an der smb.conf-Datei vorgenommen hast, sollten Du die Änderungen speichern und nano beenden. Die Änderungen werden dann nach einem Neustart des Samba-Dienstes wirksam.

Zusätzliche Hinweise:

  • Es ist wichtig, die ursprüngliche smb.conf-Datei vor dem Bearbeiten zu sichern, falls Du zur vorherigen Konfiguration zurückkehren musst.
  • Die smb.conf-Datei ist im Klartextformat, so dass Du sie mit jedem Texteditor lesen und bearbeiten kannst. nano ist jedoch aufgrund seiner Einfachheit eine beliebte Wahl für Anfänger.
  • Weitere Informationen zur Samba-Konfigurationsdatei und ihrer Syntax finden Du in der Samba-Dokumentation oder in Online-Tutorials.

Erklärung der smb.conf Datei

Die smb.conf Datei konfiguriert einen Samba-Server auf einem Linux-System. Samba ermöglicht es Windows-Rechnern, auf Ressourcen des Linux-Systems zuzugreifen.

Aufbau der Datei:

  • Die Datei nutzt Abschnitte, die durch eckigen Klammern [] gekennzeichnet werden.
  • Der Abschnitt [global] definiert allgemeine Einstellungen für den gesamten Samba-Server.
  • Der Abschnitte [Consume] definieren eine Freigabe (Share), hier den paperless-ngx Consumer Ordner, in den Du dann PDFs ablegen kannst, die dann paperless-ngx automatisch verarbeitet.
  • Der Abschnitt [originals] definieren eine Freigabe (Share), hier ist es der Ordner, in dem die Original PDFs liegen.

Globale Einstellungen:

  • workgroup = WORKGROUP: Legt die Arbeitsgruppe des Samba-Servers fest (hier WORKGROUP).
  • server string = paperless: Definiert den Namen des Servers, der in der Netzwerkumgebung von Windows-Clients angezeigt wird (hier paperless).
  • security = user: Legt die Sicherheitsstufe fest. Benutzer müssen sich authentifizieren, um auf Freigaben zuzugreifen.
  • create mask = 644 und directory mask = 2755: Bestimmen die Zugriffsrechte für neu erstellte Dateien und Verzeichnisse.

Freigabedefinitionen:

  • [Consume]: Definiert eine Freigabe namens “Consume”.

    • comment: Beschreibung der Freigabe (hier “Paperless Cunsume Share accessible by paperless”).
    • path = /var/lib/paperless/consume: Pfad zum Verzeichnis auf dem Linux-System, welches freigegeben wird.
    • valid users = paperless @paperless: Benutzer oder Gruppen, die auf die Freigabe zugreifen dürfen (hier der Benutzer “paperless” und die Gruppe “paperless”).
    • force group = +paperless: Stellt sicher, dass Dateien und Verzeichnisse der Gruppe “paperless” gehören.
    • public = no: Verhindert den anonymen Zugriff auf die Freigabe.
    • writable = yes: Erlaubt das Schreiben auf die Freigabe.
    • create mask = 640 und directory mask = 2775: Spezifizieren die Zugriffsrechte für neu erstellte Dateien und Verzeichnisse innerhalb der Freigabe.
    • printable = no: Deaktiviert die Druckfunktion für die Freigabe.
    • write list = @home: Erlaubt der Gruppe “home” das Schreiben auf die Freigabe (hier vermutlich für Backups o.Ä.).
  • [originals]: Definiert eine Freigabe namens “originals”. Die Konfiguration ähnelt weitestgehend der von “[Consume]”, jedoch mit folgenden Unterschieden:

    • Der Pfad zeigt auf ein anderes Verzeichnis (/var/lib/paperless/media/documents/originals).
    • writable = no: Schreibzugriff auf die Freigabe ist deaktiviert.

Zusammenfassung:

Diese Konfiguration ermöglicht es Computern mit Benutzern aus der Gruppe “paperless”, auf zwei Verzeichnisse des Paperless-Systems zuzugreifen:

  • “Consume”: Schreibbarer Zugriff zum Hinzufügen von Dokumenten.
  • “originals”: Nur Lesezugriff auf Original-PDFs.

VG
Bernd

P.S.: Wer glaubt, ich habe das alles selbst geschrieben, täuscht sich, das war eine KI :wink:

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WOW, danke an Dich und die KI :wink: ich werde mich daran versuchen :wink:

VG
Alex

Moin,

Na ja, geschrieben hatte ich das schon, hab die KI aber mal optimieren lassen, weil meine Formulierungen, mach mal etwas hölzern ist :slight_smile:

Eine Sache konnte die KI nicht wissen, ich habe die Pfade aus meiner Installation genommen, da ich aber kein Debian nutze und auch die Helferskripte nicht nutze, kann ich nicht sagen, ob die Pfade bei Dir passen, das musst Du mal selbst ermitteln, wo die bei Dir liegen.

VG
Bernd