Ja und Nein,
natürlich landen die Daten zuerst beim Proxy und Bruchteile später in der Growatt Cloud.
Du musst aber genau beachten, über was wir wann wie reden.
Du willst Echtzeitdaten, dann gibt es die via Modbus und ich vermute Solax Integration in HA (die ich nicht nutze) oder via Modbus in der Growatt Windows App namens Shinebus.
Jede Growatt Cloud Lösung ist meiner Meinung nach etwas anderes, denn das kleinste Intervall sind 60 Sekunden, die die Growatt können und damit ist der Wert, der da jede Minute kommt, eben auch der Mittelwert der letzten Minute davor oder fabrikseitig der letzten 5 Minuten davor.
Das ist aber weder bei 1 oder 5 Minuten LIVE.
Live ist die Zahl, die man im Display der SPH sieht, sagen wir nahezu, denn auch die hinkt schon etwas her, weshalb wir immer etwas “Bezug” haben, weil der Growatt zu spät die Leistung steigert und senkt im Grenzbereich. Zu spät heißt, da springt dann der Strom vom Netz rein und wir haben so tgl. 2 bis 3 kWh Bezug und das bei 40 kWh Einspeisung.
Sei es drum: Ich würde an Deiner Stelle alles provisorisch aufbauen und testen.
Wenn Du live willst, ist Grott die falsche Lösung, ob Grott Server besser ist, kann ich leider nicht sagen, weil ich das selber ewig nicht kapiert hatte, was da eigentlich wie Sache ist, denn im Geiste war für mich immer Grott ein server und wurde auch oft so bezeichnet, bis irgendwann mal einer erklärte, dass Johann “General Roadmap” an sich eine Version 3 vorsieht, wo man keine Growatt Cloud mehr bedienen muss, sondern seinen eigenen Growatt Server hätte. Dieser ist ja heute erforderlich. Fällt Growatt Server aus, also die Cloud, dann kriegen die Inverter ja keine Bestätigungen von ihrem Server, dass da gerade Daten von ihnen genliefert worden sind.
Genau diese Schwäche beseitigt dann Dein lokaler Grott Server 3.0 oder wie auch immer.
Hab ich keine Erfahrungen zu, kann ich sicher als “wünschenswert” erklären, aber jetzt nicht bewerten, ob ich das 1. mache und 2. will und 3. darüber auch Echtzeitdaten bekäme, denn am Ende wird es irgendein Intervall geben und damit Echtzeit nahe Daten.
Wie nah das gehen kann, weiß ich auch nicht, aber irgendwo stand mals was zu Modbus und Growatt und Regelung, dass dasoszuaagen 60 Hertz nicht erreichbar sei, weil der langsamer sei. 60 Hertz hieße 60x pro Minute Daten schieben.
Wenn ich mich so an meine Testzeiten erinnere mit einem 1 phasigen “Teilnetz” mit dem Easten SDM630 im Raum und eigenen Lasten, wo ich dann Glühbirne 100W zuschalten konnte und der SDM630 dann sinngemäß 100 W Last erkannte und aus der Batterie nachllieferte und ich damit dann über Stunden mit 300 W Baustrahler die Batterie leeren konnte, habe ich diese Regelungsträgheit “sehen” können und ich meine Werte von 30 Hertz erkannt in dem Sinne, dass ich in 1 Minute 30 verschiedene Power Werte an einem String gesehen habe, aber nicht mehr.
Zeitnäher wirst Du also nicht kommen und wenn man sich dann mal geistig vorstellt, dass die Modbus Kommunikation auch eine Buskommuniation ist, wo noch 5 andere Geräte ihre Werte liefern können, macht das Sinn.
Zu Ende gedacht SDM 630 — modbus — Growatt Display kann man dann auch verlängern mit
SDM 630 – modbus – HA modbus Proxy Pi - Growatt Display
und einer “Stichleitung” entweder vom Poxy Pi oder dem 2. RS Port zum Laptop mit der ShineBus Software von Growatt, die eben Echtzeit Daten zeigt und damit das Display am Gerät ersetzt.
Dort kannst Du auch die Regelung schön sehen, weil dort
Batterie und PV und Netz sowie der WR und SDM live die Daten ändern, wenn auch nur alle 2 bis n Sekunden.
ABER ACHTUNG, damit mein ich großes ACHTUNG!
Es gibt im Bereich EVCC ein Thema, was ich mal “Aufschwingen” nenne, weil man ein zu kurzes Aktualisierungsintervall nutzt in evcc.
EVCC selber nennt ich meine 30 Sekunden oder 20 Sekunden und in unserer Testphase habe ich daran natürlich auch gedreht und war mal so bis auf 6 oder 8 Sekunden runter.
Diese 6 oder 8 Sekunden hatte ich davor bereits mit der Growatt Windows Modbus Software Shinebus gesehen, weil ich im Geiste 1 und zwangzig, 2 und zwanzig … 6 und zwanzig zählen konnte, bis sich in der Software die Werte aktualisieierten. Daher war für mich immer die 6 Sekunden so eine Art Untergrenze.
Bei evcc gibt es ab “fabrik” sozusagen eine Aktualisierung alle 30 Sekunden, es tut sich also was, aber eben nur alle 30 Sekunden. Dazu steht in der Doku und an anderen Stellen auch die Warnung, dass kürzere Werte ein Aufschwingen zur Folge haben können. Ich meinde, dass das u.a. im Log steht, wenn man evcc startet und der zu kleine Aktualisierungswerte erkennt.
Ich habe damit schon gespielt, habe zeitweise nicht so schönes Regeln “empfunden” (also gefühlt lief es schlechter, aber ich kann es nicht greifbar machen wie 30% zu viel von was auch immer) und bin wieder weg von 6 / 8 /12 /15 zu ich meine 20 Sekunden gegangen. Schnell genug für mich, um die ANzeige und die Änderungen in dann sagen wir 18 verbleibenden Sekunden zu verdauen, wenn sich zeitgleich bei evcc 4 oder mehr Werte ändern.
Sind die Intervalle kürzer, kam es mir so vor, dass ich öfter eher unlogisch bis völlig unlogische Werte oder Spitzen und Ausreißer sah verglichen mit dem eingeschwungenen 20 oder 30 Sekunden Intervall. Und das war pure modbus Kommunikation, ich meine auch komplett unabhängig von der Cloud, weil selbst bei abgezogenem Internet Kabel sich nix veränderte.
Wie gesagt, es ist schon schwer, die Tiefe und Breite immer vollständig vor Augen zu haben und die Abhängigkeiten zu behalten.
Nie verrgessen: fällt Dein Grott Addon mal aus oder ist noch nciht gestartet, dann werden Anfragen mit Änderungen der Settings via Shine App vom Handy oder Browser auch mit komischen Fehler zurückgeworfen, weil ja das Feedback vom Grott noch fehlt, weil das Addon noch nicht gestartet ist oder als mein Grott zuallersrst auf einem Extra Pi einzeln lief einfach gar nicht antwortete, weil der Pi mit Wackelkontakt im Netzteil ausgefallen war. Hat echt gedauert, damals dann dahinter zu kommen. Aber auch bei EVCC hab ich den gleichen Weg über einzelnen Pi als Server gewählt und später die dann laufende Konfiguration vom Einzel Pi auf HomeAssistant Pi 4 portiert und die Hardware wieder frei gemacht. .
Bei Deinen Zeichnungnen hab ich jetzt nicht geschaut. Pass nur auf, die Grott Teile richtig zu benennen, denn es gibt ja viele Wege nach Rom wie Grott HA integration , also den AUfsatz von Chris aka muppet3000, der die Sensoren erzeugt, während ich meine Etienne aka egguy verantworltlich ist für die Entwiclklung und Unterhalt des Grott HA Addons und seiner Sensoren Integration.
Was mir nur wichtig(er) wird und Du dann auch bald missen wirst, das ist die direkte Steuerung von Parametern im Growatt via Modbus von HA aus.
Für mich ist das ganze Thema wie ein Schleudertrauma, weil Du fürchterlich iaufpassen musst, wer von denen welchen Teil beisteuert und wie sie ihr Kind nennen. Da muss was einheitliches Herr und Johann für eine gerade Linie sorgen, an die sich alle halten und vor allem auch die Release Versionen, dass man auf einen Blick weiß, wie nach man an Johans Original ist oder wie weit zurück liegt mit dem Release, was man selber fährt.
Und ganz unabhängig davon gibt es dann noch die geflashten Sticks ohne Cloud und was auch immer, wo meistens ein 2. Stick gekauft und bereitgestellt wird, um von A auf B zu wechseln , auch wenn man Growatt Fernsupport will oder Fragen hat, die man mit geflashtem Stick vergessen kann.
Ich hab hier halt 8 Kisten laufen oder in Betreuuung und da ist jede Änderung immer wieder auch mit dem Faktor 8 und Zeit zu bewerten, was sich wie lohnt oder man lieber auslässt, auch weil neue Versionen dann mal Fehler haben können, wo ich beim Rollout von 8 gerade fertig bin und dann 8x hinterherrennen darf (das war aber selten wie zuletzt, als Growatt mal unsere IP im Grott überschrieb). Ansonsten ist grott ja nur die 1 Installation.
ABER: ich bin aktuell “gedanklich” dabei , dass tatsächlich alle 8 verteilten Wechselrichter über einen gut 40 m langen Modbus (2 Kabel vom LAN Kabel immer von Gerät zu Gerät verlängert) zu vernetzen, also 1 Modbus für Eastron 630 via Proxy zum Growatt SPH Hybriden und alle 7 anderen auf einem 2. Modbus mit 2. RS485 to USB Adapter.
Aber aktuell sind meine ersten Ziele, die 4er Kette von eastron SDM72 zum Reden zu bewegen auf meinem HA Testserver, bevor ich ein 30m Kabel gen Hybriden lege, danach dann der Umzug von Test auf HA Produktivserver.
Darauf folgt dann der Testaufbau 2, 3 und dann 4, 5, 6 und 7 Growatt Wechselrichter in einem 2. Modbus in einer Demo HA Instanz, ob das geht und vor alem wie und mit welchen Vorteilen.
Schließlich steht dann noch mein Umbau an, das ich mein HA Pi in die Mitte zwischen Eastron SDM630 und Growatt SPH rückt und mit modbus Proxy arbeitet, weil ich erst dann am Growatt SPH einen freien Modbus Port bekomme, wo ich mit Windows Shinebus App wieder die App in Betrieb haben kann.
Wie gesagt, die Skizze zeigt meine Endausbaustufe oder Vision, weil mir beim Aufbau Architekturwissen fehlte bzw. Erfahrung.