Wie wichtig sind euch lokal steuerbare Geräte?

Ich habe nach einem Umzug und dem Wechsel von einem Nuki 2.0 auf ein Nuki 3.0 Pro schmerzhaft feststellen müssen, dass die integrierte WLAN Funktion auf einer Cloud Verbindung beruht und das Gerät die WLAN Verbindung selbsttätig abbricht, sobald es keine Internetverbindung bzw. Verbindung zu den Cloud Servern gibt.

Damit sind Dinge wie die mqtt Anbindung an HA, die ebenfalls nicht funktioniert, ziemlich witzlos. Seitdem Battle ich mich im Nuki Developer Forum ein wenig mit Nuki selbst, was inzwischen dazu geführt hat, dass meine Beiträge kommentarlos gelöscht werden, weil offensichtlich unbequem. :wink:

Und nachdem dieses Verhalten lt. Nuki weder ein Bug noch ein Feature ist, auch wenn es ursprünglich als Feature (stromsparen) entwickelt worden sein soll…

Wie wichtig ist es euch, dass eure IoT Geräte (ausschließlich) lokal funktionieren?
Ich bin inzwischen auf Omada umgestiegen, um alle IoT Geräte in ein eigenes VLAN ohne jeglichen Internetzugriff verbannen zu können.

Ich kenne jedoch auch Menschen, die viele Sachen auf Automationen von Alexa & Co aufbauen und somit (unbewusst) dauerhaft vom Anbieter abhängig sind.
Wenn ich überlege, dass ich mit Homematic IP angefangen habe und lange tado verwendet und in Thermostate sehr viel Geld investiert habe, kann ich mich (für die Vergangenheit) jedoch auch nicht davon lossprechen.

Wie seht ihr das?
Vertraut ihr auf die Cloud und darauf, dass die Anbieter schon euer bestes im Sinn haben werden? Macht ihr euch bislang gar keine Gedanken darum? Oder fehlen euch manchmal Ideen / Möglichkeiten Dinge lokal zu steuern?
Oder kappt ihr ebenfalls alle Verbindungen, wenn nur irgend möglich?

p.s. mein Nuki hängt jetzt an einem ESP Hub, womit ich es lokal über mqtt ansteuern kann, ohne Cloudzwang. Dafür hätte es aber auch das 2.0 getan und definitiv kein Pro gebraucht… :wink:

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Am Anfang habe ich da noch nicht drauf geachtet, aber inzwischen achte ich drauf das es lokal ist.
Gab ja grad erst mit MyQ wieder ein Beispiel das man auf die Cloud verzichten sollte.

LG

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Mir ist das auch sehr wichtig damit wir nicht im dunklen/kalten sitzen wenn das Netz ausfällt. Die Cloudlosigkeit stelle ich im Zweifelsfall auch selber her indem ich Tasmota auf eine WLAN-Steckdose flashe. Leider hat Tuya vor einiger Zeit einen noch günstigeren Chip als den ESP gefunden und da geht das nicht mehr. Für einige gibt es dann noch OpenBeken.
Leider will die Heizung ins Netz um per App gesteuert zu werden und ich muss meine eigenen Daten per App wieder zurückholen. Immerhin könnte man die über den Bildschirm direkt am Gerät steuern. Die Daten werden per verschlüsseltem MQTT an den Herstellerserver gefunkt.

Danke für den Tipp mit Nuki! Ich hatte es so verstanden dass das Nuki3 Pro direkt per WLAN an MQTT angeschlossen werden kann. Also an den lokalen Broker.

Ist fuer mich essentiel. Am Anfang war mir das egal bzw ich unwissend. Inzwischen muss es lokal betrieben werden koennen ohne Cloud, ansonsten ist es es ja irgendwann Elektroschrott. Shelly haben Cloud als Option, gehen aber zeitgleich auch nur lokal. Das ist OK.

Bei mir war das so ziemlich der ausschlaggebende Grund, weshalb ich HA installiert habe. Und nicht mal zwingend, weil man befürchten muss, dass da mal irgendwas nicht mehr geht, sondern vielmehr, weil ich ein System haben will, dass ich auch irgendwo betreiben kann, wo kein Internet verfügbar ist.

Wichtig.
Wie vielleicht einige hier fand ich es doch ganz praktisch das ein oder andere automatisch zu steuern. Ein Freund sagt A mach das Licht an. Praktisch. Aber. Gut wäre doch, wenn das nur in meinem Netz, also lokal, funktioniert und ich kein A oder G dafür brauche.
So bin ich auf HA aufmerksam geworden. Ich bin kein Spezialist und sehe mich hier absolut als Anfänger. Aber, wenn es draußen dunkel wird, ich in die Küche gehe und das Licht dank Bewegungsmelder automatisch angeht, klappt doch. Ganz lokal geht sicher nicht immer, je nachdem, was man möchte, aber die Prio liegt ganz klar darauf.

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Lokale Verfügbarkeit/lokale Steuerung ist bei mir für ALLE wichtigen Sensoren/Aktoren absolut unumgänglich.

Hierzu habe ich neben diverser USV’s auch beim Aufbau darauf geachtet, dass ich im Notfall (Internet Verbindung weg) noch alles lokal UND auch ohne Hilfe von HA steuern kann.

HA ist nicht wirklich dafür ausgelegt hochverfügbar zu sein.
Die vielen Abhängigkeiten bei diesem zentralen Ansatz sind mir zu kritisch, dass ich mich auf HA verlasse.

Ich hoffe, dass die Entwickler von HA irgendwann mal dazu übergehen (neben einem Cold Standby Ansatz eines lokal gedoppelten Servers) auch eine Hochverfügbarkeit zu integrieren. Technisch wäre das relativ easy möglich.
Load Blancing wäre ein technischer Ansatz im LAN Umfeld. Dies ist aber rel. aufwändig und für eine Privatanwendung etwas oversized.
Aber mit einem Corum Ansatz in HA - der noch zu entwickeln wäre - könnte man eine Hochverfügbarkeit in HA integrieren.

Zwischenzeitlich sind bei mir weit über 1000 Indikatoren in HA vorhanden, die bei einem Ausfall von HA nicht wirklich lustig sind.

Noch eine Anmerkung von mir, ich gehe sogar soweit dass das lokale Gerät möglichst viel selber machen kann und nur noch Status an Homeassistent meldet aber auch von Homeassistent gesteuert werden könnte.
Ich habe viele Lichtschalter Shelly und die mit tasmota, der ist also immer lokal bedienbar.
Man kann tasten fürs Licht am Schalter. Oder eben wenn alles klappt auch aus Timbuktu per App :smiley:
Und durch lokale Sensoren, sofern man kann .