Wie überwacht ihr Heizungsdruck, Störungen und Wasserzähler?

Hallo zusammen,

ich entwickle gerade mit meinen Söhnen einen Prototypen und möchte vorher verstehen, ob das Problem bei anderen überhaupt existiert. Wir verkaufen noch nichts.

Unsere Frage: Wie bekommt ihr mit, wenn

  • der Wasserzähler dauerhaft läuft (z. B. defekter Spülkasten)?

  • die Heizung auf Störung steht?

  • der Heizungsdruck langsam fällt?

Habt ihr dafür schon eine Lösung, etwa Kamera am Zähler, Drucksensor, Bus-Adapter? Oder merkt ihr es erst, wenn es kalt wird oder die Abrechnung kommt?

Was hat euch bei vorhandenen Lösungen gestört?

Danke für ehrliche Antworten!

Naja, da gibt es bereits zahlreiche Lösungen, solche Fehler zu erkennen.

Zumal sicherlich für jedes Medium bzw. Zähler unterschiedliche Lösungsansätze zielführend sind.

Fazit:
Eine pauschale Antwort ist m.M.n. schwierig, Du müsstest schon detaillierte Lösungsansätze zur Diskussion stellen.

Da es weder bei Trinkwasser noch bei Heizungen einen Standardisierten Zugriff gibt, wird sowas immer individuell auf die Geräte abgestimmt.

Ich sehe da keinen Markt da es von interessierten jetzt schon einfach mit HA lösen lässt.

Wasserzähler im Haus über Zählermodul an KNX

Heizung im Haus über eigenes Modul (Optolink Viessmann, Bastellösung)
Wohnung 1 über App des Herstellers (Vaillant) und über HA
Wohnung 2 bisher noch keine Anbindung, dort läuft noch ein Basalte Server und das ist Pain in the …

Druckverlauf momentan nur in der Wohnung 1 über HA.

Nachtrag:
Ich sehe das wie harryp. Es gibt zig Hersteller und Systeme. Wie stellst du dir eine Lösung vor?

Im Haus ist ne Uraltheizung, die aber noch taugt, Die Anbindung aber nur mit einer Bastellösung gelungen ist. Elektrisch läuft KNX und sogar noch ein alter Timberwolf Server mit 1-wire, wem das noch was sagt… dazu mit einer selbsterstellten Visu.

In der Wohnung 1, eine Vaillant EcoTECplus Gastherme, elektro weitestgehend Shelly und Konsorten auf Bestandselektrik aufgesetzt und ein HA.

Wohnung 2 ist in einem MFH mit Zentraler Wärmepumpe, auf die man keinen Zugriff hat. Lediglich das Trinkwassermodul könnte man Datentechnisch irgendwie anzapfen und die Wärmemengenzähler. Elektrisch KNX und ein Basalte Server…

3 Wohnsituationen, 3 individuelle Lösungen…

Wir haben einen Wasserzähler mit wireless M-Bus. Ich hab vom Versorger den AES-Key bekommen und kann den über einen entsprechenden Empfänger jetzt mithören.
Eine nicht sauber abschließende Glocke im Spülkasten während wir im Urlaub waren haben wir damit im Energie Dashboard erkannt. Da sind permanent 10l/h weggelaufen.
Es gibt Absperrventile im Markt die diese Leckagen erkennen und dann reagieren. DAs kann man aber sicher auch ausrechen. Wenn die Flussrate zu lange zu nah am Durchschnitt der letzten 2h liegt zum Beispiel, dann lässt du dir einen Alarm schicken. DAs wollte ich auch noch programmieren.

Als Beispiel: Durchschnitt über die letzten zwei Stunden: 14l/h. Wenn du jetzt 15 Minuten lang Wasser mit 12l/h abnimmst →Alarm.

Unsere Heizung hängt (leider) in der Viessmann Cloud. Auch das will ich noch lokalisieren

Den Heizungsdruck korrigiere ich vor Beginn der Heizperiode beim entlüften der Heizkörper.

Danke euch für die ausführlichen Antworten, genau so etwas wollte ich hören!

Was mir beim Lesen auffällt: Ihr habt alle eine Lösung, aber jeder eine andere. KNX-Zählermodul, Bastellösung an der Heizungsschnittstelle, Hersteller-App mit Cloud, Funk-Wasserzähler mit Schlüssel vom Versorger. Und bei der Wohnung im Mehrfamilienhaus gibt es gar keinen Zugriff. Das deckt sich mit dem, was ihr schreibt: Es gibt keinen einheitlichen Zugang zu Heizung und Zähler.

Genau da setzt unser Ansatz an. Wir versuchen gar nicht, uns in die jeweiligen Systeme einzuklinken, sondern lesen von außen ab, was ohnehin sichtbar ist:

  • am Wasserzähler das Sternrad bzw. die Ziffern

  • an der Heizung Störungslampe und Display

  • am Manometer die Zeigerstellung

Optisch per Kamera, ausgewertet lokal auf dem Gerät, Ausgabe nur als Zustand an Home Assistant, keine Cloud, keine Bilder nach außen. Für euch als Bastler ist das vermutlich nichts Neues, AI on the Edge macht etwas Ähnliches für Zähler. Unser Ziel ist eher, dass es auch Leute ohne Bus-Zugang, ohne Schlüssel vom Versorger und ohne Lust auf Bastelei nutzen können.

Drei Fragen, bei denen ihr mir mit eurer Erfahrung richtig helfen würdet:

  1. Hättet ihr so etwas genutzt, bevor ihr eure eigene Lösung gebaut habt? Oder ist der Weg über die Schnittstelle immer besser, wenn es sie gibt?

  2. Was wäre für euch ein K.-o.-Kriterium? Einrichtungsaufwand, Zuverlässigkeit, Kamera im Keller, Stromversorgung?

  3. Zur Leckerkennung: Danke für die Idee mit der Flussrate gegenüber dem 2-Stunden-Durchschnitt! Wir überlegen zusätzlich, pro Tag die längste Zeit ohne jeden Durchfluss zu messen. Ein dichter Haushalt hat jeden Tag Stunden mit null Verbrauch, ein laufender Spülkasten nie. Seht ihr da einen Haken?

Und noch eine Frage an alle, die den Druck einmal im Jahr korrigieren: Hattet ihr schon mal einen Druckabfall, der euch überrascht hat?

Wir verkaufen wie gesagt noch nichts, ich möchte vor allem verstehen, wo wir falsch liegen.

Wie so häufig- kommt drauf an…

Gehe ich mal von meinen Einbaupositionen aus., bräuchte ich im Haus 3 Geräte aufgrund der räumlichen Trennung. Für den Wasserzähler wurde es ein Aufsatz des Herstellers. Passgenau, abgestimmt mit S0 Schnittstelle. Bringt die Impulse sauber auf eine Schnittstelle und auf den KNX Bus.

Selbiges für den Gaszähler. Passender Reed-Kontakt und ab auf S0 und KNX.

Elektro wurden damals auch Zwischenzähler mit S0 Ausgang. Reicht völlig im Privathaushalt (ok nicht für jeden, aber wahrscheinlich 95% der Nutzer). Außerdem gab es damals nicht viel Auswahl. Das Enertex Smartmeter kam grade raus und dann gab es noch ein anderes, preislich aber jenseits von…

Bleibt die Heizung. Die war damals schon älter und vom Hersteller gab es nur ein relativ teures Gateway. Hab mir dann selbst eins zusammengelötet und wesentlich mehr aus der Anlage ausgelesen, als nur Störung. Lief zu Anfang auf einem “Wiregate”, dann auf dem “Wolf”.

Kameraerfassung war früher mies und mag heute besser funktionieren.

Bleibt letztlich die Anbindung an den HA

Im Haus mag es funktionieren. Alles im Keller, Altbau dürfte funktechnisch klappen. Über Stockwerke brauchen wir da nicht reden. Ist zum Teil Fachwerk und irgendwann kam wohl jemand auf die gloreiche Idee Hasendraht als Putzarmierung zu verwenden. Selbst WLAN war da spannend… Mit Unifi und einem AP pro Etage ging das dann…

Eine Wohnung ist in der 3. Etage. Sämtliche Zähler im Keller. WLAN, Zigbee, kann man alles knicken… Also brauchte es einen Schelly in der UV, den Gasverbrauch haut die Vaillant Anbindung der Heizung mit raus. Wasser wird nicht gemessen. Wird Anteilig auf die Wohnungen berechnet und bringt so nur bedingt Mehrwert…

Die andere Wohnung hat auch von Haus aus keinen Zugriff auf die Zähler. Ist ein moderner Bau mit armierter Betonwanne. Funktechnisch ebenso Katastrophe. Zudem sind Zähler und Heizanlage in verschlossenen Räumen und nicht zugänglich. Bleiben also auch nur Zwischenzähler in der Wohnung…

Für mich als derzeit eher keine Option.

Ihr liegt schon bei den Vorstellungen falsch, viele Heizungen haben garkeine offene Druckanzeige,Störungsleuchten oder displays mehr und selbst wenn wie wollt ihr das Gerät befestigen?

Warum sollte jemand der HA benutzt ein extra Gerät kaufen das er irgendwie an die Heizung basteln muss zum benutzen, statt eines Busanschlusses oder einer lananbindung.

Beim Wasserzähler gilt dasselbe , ein esp mit einem Reedkontakt liest die meisten Wasserzähler aus, gibt es sogar fertig zu kaufen.

Gaszähler und Stromzähler gilt dasselbe.

Wo würde der Vorteil euer Lösung sein ?

Genau die genannten Punkte sind eigentlich der Grund, warum ich über so eine Lösung nachdenke.
Ich möchte damit ausdrücklich nicht KNX, M-Bus, S0, Hersteller-Gateways oder Home Assistant ersetzen. Wer bereits Zugriff auf den Bus seiner Heizung hat, einen Reedkontakt am Zähler betreibt und alles sauber in HA integriert hat, braucht so etwas vermutlich tatsächlich nicht.
Die Idee richtet sich eher an die vielen Fälle dazwischen:
Eine ältere Heizung hat zwar eine Anzeige, aber keine sinnvoll nutzbare Schnittstelle.
Ein Gerät steht in einem Mietobjekt und man darf oder möchte elektrisch nichts verändern.
Bei einem Zähler wäre theoretisch eine Schnittstelle vorhanden, aber man benötigt wieder einen speziellen Adapter, Schlüssel, Bus-Empfänger oder Herstellerlösung.
Oder der Nutzer möchte schlicht keine fünf verschiedenen Lösungen für Wasser, Heizung und andere Geräte aufbauen.
Mein Ansatz wäre deshalb bewusst hersteller- und protokollunabhängiger.
Das Gerät soll nach Möglichkeit nicht versuchen, intern mit der Heizung oder dem Zähler zu kommunizieren, sondern das auswerten, was ein Mensch ebenfalls von außen erkennen kann. Beispielsweise Zustände, Anzeigen, Veränderungen oder ungewöhnliche Verläufe. Dadurch wäre nicht für jeden Hersteller eine eigene Busintegration notwendig.
Auch die Befestigung ist ein wichtiger Punkt. Ich denke dabei gerade nicht an Bohren oder einen festen Umbau der Anlage, sondern an eine möglichst reversible Befestigung, sodass das Gerät bei Bedarf einfach wieder entfernt oder an einer anderen Stelle eingesetzt werden kann.
Das Thema Funk sehe ich ebenfalls. Genau deshalb würde ich mich nicht darauf verlassen wollen, dass jedes einzelne Gerät zwingend WLAN bis zum Zähler benötigt. Keller, Stahlbeton und mehrere Etagen sind in der Praxis nun einmal Realität.
Der eigentliche Vorteil wäre für mich daher weniger:
„Wir können einen Wasserzähler auslesen.“
Das können andere Lösungen bereits sehr gut.
Sondern eher:
Ein möglichst einfaches System, das an sehr unterschiedlichen bestehenden Geräten nachgerüstet werden kann, ohne deren Elektronik anzufassen und ohne dass der Nutzer zuerst herausfinden muss, welches Protokoll, Gateway oder Spezialmodul sein konkretes Gerät benötigt.
Ob das am Ende einen ausreichend großen Markt hat, ist genau das, was ich gerade herausfinden möchte. Deshalb sind eure Gegenargumente sehr hilfreich.
Gerade interessant wäre für mich deshalb:
Gibt es bei euch irgendein Gerät oder einen Messwert im Haus, den ihr heute gerne überwachen würdet, den ihr aber wegen fehlender Schnittstelle, Aufwand oder räumlicher Situation bisher nicht eingebunden habt?
Das wäre für mich wesentlich interessanter als die Fälle, die mit KNX, M-Bus, S0 oder HA bereits perfekt gelöst sind.