SMHUB Nano
Der SMHUB Nano (speziell das Modell MG24) von SMLIGHT ist ein ultrakompakter, Linux-basierter Smart-Home-Hub, der als Brücke zwischen verschiedenen Protokollen und Plattformen dient. Er richtet sich vor allem an Nutzer, die eine stabile, lokale und cloudfreie Steuerung suchen.
Hier sind die wichtigsten Details im Überblick:
1. Das „Gehirn“: Integriertes Linux-System
Im Gegensatz zu einfachen Zigbee-Sticks ist der SMHUB Nano ein eigenständiger kleiner Computer. Er nutzt SMHUB-OS (ein schlankes Linux) und führt wichtige Anwendungen direkt auf der Hardware aus:
● Zigbee2MQTT: Er fungiert als vollwertiger Zigbee-Koordinator.
● Mosquitto MQTT: Ein lokaler Broker zur Datenverteilung.
● Matterbridge: Erlaubt es, Zigbee-Geräte direkt in Matter-Ökosysteme wie Apple Home oder Google Home einzubinden – ohne zusätzliche Bridge des Herstellers.
● Node-RED: Ermöglicht komplexe lokale Automatisierungen direkt auf dem Gerät.
● WireGuard & Tailscale: Für einen sicheren VPN-Fernzugriff.
2. Hardware & Konnektivität
Das Gerät ist klein, lüfterlos und bietet eine beeindruckende Ausstattung für seine Größe:
● Funkmodul: Basiert auf dem leistungsstarken EFR32MG24 Chip (unterstützt Zigbee 3.0, Thread und Matter).
● Netzwerk: Ethernet-Anschluss (10/100 Mbps), Wi-Fi 6 (Dualband 2,4/5 GHz) und Bluetooth.
● Stromversorgung: Flexibel über USB-C oder optional über PoE (Power over Ethernet), was die Platzierung an Wänden oder Decken erleichtert.
● Erweiterbarkeit: Besitzt einen microSD-Slot für Logs/Backups und einen USB-Port für zusätzliche Dongles (z. B. für Z-Wave).
3. Die wichtigsten Vorteile
● Lokale Kontrolle: Keine Cloud-Abhängigkeit. Wenn das Internet ausfällt, laufen deine Automatisierungen (via Node-RED) einfach weiter.
● Flexibilität: Du kannst ihn als reinen “Funk-Empfänger” für Home Assistant nutzen oder als eigenständige Zentrale für Apple/Google Home.
● Stabilität: Durch das Auslagern von Zigbee2MQTT auf den Hub wird der Hauptserver (z. B. ein Raspberry Pi mit Home Assistant) entlastet, was die Zuverlässigkeit des Funknetzwerks erhöht.
4. Für wen ist er geeignet?
Der SMHUB Nano ist ideal für Power-User und Bastler, die weg von proprietären Bridges (wie Hue oder Aqara) wollen, aber dennoch eine professionelle, hardwareseitige Lösung statt eines einfachen USB-Sticks bevorzugen.
Tipp: Falls du bereits ein großes Zigbee-Netzwerk hast und Reichweitenprobleme auftreten, kann der SMHUB Nano dank seiner externen Antenne (ca. 5 dB) und der LAN-Anbindung strategisch besser im Haus platziert werden als ein Stick direkt am Server.
Da der SMHUB Nano ein vollwertiger kleiner Rechner ist, hast du zwei grundlegend verschiedene Wege, ihn einzubinden. Hier ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung für die beiden populärsten Szenarien:
5. Einbindung in Home Assistant (via Remote-MQTT)
Das ist die sauberste Methode. Der SMHUB Nano übernimmt die “Rechenarbeit” für Zigbee, und Home Assistant empfängt nur noch die fertigen Daten.
- Im SMHUB-Webinterface:
○ Gehe zu Services → Zigbee2MQTT.
○ Aktiviere den Dienst und trage unter MQTT Settings die IP-Adresse deines Home Assistant (oder deines externen Brokers) ein.
- In Home Assistant:
○ Gehe zu Einstellungen → Geräte & Dienste.
○ Suche die MQTT-Integration.
○ Sobald Zigbee2MQTT auf dem Nano läuft, erscheinen deine Zigbee-Geräte dort automatisch als neue Entitäten.
Vorteil: Wenn du Home Assistant neu startest, bleibt das Zigbee-Netzwerk stabil, da es auf dem Nano weiterläuft.
Detaillierte Anleitung weiter unten:
6. Einbindung in Apple Home (via Matter)
Das ist der “magische” Weg, da du keine Bridge und keine komplexe Server-Software wie Home Assistant benötigst.
- Matterbridge aktivieren:
○ Öffne das Webinterface des SMHUB Nano.
○ Navigiere zu Services → Matterbridge und aktiviere den Dienst.
- Pairing-Code generieren:
○ Klicke in der Matterbridge-Oberfläche auf den Button, um den Setup-QR-Code oder den 11-stelligen Code anzuzeigen.
- In der Apple Home App:
○ Tippe auf das + Symbol → Gerät hinzufügen.
○ Scanne den QR-Code vom Bildschirm des SMHUB Nano.
○ Apple Home erkennt den Hub nun als Matter-Bridge. Alle Geräte, die du am Nano via Zigbee anlernst, erscheinen nun automatisch als HomeKit-Geräte auf deinem iPhone/iPad.
7. Direkte Hardware-Einbindung (ZHA / Remote Adapter)
Falls du den Nano nicht als eigenständigen Hub nutzen willst, sondern nur als “Antenne” für die Home Assistant Integration ZHA:
-
Wähle im SMHUB-Interface unter Settings den Modus Network Coordinator.
-
In Home Assistant: Gehe zu ZHA → Hinzufügen → Manuelle Konfiguration.
-
Wähle EZSP (für den MG24 Chip) und gib als Pfad die IP-Adresse des Nanos an: socket://[DEINE-IP]:6638
8. Technische Spezifikationen
Der SMHUB Nano (Modell MG24) von SMLIGHT ist technisch gesehen kein einfacher Funk-Adapter, sondern ein vollwertiger Micro-Computer auf Linux-Basis.
Hier sind die detaillierten technischen Spezifikationen:
Kern-Hardware (Rechenleistung)
● Prozessor (CPU): SG2000 Dual-Core ARM (1,0 GHz + 700 MHz).
● Arbeitsspeicher (RAM): 512 MB LPDDR4.
● Interner Speicher: 8 GB eMMC (für das Betriebssystem und lokale Datenbanken).
● Erweiterbarer Speicher: microSD-Kartenslot (unterstützt bis zu 2 TB).
Funk-Schnittstellen & Protokolle
● Primäres Funkmodul: Silicon Labs EFR32MG24.
● Unterstützte Protokolle: Zigbee 3.0, Thread, Matter.
● Sendeleistung: Bis zu +20 dBm (einstellbar).
● Antenne: Externe 5 dB Antenne (SMA-Anschluss) für hohe Reichweite.
● Zusätzlicher Funk: Wi-Fi 6 (Dual-Band 2,4 GHz & 5 GHz) sowie Bluetooth 5.0 (BLE).
Konnektivität & Anschlüsse
● Netzwerk: 10/100 Mbps Ethernet-Port (RJ45).
● USB: * 1x USB-C (Stromversorgung & Daten/Upstream).
○ 1x USB-A (Host-Modus für zusätzliche Dongles, z. B. Z-Wave).
● I/O: 2-4 Service-LEDs (je nach Revision), Management-Button.
Stromversorgung
● USB-C: 5V Standard-Speisung.
● PoE (Power over Ethernet): Unterstützt (Standard IEEE 802.3af), oft über einen integrierten oder mitgelieferten Splitter realisiert.
Software & System
● Betriebssystem: SMHUB-OS (schlankes, modulares Linux).
● Vorinstallierte Dienste: * Zigbee2MQTT (lokale Steuerung).
○ Matterbridge (Brücke zu Apple/Google).
○ Mosquitto (MQTT Broker).
○ Node-RED (Automatisierungen).
○ WireGuard & Tailscale (VPN-Zugriff).
● Umgebungen: Unterstützt NodeJS und Python für eigene Skripte.
Ein interessantes Detail: Durch den Dual-Core ARM Prozessor und das eMMC-Modul ist das Gerät deutlich performanter und langlebiger als Lösungen, die nur auf SD-Karten setzen.
9. Bilder und Erläuterungen
Unboxing:
SD-Port:
Um an den SD-Port zu kommen, muss man das Gehäuse öffnen. Das ist jedoch etwas friemelig. Am besten an einer kleinen Seite (LAN/POE oder Antenne) beginnen, und rechts und links mit einem Fingernagel zwischen Gehäuse und Deckel den Deckel ablösen. Wenn man das Board herausnehmen will, zuerst an der Antenne nach oben und durch ziehen in die Antennenrichtung den Lanport mit herausziehen.
Nachdem der Deckel gelöst ist, sieht man schon den SD-Kartenschacht. Die SD-Karte kommt in folgender Position in den Schacht und wird bis zum hörbaren Einrasten hinein geschoben.
Anschluß:
Wie alle meine SMLIGHT Adapter schließe ich den SMHUB auch an LAN/POE an. Um jetzt nicht das völlige Chaos mit dem anderen Zigbeenetzwerk zu provozieren, nehme ich den entferntesten Lananschluß auf dem Gelände in der Werkstatt. Also angestöpselt und im ExperimentalHA darauf gewartet, dass er erkannt wird. Nichts zu sehen. Im Produktivsystem…nichts. IP-Adresse ermittelt und per Browser darauf zugegriffen. Als erstes sah ich die Meldung auf dem Dashboard, dass es sich bei dem Nano um eine Early Adopt Version handelt.
Das Dashboard sieht im Vergleich zu den anderen Adaptern auch anders aus. Es ist auch nicht zu empfehlen, sich mit dem Smartphone zu verbinden, weil da vieles nicht angezeigt wird.
Die Sprache lässt sich rechts oben auch nur von Englisch auf Ukrainisch umstellen. Außerdem ist da ein “Pfeilkreis” der anzeigt, dass Updates verfügbar sind. Die Zeitzone kann man in den Settings einstellen, jedoch bei Europa/Berlin hinkt die Uhr eine Stunde hinterher.
Zuerst mal ein Update des OS von 0.3.10 auf 0.3.11 gemacht, mit der Hoffnung, dass der Adapter dann erkannt wird. Mit nichten. Dafür wurden Updates für diverse Apps angezeigt. Gleich mal abgearbeitet
Immer noch keine automatische Erkennung seitens HAs. Also Manuell einrichten.
10. Detaillierte Einrichtung:
Man hat ja mehrere Möglichkeiten den Adapter zu verwenden. Entweder Zigbee2Mqtt auf dem Adapter und Mqtt auf HA, oder beides auf dem Adapter und via MQTT-Bridge zu HA. Der Adapter kann natürlich auch als Standalone Zentrale genutzt werden, wobei man dann noch Nodered für die Automation zur Verfügung hat. Die Anleitung habe ich aus der originalen Anleitung übernommen, da ich es genauso gemacht habe.
Verbindung von Zigbee2MQTT auf SMHUB mit Home Assistant
Diese Anleitung erklärt, wie man jedes Gerät der SMHUB-Serie mithilfe von Zigbee2MQTT mit Home Assistant verbindet .
Anforderungen:
● Jedes SMHUB- Modell (Essential, Premium, Nano usw.)
● Home Assistant läuft in Ihrem Netzwerk
● Minimale SMHUB-Firmware:
○ smhub-os≥ 0,3.7
○ smhub-services≥ 0,2.4
○ smhub-web≥ 0.2.18
Tipp: Sie können diese Versionen in der SMHUB-Weboberfläche überprüfen und aktualisieren.
● smhub-os: unter Einstellungen → Updates und Wiederherstellung .
● smhub-services und smhub-web: unter Apps → Aktualisieren → smhub-services und smhub-web aktualisieren .
● z2m – Bitte aktualisieren Sie es wie folgt: Gehen Sie zum Tab „Konsole“ und geben Sie ` curl -fsSL https://updates.smlight.tech/z2m.sh | sudo sh` ein (Passwort: ` smlight` ). Dies ist eine einmalige Aktion. Zigbee2MQTT wird am 13. Dezember 2025 veröffentlicht.
Verbindungsoptionen
Sie können Zigbee2MQTT auf SMHUB auf zwei Arten nutzen :
● Option 1 (einfach):
Zigbee2MQTT verbindet sich direkt mit dem MQTT-Broker von Home Assistant.
● Option 2 (fortgeschritten): Zigbee2MQTT nutzt den lokalen MQTT-Broker von SMHUB, der mit MQTT auf Home Assistant verbunden ist.
ACHTUNG! Falls schon eine Zigbee2Mqtt Instanz bei euch läuft, muss das Base Topic umbenannt werden. Also von zigbee2mqtt zu zigbee2mqtt2 oder wie auch immer!!! Janz wichtig.
Option 1 – Direkte Z2M-Verbindung zu Home Assistant
Was ist zu tun:
● SMHUB-Weboberfläche öffnen
● Gehe zu Apps → Zigbee2MQTT
Konfigurieren Sie Folgendes:
MQTT Broker URL mqtt://HOME_ASSISTANT_IP:1883
●
● MQTT-Benutzername / MQTT-Passwort
Verwenden Sie Ihre Home Assistant MQTT-Zugangsdaten (am besten einen Benutzer in HA anlegen unter Einstellungen → Apps → Mosquitto Broker → Konfiguration → Logins).
● In den Home Assistant-Einstellungen → Aktivieren
Experimentelle Ereignisse aktivieren
Dann:
● Klicken Sie auf Speichern
● Zigbee2MQTT stoppen und starten
(oder einfach SMHUB neu starten)
Ergebnis
● Zigbee2MQTT auf SMHUB verbindet sich direkt mit MQTT auf Home Assistant
● Zigbee-Geräte werden automatisch in Home Assistant angezeigt.
● Mehrere SMHUBs können mit demselben Home Assistant verbunden werden.
Option 2 – Lokales MQTT auf SMHub mit Bridge zu Home Assistants MQTT
Was ist zu tun:
● SMHUB-Weboberfläche öffnen
● Gehe zu Apps → Zigbee2MQTT
● Home Assistant-Einstellungen aktivieren
● Klicken Sie auf Speichern
Konfigurieren Sie anschließend die MQTT-Bridge:
● Gehen Sie zu Einstellungen → MQTT
Stellen Sie Folgendes ein:
● Externes Zulassen → Aktiviert. Dadurch kann der Remote-Broker MQTT-Nachrichten an den Broker von SMHUB senden.
● Anonyme Verbindungen zulassen → Aktiviert (einfachste Option) – aber Vorsicht. Sie können dies anpassen, indem Sie Anmeldeinformationen hinzufügen und die entsprechenden Einstellungen auf dem Remote-Broker vornehmen.
● Bridgemodus aktivieren → Wahr
Einstellungen des Remote-Brokers:
Remote-Adresse HOME_ASSISTANT_IP:1883
●
● MQTT-Benutzername / MQTT-Passwort
Home Assistant MQTT-Zugangsdaten
● Bridge Topic # both 1
Dann:
● Klicken Sie auf Speichern
● SMHUB neu starten (empfohlen)
Ergebnis:
● SMHUB betreibt einen eigenen MQTT-Broker.
● MQTT-Daten werden an Home Assistant übertragen.
● ZigBee-Geräte werden in Home Assistant angezeigt
● Mehrere SMUBs können mit einem Home Assistant verbunden werden.
Welche Option soll ich wählen?
● Wählen Sie Option 1, wenn Sie die einfachste und schnellste Einrichtung wünschen.
● Wählen Sie Option 2 nur dann, wenn Sie lokales MQTT auf SMHUB benötigen.
11. Menüübersicht:
Dashboard: Was da angezeigt werden soll, kann ich noch nicht berichten. Zur Zeit ist nur der Hinweis, dass es sich um eine Early Adopt Version handelt.
MatterBridge: Die Integration müsste zuerst in APPS: installiert und eingerichtet werden.
Zigbee2Mqtt: Wie auch von Home Assistant gewohnte Z2M Oberfläche. Ich habe zu Testzwecken mal einen älteren Sonoff Basic angelernt. Als Mqtt-Broker habe ich den von HA angegeben. Dort erscheint er auch in der MQTT Integration.
Node Red: Die Oberfläche für Node Red.
Habe ich nicht eingerichtet. Ist natürlich für die Automation zuständig. Natürlich nur interessant, wenn der Adapter als Standalone Broker genutzt wird.Z-Wave JS: Auch hier zuerst über APPS: installieren und konfigurieren.
Apps: Hier findet man den SMLIGHT Appstore mit den z.Z. möglichen Installationen:
Console: Web basiertes Terminalfenster. Geht natürlich auch mit Putty oder anderen Terminals. Benutzer ist “smlight” und Passwort “smlight”
Settings: In den Settings kann man noch einige Einstellungen vornehmen.
Authorization: Aktivieren und setzen von Benutzername und Passwort für den Login zum Adapter. Default = false
General: Zeitzone und Hostname
Ethernet: Ein paar Einstellungen zum Ethernet
WI-FI: Verbindungseinstellungen und Einrichtung von WI-FI
USB: Einstellung des USB-Modus. Als Device oder Host
LTE/4G Addon: Das ist bisher das merkwürdigste. Laut meinen Einstellungen ist es installiert. Jedoch gibt es keinen Sim Karten Slot. Eine Deaktivierung ist auch nirgends zu finden. Da werde ich mal dem Support schreiben, dass das nicht jeder braucht und es eventuell via Apps installiert werden sollte. Möglicherweise ist es aber eher für den SMHUB Ultima gedacht. Warum es den Weg zum Nano gefunden hat, ist fraglich.
MQTT: Hier kann man den Adaptereigenen MQTT Broker einrichten. User hinzufügen/erstellen, oder als Bridge verwenden.
Radios: Einstellen, ob als Coordinator, Router oder Thread Border Router. Außerdem lässt sich hier auch die Firmware für Zigbee aktualisieren.
Updates and Restore: Hier kann man einstellen, ob die Updates für das OS oder die Apps als stable oder development heruntergeladen werden sollen, und die OS-Software herunterladen und installieren.
WireGuard: WireGuard einrichten
Under Dev:
Hier werden fünf Punkte ausgegraut angezeigt, die entweder in der Entwicklung sind oder vielleicht mit DEV-OS Versionen verfügbar sind.
Da ich, wenn es sich nicht um ein Produktivsystem handelt, sehr neugierig bin, habe ich mal die Developer-Version des OS installiert. Dafür bei /Settings/Update and Restore/OS Updates and Backup die Einstellungen auf development stellen und ganz unten dann auf UPDATE klicken. Da konnte ich auf 0.9.3 updaten, was jedoch keine sonderlichen Vorteile mit sich brachte. Sofort bemerkt habe ich, dass nun auch eine Bedienung über das Handy möglich ist. Laut anderen Foren oder Berichten zufolge wurde der OTBR verbessert. Da konnte ich bisweilen nichts davon nachvollziehen, da ich kein einziges Thread oder Z-Wave Gerät zur Verfügung habe.
USB-Host:
Unter Settings/USB habe ich den USB-Modus mal auf Host gestellt und rebootet (nicht wundern, der Reboot dauert gerne mal bis zu 5 Minuten). Dann dachte ich mir, hänge mal den SLZB-07p7 dran und schaue was passiert. Und was soll ich sagen, es tat sich nichts. Also von alleine. Außer beim Klicken auf “refresh” wurde ein neues USB-Gerät angezeigt.
Dann gleich mal bei /Settings/Radios nachgesehen, aber auch da kein neues Gerät. Dann habe ich mit Putty mal die genaue Adresse mit “ ls -l /dev/serial/by-id/ “ herausgesucht und in Z2M auf die schnelle nur mal den Port eingetragen (/dev/ttyUSB0)
Wer es richtig machen will, weil sich der Port ändern kann, wenn der Stick mal ausgesteckt wird oder nach einem Reboot, der sollte den vollständigen Pfad angeben. In meinem Fall wäre das jetzt: /dev/serial/by-id/ usb-SMLIGHT_SMLIGHT_SLZB-07p7_22ee3b27d4d5ef118a8e6b4b49d2c684-if00-port0
Dann unter Adapter noch auf Zstack geändert, gespeichert, neustart und voila, läuft.
Ob es sich mit Z-Wave oder Enocean Sticks genauso verhält, kann ich mangels Hardware nicht beantworten.
Fazit:
Das Fazit zum SMLIGHT SMHUB Nano (speziell das Modell MG24) lässt sich am besten als “das Schweizer Taschenmesser für die Smart-Home-Infrastruktur” zusammenfassen. Er schließt die Lücke zwischen einem einfachen USB-Stick und einem vollwertigen Server wie einem Raspberry Pi.
Das Gesamtpaket: Was macht ihn besonders?
Der SMHUB Nano ist kein reiner Zigbee-Koordinator, sondern ein Linux-basierter Mini-Server im Formfaktor eines Funkadapters. Sein größter Vorteil ist die Entkopplung: Er übernimmt rechenintensive oder kritische Dienste (wie Zigbee2MQTT oder den MQTT-Broker) von der Hauptinstanz (z. B. Home Assistant).
Die Stärken (Pro)
● Infrastruktur: Wichtige Software wie Zigbee2MQTT, Mosquitto (MQTT), Node-RED und Matterbridge sind bereits vorinstalliert und über eine Weboberfläche konfigurierbar.
● Ausfallsicherheit: Wenn dein Home-Assistant-Server (auf PC oder Pi) neu startet oder abstürzt, bleibt das Zigbee-Netzwerk auf dem SMHUB Nano aktiv. Automatisierungen in Node-RED laufen lokal auf dem Hub weiter.
● Matter-Bridge: Er fungiert als Brücke, um günstige Zigbee-Geräte direkt in Apple Home oder Google Home einzubinden – ganz ohne Hersteller-Cloud.
● Konnektivität: Unterstützung für PoE (Power over Ethernet), Wi-Fi 6 und Ethernet sorgen für maximale Flexibilität bei der Platzierung (ideal für zentrale Funkabdeckung).
● Zukunftssicher: Dank des EFR32MG24 Chips ist er bereit für Thread und Matter.
Die Schwächen (Contra)
● Software-Reife: Nutzerberichte weisen gelegentlich auf kleinere Bugs in der UI oder initiale Schwierigkeiten bei der Thread/Matter-Konfiguration hin (oft durch Firmware-Updates behebbar).
● Komplexität für Einsteiger: Obwohl er eine Web-UI hat, erfordert die Logik hinter MQTT und Linux-Diensten ein gewisses Grundverständnis.
● Hardware-Limitierung: Mit 512 MB RAM ist er kein Ersatz für einen PC; er ist auf seine spezifischen Aufgaben optimiert.
Abschließendes Urteil
Der SMHUB Nano ist die ideale Wahl für Power-User und Enthusiasten, die ihr Smart Home professioneller aufbauen möchten. Er ist perfekt, wenn du:
-
Deine Zigbee-Instanz vom Hauptserver trennen willst (für mehr Stabilität).
-
Einen dedizierten, stromsparenden Host für MQTT und Node-RED suchst.
-
Eine lokale Lösung suchst, um Zigbee-Geräte via Matter in andere Ökosysteme zu bringen.
Fazit in einem Satz: Ein beeindruckend kompaktes und leistungsstarkes Gerät, das die Stabilität deines Smart Homes massiv erhöht, sofern man bereit ist, sich kurz in die Weboberfläche einzuarbeiten.
Grüße Paul






























