PV-Strom optimal nutzen

Hallo,
gibt es ein Relay zB. Shelly welches ich programmieren kann sodass zB. der Warmwasserboiler mal vom Hausnetz, mal von der Powerstation mal von der Photovoltaik Energie bezieht

also ich will nicht immer von der Powerstation Strom beziehen, sondern gleich vom Netz wenn die Panele überschuß haben
in der Nacht aber sehrwohl von der Powerstation und aber wenn die mal leer ist zB. an einem veregneten Tag, dass der Boiler automatisch wieder vom Versorger also vom Netz Strom bezieht.

hoffe ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt - also ich will nicht immer vom Speicher sondern wenn Überschuß da ist gleich vom Netz

4 Panelle a 425W speisen via HM1500 AC ins Netz
1 Ecoflow delta pro Ausgang ist im Unterverteiler mit Boiler LS verbunden

Lg Peter

Wenn ich das richtig verstehe hast du keinen intelligenten Heizstab und musst deshalb “nur” den Heizstab ein/ausschalten.

Wenn das so ist, hängt die Lösung von der Leistung des Boilers ab. Bis 2 kW Leistung würde ich mich trauen, das Dingens direkt mit einem Shelly 1 Plus (odg) zu schalten.

Mein Boiler braucht 3 Phasen. Da ist die die Lösung, mit dem Shelly Relay einen Schütz zu schalten, welcher den Boiler ein/ausschaltet.

Ich hab mal Links zu den von mir verwendeten Komponenten eingefügt.

Woher der Strom kommt ist dem Boiler egal. Du brauchst also noch eine Automation, welche die Ein/Ausschaltung zu den von dir gewünschten Zeitpunkten macht. Dafür hab ich Sensoren von Solarforecast und meiner Wetterstation verwendet.

Das wars dann, meiner Meinung nach.

Der Boiler braucht nur 1500W (=1Phasig)
Der Shelly 3EM zeigt negative Werte wenn der Ertrag der Photovoltaik grösser als mein momentaner Verbrauch ohne Boiler ist, dann soll der Boiler direkt vom Netz und nicht von der Powerstation laden
zb. bei -1000W (mittels Sensor Kombination ermittelt) so erspare ich mir Ladezyklen

wenn zuwenig da ist zB. bei 0W dann soll er von der Powerstation saugen

dazu brauche ich aber irgendeinen Umschalter der beide Netze verbindet sowie früher hate ich mal einen Tag und Nachstrom Umschalter sowas kann vielleicht irgend ein shelly (automatisch) auch - da muss ich mich mal schlau machen

Danke auf alle Fälle

Ps.: Erdung erfolgt bei der Powerstation (IT-Netz auf TN-Netz)

Hast du wirklich ne Inselanlage? Also ist PV samt Speicher 100% tig von deiner Hausversorgung getrennt? Ich frage nur weil es mich wundert das du immer von einer Trennung redest.

Normalweise ist das wie mit nem großen Bottich voller Wasser. 3 schippen fröhlich mit Bechern rein (der Versorger, die PV und die Batterie) und andere entnehmen mit Bechern (die Verbraucher)
Und denen ist’s Jacke wie Hose wer da zu wieviel % den Bottich gefüllt hat denn das Wasser im Bottich ist immer identisch da gibts keine Qualitätsunterschiede.

Die Rechnung einer längeren Batterielebensdauer dadurch zu realisieren das du sie weniger oft nutzt (Lade-/Entladezyklen) zu Lasten eines Zukaufs zm Faktor 5 gemessen am Verkauf oder schlimmer noch zu 100% teuer als vorhandene Energie ist auch irre. Da hätte ich gesagt nutz den Speicher und leg einen Differenzbetrag auf die Kante für den nächsten Speicher.

Solltest du wirklich eine Inselanlage haben bestehend aus PV + Speicher dann empfehe ich dir mal die Verschaltungen von envitec in Kombinationen mit Wechselrichtern zu studieren. Denn dann stehst du vor einem identischen Problem wie eine Inselanlage bei der man tunlichst 2 Schütze in Reihe zur Netztrennung einsetzen sollte. Denn bleibt ein Schütz mal hängen/kleben hast du sonst im schlimmsten Fall ein Feuerwerk. Und ja dann reicht dir vermutlich auch keine Phasentrennung sondern du brauchst dann ne allpolige Trennung.

Wie gesagt ich werd nicht so ganz schlau was du willst und wichtiger noch wie das bei dir installiert ist.
Und das ist ziemlich entscheidend. Zu Beginn hatte ich es so verstanden:
Prio 1: warm Wasser, auch falls es mal Nacht ist oder der Speicher leer. Wenn man davon ausgeht das die PV samt Speicher in die Hausinstallation integriert ist gilt mein Beispiel mit dem Wasserbottich. Im Falle einer Trennung (Inselanlage) der Abschnitt dazu.

hab nichts von Inselanlage erwähnt
Photovoltaikwechselrichter HM-1500 geht via AC-Kabel ins Hausnetz
und Ecoflow wird via Wechselstrom geladen
Boiler zieht direkt via Unterverteiler LS von Ecoflow

wichtigste ist der Boiler wird von der Ecoflow gespeist und weil ich tagsüber meist noch überschuß habe wollte ich den Ertrag direkt nutzen

jedenfalls Danke

Jetzt versteh ich glaube was du suchst … ein Netzvorrangschalter und zwar bestmöglich eine mit Wlan oder einer ähnlichen Schnittstelle um die dann aus HA heraus zu schalten ?

Ja genau - wäre toll wenn das klappen könnte

Den Boiler über eine Shelly schalten (wie erwähnt). Die Steuerung würde ich mit Node-Red machen - ist zwar etwas Einarbeitung, aber dann super.

Ich schalte meinen Heizstab auch mit HA. Die Steuerung habe ich selbst mit Automatisierungen geschrieben. Hatte es auch erst mit einer Shelly 1 Plus PM probiert. Aber die wurde schnell sehr heiß und schaltete sich ab. Jetzt mit einer DECT 210 von AVM keine Probleme mehr.

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Ein Netzvorrangschalter macht eigentlich folgendes: sobald er erkennt das Netzversorgung da ist nimmt diese dann.
Das ist also genau genommen das Gegenteil von dem was du suchst. Denn du willst ja explizit vom Netz nehmen obwohl die Batterie es erledigen könnte.

Vom Prinzip müsstest du nur die Eingänge tauschen, also netz und batterie, und dann mit einem shelly die Leitung Batterie zu Netzvorgangschalter trennen.
Der Umschalter glaubt dann das Netz wäre weg und er müsste sich aus der Batterie bedienen, praktisch ist’s aber genau anders rum.
Den shelly kannst du (über node-red oder direkt) in HA einbinden und damit dann steuern wann der Boiler von wem versorgt wird.

2 Stromquellen nur mit nem Shelly wechselseitig schalten würde ich persönlich nicht machen. Allerdings würde ich auch keine Wohnwagentechnik bei mir in der Hausverkabelung einsetzen. Sonst könnte ich auch gleich Hausrat und Gebäudeversicherung kündigen denn die Chance das die im Schadenfalls nicht zahlen ist groß wenn da Lösungen gefunden werden die nicht im Ansatz mal VDE konform sind.

Was du auch noch beachten solltest, du schaltest im schlimmsten Falle unter Last, sprich Boiler ist an, Wasser ist kalt, sobald der Shelly durchschaltet sollte der Einschaltstrom innerhalb der Spezifikation liegen sonst hast du nicht sonderlich lange was davon. Oder halt mit dem Shelly ein Schütz schalten, das ist dann definitiv die sicherer Lösung.

welche Leistung hat dein Heizstab? Sind 2000W für den Shelly zu viel?

Mein Heizstab hat 3.000 Watt. Der Plug S kann nur 2500 Watt. Ein Shelly 1 Plus PM kann 3.600 max.
Falls die Shelly in der Dose verbaut sein sollte, dran denken, dass die schnell heiss werden und sich auch abschalten wenn zu heiss.

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Ich habe mich vor einiger Zeit mal spaßeshalber mit der Geräteversorgung über eine EcoFlow River Pro beschäftigt. (nur “spaßeshalber”, weil bei nur 800 Ladezyklen der Strompreis deutlich über einem €/kWh liegt).
Am eInfachsten ist es die Ecoflow im USV-Modus zu betreiben und die Verbindung zum Netz zu Unterbrechen wenn der Strom aus der Kiste kommen soll.

Ich hatte dazu mal im Akku-Doktor-Forum was beschrieben:

Hallo @jgatringer

Auch bei uns sind nun die Voraussetzungen wie folgt;

  • Boiler 3 Phasig ein Shelly Relays das einen Schütz schaltet.
  • Solcast als Solar-Vorhersage

Würdest du uns deine entsprechende Automation zur Verfügung stellen? Damit ich mir da allenfalls was abschauen kann?

LG Sam

Immer daran denken: die maximale Leistung, die Steckdosen in der Regel vertragen können, ist nicht dauerhaft. Meist ist ein Zeitraum von einer Stunde bei voller Leistung angedacht. Wenn der Heizstab also über 3 Stunden 3kW über die Steckdose zieht, ist das eventuell, je nach Steckdosenmodell, grenzwertig.

Bei Steckdosen und Kabeln ist die Dauerlast sicher meistens das Problem. Bei Relais ist aber auch ein wichtiger Faktor unter welcher Last sie geschaltet werden.
An meine PC Verteilerdose mit einigen Schaltnetzteilen habe ich wegen der Einschsltspitz schon einen Shelly Plug S zerstört.