da ich einen neuen server aufsetzen werde und ich da viel herumgesucht habe stellst sich für mich mal die frage ob ich mich für einen amd - der mehr kerne bereitstellt - oder einen intel prozessor entscheiden soll.
Die Frage, ob Intel oder AMD ist doch eher eine Glaubensfrage, auf die du hier wahrscheinlich mehr als zwei gut begründete Antworten bekommen dürftest.
Viel wichtiger, wie von @totow schon erwähnt ist die Frage, was du mit dem Server machen willst.
Danach entscheidet sich dann eher, wie viel RAM (Wichtiger als Prozessortyp), wie viel Plattenplatz, wie teuer und nicht zu vergessen, wie viel Stromverbrauch – immerhin läuft das Gerät ja 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr.
Für viele Projekte reichen gebrauchte Mini-PCs oder Thin Clients mit z. B. N100 Prozessoren, o. ä., 16-32 GB RAM und 250-500 GB SSD. Damit kann man z. B. ein gut funktionierendes Proxmox System aufbauen, auf dem mehrere VMs und/oder LXC-Container laufen können.
Die Kernfrage ist: Was hast Du vor? .. ohne es zu wissen schieße ich nun mal ins “Blaue”
AMD (AM5, z. B. Ryzen 7 8700G, 9700X oder stärkere Modelle), wenn du:
viele VMs/LXCs unter Proxmox betreibst und Kerne pro Euro zählst,
ECC-RAM auf Consumer-Plattform willst (auf passenden AM5-Boards möglich),
eine recht lange Upgrade-Möglichkeit über denselben Sockel suchst,
oder neben dem Server auch rechenintensive Aufgaben (Kompilieren, lokale KI) hast.
AMD liefert hier oft mehr Multi-Core-Leistung zum gleichen Preis.
Wenn Du nur Home Assistant drauf laufen lassen willst… ganz klar AMD! Aus irgendeinem Grund schafft AMD mehr Leistung auf einem HA. Vermutlich weil er indirekt die Single-Thread Architektur im Eventmanger besser handeln kann und weil HA im Kern eine Datenbank-Anwendung ist.
Vorsicht bei einfachen / günstigen NUC / MiniPC und Co! Das sind Laptop-Prozessoren keine Desktop / Server Versionen der Intel-CPU.
NUC sind wirtschaftlich eine super sinnvolle Idee! Es ist nachhaltig überzählige / alte Notebook Prozessoren günstig zu verwerten, anstatt sie in den Müll zu werfen. Für Clients oder normale Aufgaben reichen die meistens aus.
Man muss aber bedenken, dass gerade bei den sehr günstigen Mini-PC /NUC die CPU nicht die selbe Leistung bringt wie in ihrer " Natürlichen Umgebung (Laptop)" da die Kühlung eine völlig andere ist. Die Leistungsstarken Mini-PC spielen preislich in einer ganz anderen Liga - aber es gibt sie natürlich! - Daher immer genau hinschauen welche CPU Version verbaut ist i7 ist nicht gleich i7 (zum Beispiel)
Hier eine gute Liste von Intel CPU der i-Serie
HINWEIS: Wenn Du mit dem Gedanken spielst eine lokale KI zu hosten.. geht aus Wirtschaftlichkeitsgründen aktuell kein Weg an einem MacMini mit M-Chip und ordentlich RAM vorbei.
@Tom-HA, das ist nicht wirklich deine ernsthafte Empfehlung - oder?
Was macht denn HA?
Das wäre genauso übertrieben, wie ein Pizza-Lieferdienst in einer Kleinstadt, der seine Fahrer mit schweren Diesel-SUVs losschickt.
HA läuft, selbst in umfangreicheren Ausbaustufen auf Raspberry Pi 4/5 oder auf einem HA Green flüssig und performant. Dafür reicht auf jeden Fall jeder beliebige Mini-PC mit jedem beliebigen Prozessor aus.
Ja das ist mein absoluter Ernst! .
Im Zuge der Kompatibilität meines lokalen AI-Stack auf möglichst allen HW-Kombinationen, habe ich / haben wir (die Community) die verschiedensten Systeme getestet. Das nun mittlerweile über einen Zeitraum von fast 12 Monaten.
Das Ergebnis ist eindeutig:
AMD Prozessoren, im Kontext von HA, performen deutlich besser, was mich zu erst völlig überrascht hat.
Warum das so ist, kann ich nicht erklären, sondern nur vermuten. Ich denke es hängt mit der Singe-Thread Architektur von HA z.B. im Eventmanger zusammen.
Vermutlich verteilt (wie auch immer) AMD in der Schicht darunter die Threads auf mehrere Kerne.. KEINE AHNUNG OB DAS STIMMT!. (ich habe schon mehrfach gefragt ob jemand der sich mit CPU-Architekturen auskennt, dass mal fachlich beantworten kann) oder AMD ist einfach deutlich bessere bei Datenbankanwendungen.. ich weiß es nicht!
Auch ein eideutiges Ergebnis ist, dass es HA in den Core-Prozessen herzlich egal ist wieviel Kerne ein Intel hat, bei AMD jedoch ein spürbarer Unterschied vorhanden ist.
ARM (PI und Co) in den Vergleich von x86 Architekturen mit aufzunehmen ist im höchsten Maße unseriös. Diese haben ganz andere Baustellen und die Befehlssätze / Architekturen sind komplett anders. Haben ganz andere Baustellen im Kontext von HA, zum Beispiel können sie nicht compillieren und somit sind viel native HA Repros (Bibliotheken) ausgeschlossen.
Der SUV-Vergleich hinkt ebenso, da das nicht die Fragestellung ist! Wenn schon ein Vergleich aus dem Automobil Bereich dann eher so:
Golf Benziner: Intel
Golf GTD: AMD durchzustark und Dauerläufer
Trecker: Rasperry Pi (ARM) unverwüstlich, stark aber langsam und nicht überall darf er gefahren werden.
Ich bestreite ja nicht die höhere Leistungsfähigkeit eines AMD Prozessors.
HA braucht das aber genauso wenig wie der Pizza-Lieferant eine durchzugstarken Golf GTI.
Wenn es um das Thema Energieeffizienz geht, sind wohl Intel N100/N150 Prozessoren ein wenig sparsamer als vergleichbare AMD Ryzen 5/7, vor allem was den idle Verbrauch angeht.
also nach durchforstung des internet’s den datenblättern bin ich zu dem entschluss gekommen das ein n100 für das HOAS genügt. preis leistung ist ebenfalls ok und 16GB ram reich auch mehr als aus, läuft ja auch am alten system mit dem speicher.
für frigate werde ich mir jedoch eine andere plattform nehmen, da gibt es auf den n100 boards leider nicht alles an anschlüssen.
und ja man kann auch erneuerte mini-pc’s verwenden, auch mit garantie nur jetzt nochmals ganz neu
und wann mal wieder die ram’s günstig sind dann kommt die llm lokal …
trotz allem danke, auch wenn ich meine anforderung nicht gleich korrekt beschrieben habe
Ich habe versucht, mit Proxmox auf einem N100 mit 16 GB RAM Home Assistant und Frigate zum Laufen zu bringen. Ich sag mal so: Es lief nicht ganz wie erhofft.
Ich hatte Frigate mit 2 Kernen und 6 GB RAM laufen und drei Kameras eingebunden. Die Prozessorlast lag dauerhaft bei über 80 %, und die CPU-Temperatur ging auf etwa 80 °C – bei passiver Kühlung.
Zum Zeitpunkt meines Tests wurde der Google Coral nicht mehr empfohlen. Ob sich hier inzwischen etwas getan hat, keine Ahnung.
Mit MotionEye und nach tagelangem Testen und Anpassen der Einstellungen bin ich dagegen auf etwa 20 % Prozessorlast und 40 °C CPU-Temperatur gekommen.
Hi, ich hatte ein n100 System mit Proxmox und frigate. Die Hardware hat leider nach 18 Monaten aufgegeben. Die Performance war auch nicht so toll. Da das teuerste zZ ein Speicher ist und ein n100 Board nicht verfügbar war habe ich mich nun für einen AMD Ryzen 5 5600GT mit einem MSi AM 520 Board entschieden. ein LLüfterloses Netzteil und dann alle Stromspar eigenschaften aktiviert ie es so gitb, und ja das gefällt mir jetzt ganz gut. Fast lautlos und auch ganz hübsch..VOn der Leistung her reicht es völlig für proxmox und noch ein paar andere Server
einiges ist schon hier geschrieben und ich will es hier nicht wiederholden. Ich gebe Die hier aber paar Wege oder Entscheidungskriterien mit denen Du vielleicht eine Entscheidung treffen kannst.
Es spielt auch m.M. keine Rolle ob es Intel oder AMD ist. Jeder CPU hat seine Vor- und Nachteile und es zehlt zum Schluss das gesamte Ergebniss.
Der entscheidene Punkt ist für welche Zwecke Du es brauchst. Je nach Einsatzzweck werden verschiedene Aspekte des CPUs stärker gebraucht.
Erstmal aber paar konkrete Punkte bzgl. CPUs und dann gebe ich die paar Beispiele, wo was eine wichtigere Rolle spielt. Es sind ganz grob gesagt 6 Aspekte.
Anzahl der Kerne. Diese Anzahl hat Einfluss daraf wie viel pararell laufen kann. Hier kann ich aber sagen, dass für HA und vielleicht paar weitere kleine VM, kommst Du mit 8 Kernen weiter als Du denkst. Das OS kann es sehr gut händeln und wenn Du gerade nicht dauerhaft CPU fressende Prozessen am laufen hast, wird selbst ein N150 mit 4 Kernen seine Rolle problemlos erfüllen. Mit einem CPU wo gleichzeitig 8 Threads laufen können, wurdest Du mit reinem HA + kleine VMs locker durch kommen.
Zweite Aspekt ist der Takt also wieviel Hz kann ein Kern maximal nutzen. Wenn man den N150 betrachtet sind es 3,6 GHz bei Turbo. Für Homelab, wo keine starke/dauerhafte Beanspruchung von CPU gibt, reicht es problemlos. Neben Sonderanwendungen ist höhe Takt überwiegend für Gaming von Vorteil. Da will man über 5 GHz haben und mehr.
Der dritte Aspekt ist das Cache vom CPU, der hat sehr große Einfluss auf Reaktionszeit der Prozesse und damit zum Schluss Deinen Anwendungen. Sehr grob vormuliert: wenn Du nicht ständig größere Datenmengen über CPU schieben muss, wird kleinere Cache es aushalten. Dieser Aspekt ist bei echten Server-CPUs sehr bemerkbar. Da “stockt” einfach kaum was und läuft einfach “flussiger”.
Vierte Aspekt ist die Anzahl der Lanes (aus PCIe), welche ein CPU bedienen kann. Ein N150 hat m.W. 9 lanes. Ein NVME-Disk möchte normalerweise 4 lanes schon haben, um gesamte Power bereitzustellen. Jeder weitere Disk oder Karte/Adapter wollen auch seren Lanes haben. Ein Teil der Lanes wird auch über Chipset gestert, die aber auf alles verteilt werden. Z. B. oft Netzwerk, USB, Display etc. Hier merk man wie schnell diese Aspekt am Limit kommt. Ryzen 7 8700G hat z.B. 20 lanes und echte Server CPUs gerne auch 128 lanes. Wenn Du also 4 NVMEs mit voller Geschwindigkeit haben möchtes brauchst Du nur dafür 16 lanes und dabei ist noch kein Netzwerk etc. Bei N150/N355 o.ä. kannst Du praktisch nur 1xNVME mit voller Last verwenden. Hier spielen noch paar Andere Faktoren, wie die Generation von PCI etc, eine Rolle, aber dies wäre hier zu weit.
Als nächstes kommt das Speicher. Will man ECC Speicher verwenden, muss der CPU es unterstützen, dies können als Consumer Markt eigentlich nicht so viele. Solche Speicher ist meistens auch etwas teuer aber hat auch klaren Vorteil bei z. B. Verwendung von NAS mit ZFS etc. Auch die Anzahl der Kanäle, was bedient werden kann sowie der Takt der RAM hat hier eine Bedeutung. Soll gleichzeitig viel Daten hinund her geschoben werden, dann ost höhere Takt besser. Ein DDR4 mit 3200 Takt wird aber Deine Anforderungen locker abdecken. Nur bei Gaming und KI brint RAM Takt mehr Performance. Ein CPU kann auch nur bestimme RAM Größe bedienen. Gerade beoi den N150 o.ä. ist oft bei 32/48GB Schluss.
Was für uns alle hier sierchlich eine Rolle spielt, ist der Strombedarf. Bei CPU versucht man es mit “TPD” abzubilden. Dieser Wert ist aber nicht das was ein CPU dauerhaft als Strom zieht. Viel interesamnter ist immer Idle-Wert, den muss man aber für jeweilige CPU recharchieren. Hier hat es auch Mainboard etc. darauf Einfluss. Im BIOS solte man C-States konfigurieren, damit sie CPU gut entspannen kann, wenn er nicht arbeiten muss. Es gibt manchmal auch “eco” Modus w.o. man maximale Stromverbrauch kappen kann (gegen z. B. 5% Performance). Je nach Mainboard+BIOS und Zusammenstellung des gesamten System kann man hier einiges erreichen, auch wenn ein CPU erst sehr “hungrig” aussehen wurde.
Jetzt noch paar HInweise bzw. Szenarien, wo welche Faktor bei die eine Rolle spielen kann.
NAS Funktion - wenn der Server als NAS dienen sollte, werden die oben beschriebe Lanes eine Hauptrolle spielen, da man normalwerweise für alle Festplatten (z. B. 4-5) volle Bandbreite geben möchte. Für OS muss dazu auch was übrig bleiben. Wenn man also auf einem PCI-Slot eine Karte mit 4xNVME für reine NAS Funktion nutzen möchte, werden schon 16 lanes benötigt (4x4x4x4 mit bifurcation). Dazu am besten noch 10Git Netzwerk, damit alle Geräte zu Hause immer gut dran kommen. Bestimmte Anzahl der Threds will so ein NAS auch gerne nutzen, auch wenn nicht immer, sollte es mit HA o.ä. lieber nicht konkurieren. CPU-Cache spielt hier beim normaler Nutzung eher weniger eine Rolle. Natürlich gilt hier auch, je mehr desto besser, aber hier nicht entscheidend.
Möchtest nur paar VMs auf Proxmox laufen mit HA (welche einige aktive Plugins hat) spielt hier m.M. überwiegent die Anzahl der Kerne eine Rolle (nicht Takt). Aber selbst mit 4 Cores kann man hier schon gut arbeiten. Wenn Du heute ein System schom laufen hast, schau mal das Load auf dem Proxmos oder jeweiligen VM. Am besten natürlich es über längere Zeit messen. Wenn es zu 90% unter 1 ist, weist, dass die Anzahl der Kerne kein limitierendes Faktor ist.
Ich hoffe, dass diese Hinweise Dir helfen können eine Entscheidung zu treffen.
Aus meiner aktuellen Wissenstand bzw. Erfahrung kann ich sagen, dass Intel, insbesondere in dem Ultra Low Power CPU bessere CPUs hat (ARM Architektur nehme ich hier raus). Je näher man des Performance kommt, hat AMD hier beim Leistung pro Watt bessere Karten. Die Frage ist natürlich brauchst Du wirklich eine CPU-Performance?
Ich habe N355 mit ca. 20 VMs (inkl. HA) laufen und für mich reicht es aktuell noch. Mein nächste CPU wird aber, wegen speziellen Zweck, ältere AMD epyc mit DDR4 sein.
Denk auch dran, dass das Mainboard, BIOS etc auch viel zum System beitragen.
VG, Bauherr
PS:: Noch klein Nachtrag. CPU ist nur eine konkrete Komponente eines Server, es spielen viele Aspekte/Hardwarekompnenten eine Rolle. Auch Kühlung ist sehr wichtig und trägt zu Lebensdauer des System sehr viel bei. Auch Auwahl des RAMs, Festplatte etc. hat immer Einfluss. Es gibt bessere und schlechte Teile, die eben länger oder kürzer leben. Luftungskonzept der Gehäuse ist sehr wichtig. Je wärmer CPU/RAM/NVME etc haben werden, desto kurzer werden die Teile leben. Bei normalem Betrieb bei 40-50 °C kann NVME bis 10 Jahre halten. Nur bei +10 °C wird das NVME selten mehr als 5 Jahre leben.
danke für die ausführlichen tipps. nach langem hin und her werde ich den neuen 24/7 HAOS server mit einem asus n100i-d d4 board und 16GB ddr4 ram umsetzen.
für den neuen frigate server muss ich mir noch etwas anderes überlegen, da reicht dieses board nicht, und energie sparen und leistung ist halt nicht umbedingt gleichzeitig möglich.