Netzteil als Ersatz für PV Module Batteriespeicher Input?

Hallo zusammen,

ich betreibe den Greensolar DC Speicher Gen 2:

bisher mit zwei PV Module als PV Eingang.

Nun möchte ich jedoch die PV Anlage erweitern inkl. anderer Wechselrichter. Da der Batteriespeicher jedoch schon vorhanden ist und man gebraucht kaum was dafür bekommt und ich zusätzlich den Speicher auch laden möchte, wenn die andere Dachseite noch Ertrag erzielt, habe ich folgende Idee:

und dies dann mittels Überschussregelung + Schaltbare Steckdose via HA regeln.

Am Ende sollen es dann zwei Schaltnetzeile sein (eines pro PV Eingang).

Klar, ist der Wirkungsgrad nicht ideal (Wandlungsverluste, etc.) aber bevor ich den Speicher nicht weiter betreiben kann, dann lieber mit etwas Verlust dafür weiter nutzen.

Spricht hier aus eurer Sicht etwas technisch dagegen oder muss ich hier noch was beachten?

Vielen Dank

Nur so am Rande:

  • Dein Speicher hat 48 VDC als Nennspannung
  • Das Ladegerät - wenn ich es richtig lese - nur 24 VDC

Das wird so nichts :wink:

Oder möchtest Du zwei Stück in Serie verschalten ? Dann verstehe ich aber die Formulierung: “eines pro PV Eingang” nicht.

Eine Skizze würde dem geneigten Leser helfen :wink:

Kannst ohne Probleme so machen.

Das liegst du falsch.

Ladespannung ist 12 - 59 V. Da passen 24 V durchaus.

@PV_Therma der Arbeitsbereich vom Tracker hat einen Spannungsbereich von 12V (wo er los legt) und bis max. 59V. Letztendlich hat ein angeschlossenes Modul ja auch nicht Konstant 48V wenn ich mich nicht irre.

@thirteeen1 @HaGoDo Die Frage was ich mir noch stelle ist, wie es mit der Stromstärke aussieht? Wenn das Ladegerät max. 350W liefert bedeutet das ja (350W/24V=14,6A) und somit Konstant 14,6A. Kann so ein Schaltnetzteil das überhaupt dauerhaft liefern und wie sieht es mit der Vorsicherung aus? Muss das Schaltnetzteil dann mehr Strom liefern können als der Tracker treibt? Danke schon mal :slight_smile:

Zunächst einmal: Versuch macht klug.

Im Eingang des Speichers wird ein DC/DC Wandler mit MPPT Steuerung sitzen. Der startet zwar bei 12 V, aber versucht dann aber - er “denkt da ist eine IU Kurve” diese auf 48+ V zu ziehen. Eine Spannung die ausreicht um etwas oberhalb der aktuellen Batteriespannung zu liegen, um die Batterie zu laden.

Das wird nicht funktionieren, da das Netzteil stabil 24 V liefern wird.

Wenn das Greensolar DC Speicher Gen 2 gut elektrisch designed ist, wird es mit einer Alarmmeldung abbrechen.

Eine Dauerlast von 350 W ist bedenklich.

Ich weiß auch nicht, wie hoch der Innenwiderstand der Batterie ist. Wenn der zu niedrig ist, stellt sich das für das Netzteil wie ein Kurzschluss dar.

Warum eigentlich so ein Netzteil? Ich würde eher ein LKW-Batterieladegerät nehmen.

Im seinem Post schreibt @R_A_L_F das der Anschluß über den PV-Eingang erfolgt. Es handelt sich also nicht um eine “dumme” Batterie, sondern um eine Art Powerbank. Vor der eigentlichen Batterie kommt wohl noch ein MPPT.

Und wie verhält sich dieser Eingang gegenüber dem Schaltnetzteil? Bist du sicher, dass das Netzteil nicht überlastet wird?

Das Schaltnetzteil kann nicht überlastet werden (wenn es kurzschlußfest ausgeführt wurde), es geht “in die Knie”, d.h. die Ausgangsspannung senkt sich ab - und schaltet dann ab.

Der Knackpunkt ist der MPPT (Maximum Power Point Regler) im Eingang vom Greensolar Speicher.

Bitte einmal sich mit der Funktion eines MPPT kundig machen.

Diese Industrienetzteile von MeanWell und Co sind saustabil und liefern wirklich gute Leistung selbst in Extremsituationen.
Ich hab mit den Dingern schon allerhand Schabernack gemacht die letzten 15-20 Jahre.

Das Problem was du haben wirst: Der MPPT wird dir den Widerstand solange ziehen um mehr Strom zu bekommen bis das Netzteil abschaltet.

Ich würde schauen wo die Startspannung von deinem MPPT liegt (zB 14V) und dann einfach ein 12V Netzteil kaufen und am Poti die Spannung hochdrehen bis es solide läuft und weder Netzteil noch Speicher abschalten.
Die 12V Teile gehen glaub bis 15V wenn ichs noch richtig im Kopf habe.

Am optimalsten wäre es natürlich den Speicher zu öffnen und den Strom erst nach dem MPPT in das BMS des Akkus einzuspeisen.
Dann hast du keinerlei Probleme und kannst vermutlich direkt mit einem 48V Netzteil reingehen was dir Temperatur und Kabel spart sowie Wirkungsgrad bringt.

Was spricht gegen ein solides Labornetzteil?

@PV_Therma joa ich möchte eigentlich nur vermeiden, dass weder der Speicher Input noch das Ladegerät kaputt geht. Daher bin ich so vorsichtig und klemm nicht einfach an und schaue was passiert :wink:

Mehr Daten als die wo im Datenblatt (oben gepostet) stehen habe ich leider nicht.

Im Grunde möchte ich ja nichts anderes machen als: Statt einem PV Modul ein alternatives Gerät anschließen, welches dem PV Input Eingang der Batterie eine PV Modul “vorgaukelt”. Ausführung, Spannung, etc. bin ich flexibel solange es solide funktioniert.

Das stimmt natürlich. Ich werde jetzt einfach mal ein Labornetzteil anschließen und mal die Spannung hochdrehen und mal schauen, was die Strombegrenzung macht.

Mir ist im Grund ja nur wichtig, dass ich eine solide Leistung habe (ca. 300W) um auch entsprechend die Batterie zu laden und ich keinerlei Schäden auf Dauer verursache.

Den Speicher möchte ich ungern öffnen.

Problem ist eher die DC Leistung? Labornetzteil mit 300W in Summe dann 600W um die Batterie zu laden. Da bin ich bei einem soliden Gerät vermutlich (kurz geschaut) bei ca. 300€ und das kostet mittlerweile ein neuer Speicher.

Ist doch egal, wenn die max. Eingangsleistung nicht erreicht wird (zwecks Akkupflege/Überwinterung).
Ein Labornetzteil mit 60V/5A oder 30V/10A sollte klappen. Zumal i.d.R. CV und CC zur Verfügung steht. Der durchschnittliche MPPT sollte imho damit zurecht kommen.

Also CV (konstante Spannung) hat jedes Schaltnetzteil.
CC (konstanter Strom) kann wirklich von Vorteil sein. Ich meine, dass da Meanwell auch was im Angebot hat. Evtl. bei den LED-Spannungsversorgungen. Da ist CC recht verbreitet.

Gebrauchtes starkes PC Netzteil geht auch.
Schwarz/Grün Brücken, alle 12V Leitungen bündeln und dann an den Akku dran.