Mehrere EcoFlow Speicher (Stream Ultra, Stream UltraX, Stream AC5000 mit Streammicro) in Nulleinspeisung in HA bringen

Ich habe inzwischen eine Kombination aus STREAM Ultra X, STREAM Ultra, STREAM AC5000 und einem STREAM Micro über Home Assistant zusammengeführt. Die Speicher habe ich dezentral am Haus Verteilt und sind alle fachgerecht an meine UV einzeln abgesichert. Die PV Panels sind unterschiedlich ausgerichtet.

Als zentrale Messgröße dient ein Tibber Pulse. Wichtig war dabei, nicht jedes EcoFlow-Gerät separat auf den Netzbezug regeln zu lassen, weil sich die Speicher sonst gegenseitig „bekämpfen“. Stattdessen gibt es einen zentralen Regler in Home Assistant, der den gesamten Verbrauch berechnet und daraus eine gemeinsame Speicherleistung vorgibt.

Für die beiden Ultras nutze ich über EcoFlow IoT (HACS Integration) das direkte Einspeise-Leistungslimit 0–800 W zuläßt. Die AC5000 wird über EcoFlow Energy mit einer direkten Entladeleistung angesteuert. Ziel ist bei mir ein kleiner Rest-Netzbezug von etwa +50 W mit ±50 W Toleranz.

Die Leistung wird dann auf die Speicher verteilt. In bestimmten Betriebszuständen kann die AC5000 bewusst zurückgehalten werden, während die Ultras weiterregeln. Bei höherem Verbrauch kann die AC5000 zusätzlich übernehmen.

Zusätzlich fließen Tibber-Strompreis, PV-Prognose, aktuelle PV-Leistung und die Ladezustände der Speicher in die Planung ein. Eine günstige Netzladung wird also nicht einfach nur anhand des Preises gestartet, sondern wird auch berücksichtigen, wie viel PV bis zum Abend noch zu erwarten ist und wie voll die Speicher zum Sonnenuntergang sein sollen.

Der neue STREAM Micro hängt bei mir AC-seitig an der AC5000 und liefert zusätzlichen PV-Eingang. Auch dieser PV-Anteil wird separat sowie in der Gesamt-PV-Leistung erfasst.

Wichtig war außerdem die Aufzeichnung: PV je Anlage, Gesamt-PV, Hausverbrauch, Netzsaldo, SOC und die einzelnen Stellwerte werden mitgeschrieben, damit man die Regelung im Nachhinein beurteilen kann.

Die entscheidenden Punkte waren für mich:
ein gemeinsamer Netzregler, keine drei unabhängigen Regler; direkte Leistungsgrenzen der Ultras nutzen; AC5000 separat ansteuern; PV, Preis und SOC gemeinsam betrachten; und genug Daten aufzeichnen, bevor man die Optimierung zu kompliziert macht.

Die genaue Umsetzung und Entity-Namen hängen natürlich von den verwendeten EcoFlow-Integrationen und Geräten ab, aber das Grundprinzip funktioniert bei mir inzwischen sehr gut.

Ich habe nun eine echte Nulleinspeisung (±50W) via HA erreicht das läuft auch sehr gut! Ich habe daraus eine recht koplexe Energy.Yaml erstellen lassen (KI sei Dank) ich kann nun Ausschließen, dass Überschüssige Leistung ans öffentliche Netz geschickt wird bei Überschuss kann ich noch an meiner Brauchwasserwärmepumpe einen Zuheizer starten um die Energie in Warmwasser zu leiten.

Abgesehen davon habe ich nun eine eigene (ohne Cloude Anbindung) PV Leistungsermittlung und kann zukünftig PV Prognose mit meinen tatsächlichen Werten gegenüberstellen.

Ich hatte es erst mit den Bordmitteln von Ecoflow probiert, aber das Delay der Werteübermittlung ist zu langsam. Für Tibber nutze ich die Tibber Pulse Local Integration. Die ganze steuerung ist komplexer als ich am Anfang dachte es sind einige Helfer nötig die spezielle Auswertungen z.B der Tibber 15min Forecast vornehmen.

Was ich damit sagen möchte, es lassen sich fast alle derzeitig erhältlichen Speichersysteme die eine Locale API haben damit steuern sofern es möglich ist die Energieeinspeisung stufenlos zu Regeln.

Letztendlich gilt, dass keinenfalls mehr als 800W ins Öffentliche Netz gehen können. Vorteil ist dass ich so bei Bedarf 4100 W über 3 Geräte und Phasen Verteilt in mein Haus verteilen kann. Meine Brauchwasser Wärmepumpe hängt z.B. direkt an meine UltraX. Das läuft nun schon einige Zeit ohne Probleme und freue mich auf die niedrige Stromrechnung…

Herzlich willkommen hier im Forum!
Für das erste Posting ist das ja direkt mal ein großes Projekt :+1:

Die Kombination mehrerer Speichersysteme in einem System ist immer etwas schwierig.

Ich habe einen Verbund aus AC und AC Pro parallel zu unserem 10kWh Senec-Speicher laufen und nutze das um jeweils die Leistungsgrenzen des Senec zu erweitern, der nur 2500W laden und 3750W entladen kann. Durch das EF-System kommen dann 1850W beim Laden und 800W beim Entladen dazu - allerdings nutze ich dazu das normale EF-Cloud-System, das die Nulleinspeisung anhand der Hausverbrauchs (Shelly 3EM) regelt, der von den Senec und PV-Aktivitäten nichts weiß. Der entsprechende Modus wird dann jeweils über HA durch Modifikation der Mindest-Ladelevels aktiviert.

Bei den EF-5000er-Systemen würde mich interessieren, wie man in der Praxis die höhere Einspeisleistung >800W aktivieren kann.

Schönen Gruß
Klaus

Das geht mit der EF Energy und der EF IOT Integration dort kann man den Regler Stufenlos bis 2500 W einstellen. Die EF Cloude Integration nutze ich nicht mehr. Durch ?eine eigene Daten Erfassung mit dem HA Recorder kann ich nun super einen Bedarf an Energie ermitteln um genau zu schauen wann es sich lohnt via Netz Bezug oder/und PV zu laden. ;ein Tinner schwanken die Preise von derzeit 11Cent bis 1Euro an einem Tag. Da muss dass System entscheiden wie es passt. Und dass klappt erstaunlich gut.
Ich werde das jetzt noch verfeinern und eine kleine Wettersituation installieren um noch besser mit eigenen Daten arbeiten zu können. Wie gesagt, die Abhängigkeiten sind nicht ohne. Aber es geht inzwischen sehr gut.

Bei meinem Octopus Heat Tarif mit festem, täglichem Zeitplan zwischen 18,8 und 42,5 Cent (incl. §14a Teil 3) ist die Steuerung etwas einfacher.

Bei meiner Regelung werden aber lokale Wetterdaten, 15Min Stromprognose, PV Vorhersage, mit 3 Unterschiedlichen Speichern zentral geregelt und zwar so, wie ich es in diesen Moment benötige…Abwägung wann es günstiger ist zu Laden mit PV oder Netz und welcher Speicher wann etwas ins Haus eingibt…

Die BLE-Integration soll übrigens bei der Nulleinspeisung kürzere Latenzzeiten haben.