LoRaWAN zu Home Assistant am Beispiel einer Zisterne

Auf meinen LoRaWAN Kommentar zum Zisternen Video von Simon kamen ein paar Antworten, dass wohl das Thema LoRaWAN für einige interessant sein könnte, so dass ich hier mal ein Beispiel vorstelle:

Das ist eine Zisterne (eine von dreien, die ich dort versmartet habe)

Dies befindet sich südlich von Marrakesch, Marokko.

So landen die Daten in Home Assistant (bei mir in Hamburg)

Neben Litern, Prozentuale Füllung wird “zwischendrin” auch der Flow (in Litern/Min.) berechnet und mitgeschickt. Positiv= Zisterne füllt sich mit x Litern pro Minute, Negativ = Zisterne leer sich. Damit ist es auch ein leichtes abzuschätzen, wann die Zisterne gefüllt, bzw. geleert sein wird.

Geplant ist, dass es auch in Matter (HomeKit, Alexa, Goggle Home etc.) landet.

Ich versuche es mal aufzudröseln was hier passiert. Es gibt den Sensor, den ich mal hier beschrieben habe. https://github.com/SmartHome/Projects/Zisterne Ein Gateway (dies kann ein eigenes, oder ein öffentlich freies sein) empfängt die Daten und leitet es an einen LNS (LoRaWAN Network Server, dies kann ein eigener sein wie Chirpstack, oder ein freier Cloud Dienst, wie TTN ) weiter. Von dort werden die Daten per MQTT abgeholt und in unserem Iobroker LoRaWAN Adapter weiter verarbeitet. Über eine dort eingebaute HA Bridge werden die Daten (unter Nutzung der HA Discovery Funktion) zu Home Assistant “geschickt”, dort werden dann Geräte und Entitäten (automatisiert) erstellt und die Daten aktualisiert. Ich habe hier mal an einem Beispiel von Proxmox beschrieben wie man diese LoRaWAN Bridge als einen eigenen “Dienst” einrichtet. LoRaWAN Bridge als LXC Container

Im Prinzip ist es wie ein extern genutztes Zigbee2MQTT, nur eben nicht mit Zigbee, sondern LoRAWAN. Damit endet das Smart Home nicht mehr am Gartenzaun, sondern ist irgendwo zwischen dem Polarkreis und Marrakech und Lissabon und Warschau, oder mindestens ein paar hundert Meter hinter dem Gartenzaun. Das Gateway (ca. 120€) in Marrakech deckt eine Fläche von 130.000 Hektar ab. Hier der Link zu TTN Mapper für den 1. Überblick

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Sehr geil, vielen Dank fürs erstellen :tada:

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Als Richtlinie zum Verwenden des passenden Sensors gilt:

Sauberes Wasser, oder zumindest gut gefiltertes Regenwasser kann ein Pegelsensor verwendet werden.

Angetrübtes Grauwassser, oder gar Fäkalientank besser Ultraschall Sensor, oder Radar Sensor verwenden.

Ist das LoRaWAN Node ein RS485 Gerät und die Daten werden per Modbus Register ausgelesen, ist die Art des Sensors gleichgültig, solange die Stromversorgung passt.

Nachtrag:

Github Link zur Berechnung des Flows in Liter/Minute

Verfolgst du die LoRaWAN / Bridge Aktivitäten von Tasmota? Da tut sich derzeit einiges bei diesem Thema

@noschvie Da spart man sich das Gateway und somit einen 2stelligen € Betrag, muss aber seine Geräte (falls, die denn überhaupt unterstützt werden) zu Single-Channel kastrieren und ADR abschalten, wobei das nur der Beginn des Gefrickels ist. Einschränkungen gibt es aber nicht nur bei der möglichen Auswahl von Geräten, es sind keine Downlinks möglich, somit wird man nie etwas schalten können, Intervall ändern, oder FWOTA durchführen können. Von der Anzahl der Geräte die möglich wären, erhöht sich mit einem Gateway die Möglichkeit um den Faktor 20. Generell mag ich Tasmota, aber für LoRaWAN ist das nix. Aber alles hat seine Berechtigung: Wenn du nur Deine Gartenpforte überwachen willst, wo kein WLAN ist, Du sonst keine andere Anwendung für LoRaWAN hast, viel Zeit hast und gern bastelst, kann man den Weg durchaus gehen.

Über die Discovery Funktion von HomeAssistant lässt sich das Anlegen des Sensors und der Entitäten ZeroTouch automatisieren.

https://youtu.be/5jpqV5j-lrM