LoRaWAN Thermostat Vicki mit Heizplänen

Am 11.11.25 wurde die Firmware 4.6 für das MClimate Thermostat Vicki released, es gibt etliche neue Funktionen, eine davon ist das erstellen und übertragen von Heizplänen, die das Thermostat dann selbstständig abarbeitet. Hierzu habe ich über unsere LoRaWAN Bridge Logik erstellt, die das kreieren und übertragen einfach machen soll und das ganze natürlich CloudFree.

Die Bridge an sich stellte ja bereits vorher sämtliche Funktionen des Thermostats in HomeAssistant zur Verfügung und ist als Climate Gerät wie jedes andere Thermostat nutzbar.

Die Heizpläne können in 3 Teilen als Sliderkarten übertragen werden und eine Karte dient als Anzeige aller aktuellen Werte

Heizplan 1-4, Heizplan 5-8 und das setzen der Heizperiode

MClimateVickiFW46.pdf

Das Projekt ist auf Github hinterlegt

Projekt Heizpläne fürs Vicki auf Github

Auf Youtube ist ein Video, welches die Funktionsweise zeigt:

Heizpläne fürs Vicki auf Youtube

Es handelt sich hier nicht um eine professionelle Lösung, sondern um eher um ein Proof of Concept. Aktuell werden nur 8 Pläne unterstützt, das Vicki kann maximal 20. Es erfolgt keine Überprüfung der eingegebenen Werte, es muss also im richtigen Format eingegeben werden, damit es funktioniert.

Die 8 Pläne sollten aber ausreichen um einen komplexen Wochenplan mit mehreren Schaltzeiten pro Tag zu realisieren. Beispiel: Mo-Fr vorm Aufstehen Heizung hochregeln, runter wenn es zur Arbeit geht, pünklich zum Feierabend wieder hoch, vorm zu Bett gehen runter Mo-Do + Sonntag (nächsten Tag arbeiten), am Fr +Sa später (ausschlafen), 2 wärmere Zeiten am Samstag + ganztägig am Sonntag gemütlich wärmer. Manuell, oder per Logik andere Solltemperaturen einzustellen, geht ja sowieso immer, aber mit den Heizplänen hat man schon mal eine “Grundversorgung”

Interessant, werde ich mir mal ansehen ( aber rein weil mich LoRaWAN interessiert )

Frage: Wie sollen die Thermostate den eingebunden werden in HA, eigenes LoRaWAN-Gateway lokal mit eigenem Server oder über den Umweg “TheThingsNetwork” ? Letzteres kann man ja an HA ankoppeln per AddOn.

LoRaWAN ist ja weniger für den Inhousebetrieb gedacht, sondern den Außenbereich mit großen Entfernungen, wobei LoRaWAN bei uns in der Firma auch für zig Sensoren genutzt wird.

Dass LoRaWAN eher für den Außenbereich gedacht ist, ist so nicht richtig. Sicher kann man LoRaWAN nutzen um große Bereiche abzudecken, kannst ja mal auf TTN-Mapper südlich von Marrakesch schauen, da sind es 150.000 Hektar mit einem Gateway, aber die gute Durchdringung von LoRaWAN ist perfekt für größere Installationen im Innenbereich. Es gibt etliche Beispiele von Universitäten, Krankenhäusern, Seniorenheime usw. wo 1500+ Thermostate in einem Netz mit wenigen Gateways ihre Arbeit machen. Wird man im SmartHome Bereich nicht haben, wenn man aber kein Gefrickel haben möchte, wie mit den anderen Protokollen, ist es durchaus eine Alternative.

Ja, ein eigener Server, wie z.B. Chirpstack und eigenes Gateway ist empfehlenswert, auf keinen Fall die Free Version von TTN, mit den erlaubten 10 Downlinks am Tag, kommt man nicht weit.

Das AddOn für HA kenne ich ehrlicherweise gar nicht und weiß somit auch nicht, ob der “Weg zurück” per Downlinks unterstützt wird. Wenn es dich interessiert, dann schau auf unsere Seite

LoRaWAN Adapter und HA Bridge

dort ist beschrieben, wie die LoRaWAN Daten bidirektional mit dem LoRaWAN Adapter funktionieren. In den Adapter ist mittlerweile die universelle Bridge (zur Zeit nur HA, später auch MatterBridge) integriert. Habe auf GH hinterlegt, wie man alles zusammen in einem Docker haben kann (Chirpstack, Iobroker, LoRaWAN Adapter, HA Bridge…).

Das taugt auch nichts, ist für TTN, unterstützt aber bei weiten nicht alles an Sensor- oder Datentypen, ich weiss garnicht ob das noch weiterentwickelt wird.

LoRaWan ist dazu entwickelt worden, um batteriebetriebende Sensoren über große Entfernungen anzubinden, z.b. für Datenerfassungen in SmartCitys, Landwirtschaft, usw.- die Inhouse-Anwendung ist erst später mehr und mehr dazu gekommen, um Maschinen usw. zu überwachen, Gebäudesteuerung ist noch recht neu - ich schrieb ja, bei uns im Bürogebäude sind Hunderte LoRaWAN-Sensoren und Gateway verbaut für die Gebäudesteuerung.

Ich hab zwar ein LoRaWan-Gateway ( Mikrotik ) bei mir, aber ich ehrlich gesagt für mich privat nicht unbedingt die Lust, mir für Thermostate extra eines anzuschaffen und einzurichten und erst Recht nicht einen extra Server dafür.

Und auch den Umweg über TheThingsNetwork oder Helium zu gehen, wäre ein NoGo - daher die Frage, wie die Anbindung erfolgt.
LoRa ist ja nur ein Protokol - wie man das nutzt ist am Ende egal.
Unifi bietet ja z.b. Inhouse-Sensoren ( Fensterkontakte, Temp-Fühler etc. ) für ihr Netzwerk-Ökosystem an, die mit dem LoRa-Protokoll arbeiten mit einem eigenen Gateway.

Ok, das ist Ansichtssache - HomeMaticIP, Zigbee und Co sind heute total easy einzubinden in HA, das ist in meinen Augen kein Gefrickel mehr.
Für Privathaushalt ist LoRaWan in meinen Augen da keine Alternative dazu, in Firmen-Gebäuden ja, aber da wird auch kein HomeAssistant genutzt - ist am Ende auch eine Preisfrage.

Dennoch ein interessantes Projekt, werde ich mir noch in Ruhe alles ansehen.

Danke für die infos