da ich zwischen Shelly und Homematic IP schwanke und bis vor kurzem zu Shelly tendiert habe, habe ich heute gelesen, dass Schneider Electric nun wohl Shelly übernehmen wird.
Auf irgendeiner Seite habe ich die Kommentare gelesen, dass dies wohl eher schlecht sein mag.
Ich kenne Schneider Electric nicht (scheint wohl für Unternehmen aktiv zu sein) und frage mich, ob das nun eher gut oder wirklich schlecht ist (bzw. geht es da für mich eher um Cloudabhangigkeit).
in den nächsten 3 Jahren soll sich erstmal nichts ändern.
Für Kunden soll sich laut Unternehmen nichts ändern. Produkte, Services und der Support werden wie gewohnt fortgeführt. Auch die offene Ausrichtung mit flexiblen Schnittstellen und die Kompatibilität des Ökosystems sollen als wesentliche Merkmale erhalten bleiben. Genau das dürfte für viele Nutzer die wichtigste Botschaft sein, denn der Erfolg von Shelly basiert nicht zuletzt auf der leichten Integration in bestehende Setups.
Was danach passiert, weiß man aktuell nicht. Allerdings zeigt die Geschichte, das Skepsis berechtigt ist.
Ich meine, das kannst du mit dem deutschen Siemens vergleichen, nur eben als französisches Unternehmen.
Schneider ist in der Zwischenzeit ein riesen Elektrokonzern mit zig Geschäftsfeldern.
Mit Siemens kannst du Schneider eigentlich nicht (mehr) vergleichen.
Schneider ist im Gegensatz zu Siemens ein richtiger Gemischtwarenladen. Die haben in den letzten Jahrzehnten jede Menge dazu gekauft während sich Siemens von etlichen Geschäftsfeldern getrennt hat.
Du kannst beherzt zugreifen, die Shellys sind richtig gut geworden. Wenn der neue Konzern je irgendwann mal einen Kurswechsel machen sollte, dann betrifft das neue Produkte (in vielen Jahren). Automatische Updates auf IoT Geräten hat ein verantwortungsvoller Admin sicher nicht aktiviert, so wird auch da kein Strick draus. Selbst wenn: warum sollte sich ein hypothetisch proftigeiles Unternehmen Jahre alte Geräten shitifizieren?
Ich hab da keine Schmerzen und habe auch viele Geräte im Einsatz. Sie sind wie maßgeschneidert für HA.
Ich habe noch immer einige FS20 Geräte (Temp/Feuchte, Rolladen-Aktoren) in Betrieb, zuverlässig seit 15 Jahren, allerdings nur Unidirektional, daneben ewas Homematic und auch Hue (die FS20 Aktoren ersetze ich gerade durch Shelly’s).
Und zur Steuerung von all dem habe ich IP-Symcon und dachte mal, ich wechsle auf HA, weil mich die Connectivity auf alles und jedes begeistert und, ja, auch etwas geblendet hat.
Mittlerweile tendiere ich dazu, das IP-Symcon beizubehalten, vor allem weil ich da mit PHP funktionieren und so komplexeste Steuerungen erstellen kann.
Mit HA und dessen Automatisierungen (von den yaml nicht zu reden) werde ich (momentan) einfach nicht warm.
Was ich bei HA hingegen sehr schätze, ist die parallele Überwachung dank der universellen Connectivity, welche mir HA bietet.
Wie lange Homematic funktioniert? Ich denke, sehr lange, solange man die Updates auch da nur gezielt einsetzt.
Am Ende wird es da sein wie bei FS20: wenn man Komponenten nur noch als Occasion kaufen kann, ist das Ende in Sicht.
Kann ich gut verstehen.
Ich hab IP-S auch lange genutzt, aber aufgrund der geringen Nutzung bei mir, war mir die Software einfach auf dauer zu teuer - aber am Ende, die funktioniert einfach, man hat einen deutschen Hersteller mit 1a Support und eine große Community dahinter, die viel entwickelt.
Bekannter von mir wird auch wieder zu IP-Symcon zurück wechseln, der wird mit HA nicht warm, vor allen weil sein Haus komplett KNX vernetzt ist und das mit IP-S weit aus entspannter funktionierte.
Von Phoenix-Contact gibt es mittlerweile einen fertigen Hutschienen-Server, wo IP-S drauf läuft, den hat er sich bestellt.
Da gehe ich auch von aus, selbst meine alten Homematic-Komponenten laufen noch problemlos mti HomematicIP zusammen und wenn die es richtig anstellen, die Software-Entwicklung der CCU der Community überlassen und nur steuert eingreifen, kann das gut werden.
Seien wir ehrlich, die aktuelle CCU-Software ist im Steinzeitalter stehen geblieben und optisch eine Katastrophe, OpenCCU ist ja nur ne Kopie davon - das geht viel mehr
Seien wir ehrlich, die aktuelle CCU-Software ist im Steinzeitalter stehen geblieben und optisch eine Katastrophe, OpenCCU ist ja nur ne Kopie davon - das geht viel mehr
Ja tatsächlich, Steinzeit, aber mir ist die Oberfläche nicht wichtig, Zuverlässigkeit ist mir wichtiger, und da sind Systeme wie IPS, HomeMatic & Co einfach vorne.
HA ist ja wirklich grossartig, gebe ich gerne zu, kann so vieles - aber mal ehrlich, man sieht da typische Spuren von Turnschuh-Informatikern: aussen fix, innen nix.
Nur ein kleines Beispiel - hab ich hier irgendwo schon mal moniert: Was sollen Zeitangaben über letzte irgendwas oder in Journals, welche z.B. “vor 3 Stunden” lauten? Wenn ich das ausrucke, bleibt es auf ewig “vor drei Stunden”.
Auf sowas können nur komplett inkompetente, in der professionellen IT unerfahrene Nerds kommen!
So, das musste mal sein.
Na wie gesagt: momentan überwache ich mit HA das, was IPS, HUE und Konsorten so schalten: weil darin ist HA wirklich Spitze: in beliebigen Zeitschienen aufzeigen, was wann wo passierte.
Den Rest kann man spülen; meine zumindest momentane Meinung.
Oh, nochwas.
Wenn schon HA, werde ich HA wohl eher als Subsystem von IPS verwenden.
Hast Du zum Vergleich auch entsprechend gleich teure Hardware und keine x beliebigen Erweiterungen auf HA dagegen getestet?
Weil nur dann ist es vergleichbar.
Machst Du woran fest? Beim Core sprechen wir über eines der größten open Source Projekte der Welt. Ich bin Recht sicher, dass der Code mit kommerziellen Projekten mithalten oder diese deutlich übertreffen würde, wenn man objektiv vergleicht.
HACS und Co muss man bei dem Vergleich natürlich außen vor lassen.
Und dann natürlich hochwertige Hardware nutzen, die offiziell unterstützt wird. Oder kann ich bei den anderen Herstellern einfach beliebige Hardware anbinden?
Ich betreibe HA seit Jahren, ohne irgendeinen Absturz oder andere Probleme. Möglich ist es also …
Also sorry, aber der Aussage kann ich nun überhaupt nicht zustimmen.
Ich habe IPS auch viele Jahre benutzt und verfolge auch heute noch die Entwicklung weiter.
Einen Unterschied in der Stabilität in der Kombination Homematic - HA im Gegensatz zu Hamematic - IPS kann ich nicht feststellen.
Natürlich sind nicht alle Komponenten in HA gleich gut integriert, aber das ist bei IPS auch nicht anders. Die Entwicklung der Kern-Komponenten läuft in HA aus meiner Sicht sauber strukturiert ab. Die Änderungen sind sehr gut dokumentiert.
Deine Einwände zum Core will ich nicht in Abrede stellen, und wie ich selbst ja sagte, ich mag viele Aspekte von HA, und werde HA für Überwachungs/Journaliserungs-Aufgaben weiter einsetzen.
Mich stören an HA aber Dinge, welche andere wohl als Kleinigkeit abtun - die Dartellung von Geschehnissen, wie erwähnt, aber auch die fehlende konsequente Lokalisierung.
Und ein grosses Ärgernis ist, meines Erachtens, die wahnwitzige Update-Kadenz, worin sich wohl auch ein nicht idealer Ansatz der Modularisierung der HA manifestiert: denn warum soll man immer den Core und die HA aktualisieren, wenn doch nur ein neues Modul, also ich meine ein neues Gerät angesprochen oder das betreffende Modul korrigiert werden soll?
Aber es ist nicht nur das; im IP-Symcon, als Beispiel, kann ich Skripte auch mit anderen Tools (auf File-Ebene) bearbeiten. Mach das mal mit HA.
Was ich aber sowieso vermisse, bei beiden, ist ein Objekt-orientierter Ansatz für Automationen, dh. den Einsatz von Klassen, mit welchen man für ähnliche, aber nicht immer identische Aspekte nicht immer wieder alles erneut erstellen muss.
Zurück zu Homematic: mein schon mal erwähnter Bekannter hat ganz viele Dinge in seinem Haus rein auf Homematic aufgebaut - geht also auch. Und wie ich es schon mal erwähnte: Homematic kann noch 20 Jahre bestens funktionieren, solange man diejenigen Komponenten, welche man sucht, neu oder gebraucht irgendwo kaufen kann.
HA kannst du nahezu komplett filebasiert bearbeiten.
In den Anfangszeiten musstest du das sogar.
Für Visual Studio Code gibt es eine HA-Erweiterung.
Mein Ratschlag:
Beschäftige dich zum einen damit was Objektorientierung ist und zum anderen schau dir die Möglichkeiten der Systeme genauer an. In beiden Systemen sind OO-Ansätze vorhanden.
Ganz simples Beispiel: Wenn du deine Entitäten richtig strukturierst, kannst du in HA alle Lichter eines Hauses ausschalten. Egal welche Hardware du verwendest.
Ähnlich ist es auch bei Medienplayern, Thermostaten und weiteren Dingen.
Die Programmierer haben fachlich keine Ahnung weil es nicht Deinen Vorstellungen entspricht? Ich denke damit ist auch alles gesagt.
Ich bin ja nicht der Einzige, welcher die wahnwitzige Update-Kadenz in HA als mindestens fragwürdig bezeichnet.
Dahinter steht das Problem, dass man unmöglich ein solch grosses System derart oft ändern und seriös testen kann - und jeder hastige Update nach nicht mal 2 Wochen verschlimmert das Problem.
Also nein, ich denke nicht, dass die HA-Programmierer fachlich keine Ahnung haben. Aber sie rotieren immer schneller, arbeiten immer schneller - und erreichen das Ziel doch nicht.
Mein Ratschlag:
Beschäftige dich zum einen damit was Objektorientierung ist und zum anderen schau dir die Möglichkeiten der Systeme genauer an. In beiden Systemen sind OO-Ansätze vorhanden.
Ganz simples Beispiel: Wenn du deine Entitäten richtig strukturierst, kannst du in HA alle Lichter eines Hauses ausschalten. Egal welche Hardware du verwendest.
Ähnlich ist es auch bei Medienplayern, Thermostaten und weiteren Dingen.
“kannst du in HA alle Lichter eines Hauses ausschalten.”
@Blockmove Also ich denke nicht, dass Du eine Ahnung hast von Objektorientierung oder von Klassensystemen.
Bitte entschuldige - aber so wie man in den Wald reinruft, so schallt es heraus.
Hast Du eigentlich eine Ahnung, was mit Objekt-Klassen gemeint ist, wie sie funktionieren, wie man sie aufbaut?
Na, jedenfalls ist das Merkmal von Klassen bestimmt nicht, dass man alle Lampen miteinader ausschalten kann.
Zurück zu Homematic: mein schon mal erwähnter Bekannter hat ganz viele Dinge in seinem Haus rein auf Homematic aufgebaut - geht also auch. Und wie ich es schon mal erwähnte: Homematic kann noch 20 Jahre bestens funktionieren, solange man diejenigen Komponenten, welche man sucht, neu oder gebraucht irgendwo kaufen kann.
Sorry, aber eines der größten OpeSource-Projekte ist HA mit Sicherheit nicht. Sowas wird anhand von Codezeilen bestimmt und da ist HA mit 1 bis 1,5 Mio Zeilen Code eher mittelmässig.
Die Software-Politik mit den ständigen Updates ist eine Katastrophe, die sollten weg von monatlichen Updates und noch zig Patche hinterher und in nächsten Monat fängt das wieder von vorne an.
Eine Release pro Quartal, diese ordentlich getestet und dann nur noch kritisches Security-Patche zwischen den Release-Upgrade würde eine großen Gefallen mit tun.
IP-Symcon läuft auf Linux, Windows und MacOS als Serverversion, auf RaspberryPis genauso wie NAS-Systeme oder VM unter Proxmox und Co oder sogar komplett eigenen Hardware ( Symbox oder der neue Phoenix-C1 ) , somit brauchen die keine Vergleich zu scheuen, im Gegenteil , läuft aus der selben Hardware.
Und die Software läuft absolut stabil, ich hab die selber mehrere Jahre genutzt und zwei Bekannte nutzen die seit Jahren ohne Problem, bei dem einen sogar für die Gebäudesteuerung seiner Firma.
Symcon macht nämlich nicht den Fehler, jeden Monat keine Updates zu erstellen um wieder 3 neue Funktionen zu integrieren.
Hinter IP-Symcon steht keine OpenSource Community, sondern ein Unternehmen aus Deutschland, welche die Software entwickelt und testet und vor allen auch prof. Support liefert - das kostet halt Geld und deswegen ist die kostenpflichtig,
Aber genauso gibt es auch eine große Community, die selber Erweiterung, Addons usw. entwickelt und das wird von Symcon auch gefördert und unterstützt. Einige Community-Addon sind bereits in die Software integriert worden.
Du hast Objektorientierung in Zusammenhang damit gebracht, dass du nicht alles neu machen musst oder wiederholen musst, wenn sich Kleinigkeiten ändern. Darauf bezog ich mich. Homeassistant versucht vieles zu abstrahieren und unabhängig von der verwendeten Hardware zu machen. Deshalb das einfache Beispiel mit den Lichtern. Hier steckt nämlich ein OO-Ansatz dahinter. Ein/Aus ist Basis → erweitert dann mit Helligkeit → erweitert mit Farben → erweitert mit Effekten.
Wenn du selber in Homeassistant objektorientiert programmieren willst, dann musst du weg von den gewöhnlichen Automatisierungen und eben Phython verwenden. Dafür gibt’s verschiedene Möglichkeiten. Entweder pyscript oder AppDeamon oder Custum Component. Dann stehen dir dir viele Möglichkeiten der Python OOP offen.
In IPS hast du diese Möglichkeit - soweit ich weiß - in Modulen.
Ob sich der Aufwand immer lohnt, sei mal dahingestellt.
Sobald es komplexer wird, verwende ich mittlerweile wieder Node RED. Da sind zwar die OOP-Möglichkeiten auch eingeschränkt (stateless). Aber der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier und ich komme von der IIoT-Seite.