HA und andere OS ohne Proxmox auf einer NVMe - über Partitionen?

Hallo Forum!

Ich habe mir schon einige (Simon)Clips angesehen und auch schon in diversen Gruppen mein Anliegen geschildert. Weiter gekommen bin ich noch nicht - denn Unraid stand mir im Weg. :wink: Unraid hat sich als schlechter Tipp in einer Gruppe herausgestellt (Parallelbetrieb von VMs nicht möglich (jede benötigt eine eigene GPU), Inkompatibilitäten bis zum Abwinken usw.).

Darum geht’s: Ich habe mir einen neuen Mini-PC gegönnt (HP Pro Mini 400 G9, i5 12500T, 16GB RAM, NVMe M.2 Samsung Pro 990 1TB) und möchte darauf hauptsächlich HA 24/7 laufen lassen, bei Bedarf aber auch andere Systeme, wie etwa Windows 11 (möglichst ohne Beschränkungen oder Ressourcenteilung), Plex oder eins der vielen Retro-Games-Systeme (Batocera zB).

Das Problem: Ich bin erfahrener Windows-User und kenne mich mit Linux überhaupt nicht aus. Deshalb möchte ich auch Proxmox möglichst umgehen. Außerdem sollen alle Systeme/Virtualisierungen auf nur einer NVMe-SSD installiert sein und trotzdem soll Home Assistant möglichst gerätekompatibel und offen für Editierungen sein (ich habe bereits einige Zigbee 3.0-Geräte). Gut, Sachen wie Batocera ließen sich auch auf einem USB-Stick installieren, aber schöner wärs, alles auf einer SSD zu haben.

Das System soll auch als Medienserver für das Heimnetzwerk dienen, also beispielsweise meine Musiksammlung (MP3/FLAC) dem AV-Receiver zugänglich machen.

Simons Video erklärt ganz gut die Einrichtung über einen Ubuntu-Stick. Das wäre natürlich kein Problem, aber dann habe ich am Ende die gesamte NVMe-SSD allein für Home Assistant konfiguriert - was natürlich nicht geht.

Wie ist in meinem Fall die beste Vorgehensweise? Sollte ich vorher (unter meinem Main-Windows-PC) die NVMe in separate Teile partitionieren, damit ich Proxmox umgehen kann, und meine Systeme über ein (Windows-)Bootmenü starten? Oder ist es gar nicht so schwer, Proxmox dafür zu nehmen? Sollte ich Win11 auf einer eigenen Partition laufen lassen (klar, HA muss dann kurzzeitig abgeschaltet sein)? Wie viel Platz sollte ich dann für eine HA-Installation lassen (mit etwas Spielraum)? Und welche Filesysteme benötigen dann die Partitionen? HA=FAT32, Win11=NTFS? Geht das zusammen auf einer SSD? Wie weise ich HA einer bestimmten Partition zu? Fragen über Fragen. :smiley:

Übrigens: Automatische Backupsysteme interessieren mich nicht wirklich. Das kann ich alles von Hand über externe USB-Platten erledigen. Zugriff von außen ist auch nicht wirklich angestrebt (da mache ich mir eher Sorgen über Angriffe). Hauptsache das HA-System läuft stabil und stromsparend. Die anderen OS können, aber müssen nicht unbedingt parallel laufen (nur der Medienserver muss immer zur Verfügung stehen und auch schnelle Zugriffe erlauben).

Danke für eure Hilfe!

Hallo Tannhauser - willkommen im Forum!
Mit dem Einbinden weiterer Partitionen gibt es zwar ein paar Lösungen, aber am einfachsten ist, sich ein Unterverzeichnis im Ordner MEDIA anzulegen und diesen dann über Samba anzusprechen.
Aufpassen muß man dann nur bei den Backups (werden entsprechend größer) oder man muß Media beim Update ausklammern und separat sichern.
Über ein Ubuntu-Live oder ähnliches kommt man auch an die Daten wenn HA mal Stress machen sollte.

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Hallo Klaus! Mit Samba habe ich leider ebenso wenig Erfahrung wie mit Linux. Grundsätzlich geht es jetzt erst mal darum, das HA-System und ggf. auch die anderen Systeme auf einer SSD unterzubringen. Wie und wo die Mediendaten am Ende untergebracht werden, ist vorerst zweitrangig. Wahrscheinlich könnten sie auch in einer aufgeblasenen Partition zusammen mit HA irgendwo liegen, oder? (Es sind zur Zeit ca. 300GB allein an Musikdateien)

Unterbindet HA den Zugriff auf andere Partitionen/Filesysteme?

Hallo Klaus, auch wenn Du Proxmox gerne umgehen möchtest, es wäre aus meiner Sicht die beste Lösung.
Da hast Du alle möglichenkeiten die Speicher Größe und die Performens so verteilen wie Du es möchtest.
Wenn Du merkst das da was nicht passt, kannst Du das sogar nachträglich ohne Probleme anpassen.
Hier ein schon öfter gepostetes rund um sorglos Packet für das was Du vorhast.

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Ich würde, mit deinen Ambitionen, auch zu Proxmox raten. Mit Partitionen und Bootmenü machst du doch langfristig unglücklich, sofern es den funktionieren würde.

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Das mit dem System Switch ist doch scheisse, Guck dir auch wenn es dir ein Grau ist, Proxmox an, das meiste passiert dort im Webinterface. Für Windows 11 machst du dir eine VM, reichst die GPU durch und betreibst den Server Headless.

Um mit Windows 11 zu arbeiten nimmst du ein Mini PC Raspi 3/4 oder alternative und greifst per RDP drauf zu. Wenn du zocken willst, nimmst du die Sunshine / Moonlight Kombination.

Edit:
Mit wiederstrebt auch irgendwie der Gedanke, Home Assistent abzuschalten während man an seiner Windows Maschine arbeitet.
Irgendwie will man seine Heimautomatisierung doch Hoch verfügbar haben.

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Danke dass Ihr gerade versucht mich von Proxmox zu überzeugen, aber ich habe da gerade garkeine Frage sondern Tannhaeuser :wink:

Okay, aber was wäre dann anders als mit Unraid? Bei Unraid fliegt alles auf eine SSD (Array) und dann gab es mit meinem neuen Mini-PC ständig Kompatibilitätsprobleme, da die Unraid-Treiber wohl nicht so aktuell sind. Schon allein einen USB-Stick zu finden, von dem Unraid live läuft, war eine ätzende Challenge. Unraid hat offenbar Probleme mit meinem USB-Controller.

Ich bin bereit, mich in Proxmox für die gewünschten Ziele reinzufummeln (ohne zwingend Linux studieren zu müssen), aber es geht ja schon damit los, dass ich als Win-User (ehemals MSDOS) die zahllosen Terminal-Prompts nicht auf dem Kasten habe. Ich wüsste nicht mal, wie ich rein über einen Prompt ein Programm unter Linux starte. Oder wie ich einen File-Explorer wie unter Windows haben könnte. Müsste ich alle meine Dateien (auch die vom Medienserver) per Hand über Befehlsprompts kopieren und sortieren, dann bräuchte ich allein dafür wahrscheinlich eine Woche. Befehlszeilen aus Tutorials übernehmen und ggf. editieren, das kriege ich wohl hin. :wink: Oder halt die Bedienung über eine GUI.

Headless bedeutet, dass HA gar keine GPU zugewiesen wird, richtig? Aber ich KÖNNTE meine iGPU zuweisen - zum Beispiel für die initiale Einrichtung, bevor Win11 als VM auf der SSD landet, korrekt? Bei Unraid war ich schon soweit, dass ich die WebGUI (Firefox) und etliche Plugins/Container installiert hatte. Alles nur per WebGUI (die hinsichtlich der Funktionen EXTREM eingeschränkt gewesen ist). Dann aber ließ sich Win11 nicht starten - black screen. Vermutlich, weil Unraid mit der iGPU (Intel UHD 770) nicht klar kam oder die Zuweisung falsch. Hoffentlich hat Proxmox solche Probleme nicht.

Formatiere ich jetzt die NVMe neu, meinetwegen mit dem NTFS-Dateiformat und den Rest erledigt dann Proxmox, bzw. die Einrichtung über einen Ubuntu Live USB-Stick? Darüber kann ich dann später Bereiche der NVMe den anderen VMs zuweisen, und damit, falls nötig, auch das Filesystem für jede VM ändern? Oder bereitet Proxmox alle Dateien aller VMs (damit auch MP3 und FLAC) so auf, dass sie dem Proxmox-Format entsprechen und das Filesystem auf der ganzen NVMe ist einheitlich? Was auch immer das dann für ein Format sein wird. Leidet darunter dann nicht generell die Geschwindigkeit?

Ich würde dann jetzt mit diesem Tutorial-Video von Simon loslegen. Wäre ein passender Anfang, oder? “Home Assistant als virtuelle Maschine auf Proxmox installieren (VM)”

NACHTRAG: Der USB-Stick, den ich für die Ubuntu-Einrichtung verwende - da ist es eigtl. egal, wie schnell und groß er ist, richtig? Der Stick wird nach der Einrichtung nicht mehr benötigt und kann eh gelöscht werden? Habe wegen Unraid jetzt etliche Sticks hier rumliegen und überlege, ob es ein guter sein muss. :sweat_smile:

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Das mit dem USB Stick ist richtig, der wird nur für das Proxmox Setup benötigt.

Lad die die Proxmox ISO runter und nutz das Grafische Setup Programm.

Sobald du mit dem Browser auf das Proxmox Webinterface kommst, kannst du Simons Tutorial verwenden.

Edit:
Du brauchst deine NVME nicht vor der Proxmox Installation selber formatieren oder Partitionieren, das machst du im Setup.

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Hi,

Also ich als nicht Linux-Spezi habe auf einem NUC mir Proxmox 5 VMs laufen. Alles super easy. Und die tollen Members hier helfen auch gerne weiter zb. Beim durchreichen deines Zigbee-Sticks.

Viel Spaß beim werkeln!

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Man kann auch unter Windows virtuelle Maschinen betreiben. Es wir auch ein Image für Virtualbox angeboten.
PlexMediaServer gibt es auch für Windows.Deine anderen Apps sicher auch. Sogar DLNA-Server. Selbst Plex kann man als DLNA-Server betrieben (hat zwar Einschränkungen funtioniert aber …).

Man muß nicht immer alles komplizierter machen als notwendig. Auch wenn es bessere Lösungen gibt