Hallo, habe mich ja lange gegen eine Klimaanlage gewehrt, letztlich hat sich aber doch mein Frau durchgesetzt.
Die Rohrverlegung ist hier nicht ganz einfach ( muß durch mehrere Ecken verlegt werden), von da her würde ich mir diesmal einen Professionisten gönnen.
Der hat aber nur Daikin (fällt wegen nur Cloud raus) oder Panasonic (läßt sich scheinbar gut anbinden) im Program.
Nun habe ich über diverse Regelprobleme der Panasonic gelesen. - ist wohl ähnlich wie bei deren Wärmepumpe - die hat ja wie ich aus eigener Erfahrung weiß auch gerne mal ein etwas sonderliches Eigenleben.
Hat jemand von euch eine aktuelle Panasonic laufen und kann berichten ?
danke
Bernhard
Hallo Bernhard, ich besitze eine Panasonic Klimaanlage mit zwei Außeneinheiten und vier Innengeräten. Derzeit bin ich sehr zufrieden damit. Ich nutze sie zum Heizen in der Übergangszeit bis circa 0 Grad und im Sommer natürlich zum Kühlen. Die Steuerung erfolgt über Home Assistant. Das Taktproblem beim Heizen habe ich ebenfalls über eine Automation gelöst. Falls du weitere Details benötigst, frag einfach nochmal nach.
ich wollte kurz mein Setup teilen, wie ich zwei ältere Panasonic Inverter-Klimaanlagen aus dem Jahr 2014 (die mich zum Glück nichts gekostet haben ) erfolgreich und extrem präzise in Home Assistant integriert habe.
Das Problem mit der Original-Cloud
Ursprünglich hatte ich die Geräte über das originale Panasonic WLAN-Modul und die Panasonic Comfort Cloud gesteuert. Das Ganze war jedoch sehr träge, durch die Cloud-Anbindung stark begrenzt und eine wirklich smarte oder präzise Regelung war damit kaum möglich. Zudem messen die internen Fühler im Innengerät (IG) ja bekanntlich oft Mist, weil sie zu nah am Wärmetauscher sitzen.
Meine Lösung: Lokal & Sensor-Kopplung
Um die Anlagen komplett lokal und ohne Cloud-Zwang zu steuern, habe ich auf Senhus-Module gesetzt.
Voraussetzung: Wichtig für die Senhus-Module ist lediglich, dass das Innengerät über einen CNT-Steckplatz verfügt. Bei meinen 2014er Modellen war das glücklicherweise der Fall.
Präzise Regelung: Damit der Raum exakt die gewünschte Temperatur hält, habe ich im Zimmer jeweils einen externen Sonoff Temperatur-/Feuchtigkeitssensor verbaut.
Das Gehirn: Über Home Assistant habe ich diesen Sonoff-Sensor als Hauptregelfühler für das jeweilige Klimagerät zugewiesen.
Das Ergebnis
Die Anlagen laufen jetzt absolut perfekt und regeln ohne jegliche Verzögerung oder Pendeln der Temperatur. Wer also noch ältere Panasonic-Geräte mit CNT-Anschluss rumliegen hat: Der Umstieg weg von der Hersteller-Cloud hin zu einer lokalen Lösung mit externen Raumfühlern lohnt sich definitiv!
Falls jemand Fragen zu den Modulen oder der Umsetzung in Home Assistant hat, gerne einfach melden.
im Grunde ja. Ich hebe den Sollwert aber nicht einfach dauerhaft an, sondern lasse ihn automatisch mit der gemessenen Raumtemperatur mitlaufen.
Liegt die Temperatur noch unter meiner Wunschtemperatur, wird ganz normal darauf geheizt. Liegt sie darüber, wird der Sollwert auf den nächsten 0,5-Grad-Schritt angehoben. Bei 22,2 °C Raumtemperatur stelle ich die Panasonic also zum Beispiel auf 22,5 °C.
Dadurch erreicht sie ihren Sollwert nicht so schnell und läuft länger durch, anstatt ständig aus- und wieder einzuschalten. Als zusätzliche Absicherung habe ich einen separaten Temperatursensor. Wenn dessen eingestellte Maximaltemperatur überschritten wird, schaltet Home Assistant die Klimaanlage komplett aus.
Das Takten ist damit nicht zu 100 Prozent weg, aber bei mir deutlich weniger geworden.
Ich habe eine vermutl. 4-5 Jahre alte Panasonic Klimaanlage
Außen Cu-3z68tbe
Innen (3x) cs-z42xkew mit WLAN Schnittstelle CZ-TACG1
Da dran sind seit einem Jahr ESPHome angeschlossen, mit denen man die Anlage perfekt im Homeassistenten nutzen kann.
Projekt: https://github.com/DomiStyle/esphome-panasonic-ac/
Ich habe je einen ESP32-C6 Supermini direkt mit der Anlage verbunden, dass klappt super.
das Hauptproblem bei den Panasonic-Klimaanlagen ist schlichtweg, dass sich der eingebaute Rückluftfühler (Raumtemperaturfühler) nicht nativ extern am CN-CNT übersteuern lässt. Das führt leider oft zu unerwünschten Effekten wie ständigem Takten oder einem viel zu frühen bzw. zu späten Abschalten. Eine genaue Regelung der tatsächlichen Raumtemperatur ist so kaum möglich.
Meine Anlagen von Mitsubishi Electric und Heavy Industries regeln das deutlich besser, da ich dort separate ZigBee-Fühler als Raumfühler (anstatt dem internen Fühler) einbinden kann.
Die Lösung für Panasonic:
Man tauscht den eingebauten analogen NTC-Fühler gegen ein digital steuerbares Potentiometer (X9C503). Damit lassen sich externe Fühler wunderbar über Home Assistant (HA) einbinden und zur Regelung nutzen.
Der große Vorteil:
Die Klimaanlage macht genau das, was sie soll, ohne dass ihre internen Schutz- und Regelmechanismen (wie Defrost-Zyklen oder der Verdichterschutz) beeinträchtigt werden.
Die Umsetzung:
Wenn ihr ohnehin schon einen ESP32 mit freien GPIOs an der Anlage verbaut habt (z.B. für die WLAN-Steuerung), müsst ihr die kleine X9C503-Platine nur dazuhängen. Sie wird dann direkt als „Suction Temp Sensor“ angeschlossen. Den Rest erledigen die ESP-Programmierung und eure Automationen in Home Assistant.
Hat das hier schon mal jemand so umgesetzt oder Interesse an den genauen YAML-Codes für ESPHome/HA?
Danke,
klingt interessant.
Ich werde das mal im Blick behalten.
Derzeit nutze ich die Klimananlage um im Oktober+ März das Wohnzimmer morgens zu erwärmen und im Sommer zu kühlen. Das sind meist relativ kurze Vorgänge, da merke ich das Takten nicht