Der Mensch der unsere Klima verbaut hat, hat behauptet, er hätte in seinem Haus gar keine Heizung und nur Klimageräte. Ob das wohl stimmt und auch funktioniert?
Bei einem Passivhaus funktioniert das gut und ist günstig. Überall anders würdest du dich an Strom dumm und dämlich zahlen ![]()
Streng genommen kann ein Klimagerät auch eine WP sein (je nach Bauart), bzw. auf demselben Prinzip beruhen, nur in der Regel mit weniger Einzelleistung und theoretisch schlechterem Wirkungsgrad, weil sich auch zum Kühlen ausgelegt sein sollten und somit nicht auf einen Betriebspunkt optimiert werden kann.
Und wie @metallmanu richtig schreibt, ist das bei einem entsprechend geplanten Haus durchaus richtig und auch notwendig. Da ist Klimatisierung in einem sehr gut gedämmten Haus aber auch sehr wichtig, um Feuchtigkeit und CO2 aus dem ansonsten “luftdichten” Haus zu bekommen.
Die Klimatisierung bzw. Luftaustausch wird in der allgemeinen Diskussion oft vernachlässigt, ist aber bei einer thermischen Sanierung bestimmt genauso wichtig, aber auch ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.
Wir haben Klimageräte (zusätzlich zur Gasheizung) in 3 Räumen (Reihenendhaus von 92 unsaniert) und prinzipiell kann ich mir das vorstellen. DIe entsprechenden Räume kriegen wir auch nur mit der Klimaanlege auf Wohlfühltemperatur, und das bei Bedarf sehr schnell (ca. 20 min). Vom Heizverhalten ist das sozusagen der Gegenpol zu einer trägen Fußbodenheizung (die wir nicht haben).
Wirtschaftlich ist das auch sehr gut, aber man darf sich an den Betriebsgeräuschen im Raum nicht stören. Für mich wäre das OK - für meine Frau nicht.
In der Praxis sind die Klimaanlagen meistens sogar besser als Wärmepumpen, da das System direkt aufeinander abgestimmt ist und und damit sehr viele möglich Fehlerquellen bei der Installation und Steuerung entfallen. Die Arbeitszahlen fürs Heizen in den technischen Unterlagen aktueller Geräte sind auch etwa auf dem gleichen Niveau wie bei Wärmepumpen.
Das ist widerlegter Unfug - im Gegenteil: die steigenden Gasnetzentgelte und CO2-Kosten machen die endliche Ressource “Gas” in Zukunft teurer.
Hi, ich vermute das Du ein strikter Verfechter von all dem Ökokram bist, aber ich möchte hier keine derartige Diskussion anfangen. Du solltest Dir nur mal überlegen ob es für jemanden der jenseits der 60 ist überhaupt noch rentabel ist so etwas aufzubauen. Die Kosten werden diese Leute nie wieder reinholen denn die Lebenserwartung ist ja auch noch ein Punkt der nicht vergessen werden darf. Aus dem Grund bin ich der Meinung das jeder das machen soll was er will und nicht von irgendeinem Schulabgänger solche Ideen aufgezwungen werden soll. Es war ja auch schon mal ganz groß im kommen mit Holz oder Pellets zu heizen. Das war aber nur um jetzt die Leute die ihre Heizung umgebaut haben jetzt besser abzocken zu können, denn jetzt bauen die bestimmt nicht mehr um. Also nichts für ungut, jeder soll mit der Heizmethode glücklich werden die er möchte.
Da kann ich Dir nur recht geben. Ein Haus von 1930 geht gar nicht und jeder Energieberater wird davon abraten, es sei denn Du willst so ca. 50Tsd € für eine Komplettisolierung reinstecken, die Du nie im ganzen Leben rausholst, egal wie teuer die Energie wird.
Ich vermisse immer wieder den Perspektivwechsel. Ich weiß nicht, ob es, bevor es flächendeckend Gasleitungen gab oder die Infrastruktur für Ölheizungen, auch diese Diskussionen geführt wurden. Fakt ist aber: Es wurde gemacht. Es wurden zig tausend Kilometer Gasleitungen gebaut, Erdöl wird mit einer riesigen Infrastruktur um die ganze Erde verschifft, der Kohleabbau ist unglaublich aufwändig und verändert riesige Gebiete für immer usw. Das alles wird gemacht, obwohl es zahlreiche sehr negative Folge gibt. Wir akzeptierten das über Jahrzehnte.
Wie hätten wir denn die letzten Jahrzehnte gelebt, wenn damals, so wie heute in vielen Diskussionen, vornehmlich das Negative betrachtet und in die Entscheidung eingeflossen wäre?
Natürlich gibt es nicht nur positive Aspekte beim Einsatz von Wärmepumpen. Die gibt es aber bei keinem System. Es gibt aber, mit Blick auf die Klimasituation, erhebliche Vorteile. Ich bin der Meinung, dass wir als Menschheit sehr viel Zeit gehabt haben, die Umstellung in Ruhe anzugehen. Es wurde aber kollektiv so gut wie nichts gemacht. Deshalb muss es jetzt schnell gehen. Warum sich die Gesellschaft nun davon überrumpelt fühlt, verstehe ich nicht.
Ich bin Mitte 30 und habe fast mein ganzes Leben lang von Klimawandel und -Anpassung daran gehört. Ich finde es supergeil, dass es Technologien wie WP gibt und bin dankbar dafür. Solaranlagen gibt es schon ewig, warum sind die nicht längst auf jedem zweiten Dach? Wärmedämmung ist auch keine Erfindung der letzten zwei Jahre, warum gibt es trotzdem noch ungedämmte Häuser? Der flächendeckende Einsatz von WPs wäre eigentlich nur der letzte Schritt, hätte die Gesellschaft vor 15 Jahren angefangen, die Umstellung auf erneuerbare Energien konsequent anzugehen.
Damals wurde auch von offenem Feuer auf Gasheizungen umgestellt. so etwas sollten wir doch heutzutage auch schaffen. Und dabei einfach auch mal die negativen Dinge akzeptieren, so, es unsere Vorfahren auch gemacht haben. Nur dass das Negative heute eher weniger unser Klima zerstört.
Du hast Recht mit Deinen Fragen nur denke ich daß es am Ende immer auf Kosten hinausläuft und die Diskussion wer die tragen soll. Solange es irgendwo günstiger geht, wird der Mensch entgegen aller langfristiger Vernunft sich kurzfristig dafür entscheiden. So sind wir halt. Aber dennoch gibt es immer wieder Bewegung und Fortschritt was mich positiv denken läßt aber es dauert eben auch lange. PS: Wir haben Erdwärme aber auch die Pumpen brauchen Strom.
Es erscheint wohl den Anschein das ich negativ gegenüber Neuerungen eingestllt bin. Dem ist nicht so sonst würde ich kein E-Auto fahren mit eingener Wallbox. Nur muss man auch sehe wie Du schon richtig geschrieben hast, ob sich das ganze noch rentiert bei einem alten Haus, was ich nicht gebaut hab, sondern gekauft hab und da geht eine Isolierung nun mal nicht zu machen, hab da so meine Erfahrung. Meine Heizung hab ich letztes Jahr durch eine neue Brennwertheizung, die alte war auch eine Gasbrennwertheizung, ersetzt und diese geht auch mit alternativen Brennstoffen, wie Wasserstoff. Das sollte man auch nicht vernachlässigen und nur die Wärmepumpe als non plus ultra zu sehen, da die ja auch genug Strom verbraucht. Als weiteres muss man sich Gedanken darüber machen welche Lebenserwartung hat man noch und eine Wärmepumpe hat eine Amortisationszeit, laut Berechnungen aus der Schweiz, von 10-15 Jahren. Also kann sich jeder ausrechnen ob das für ihn noch rentiert. Es ist alles eine Frage der Kosten und wer das bezahlen soll. Bei den E-Autos wurden auch große Versprechungen gemacht und was ist daraus geworden, nichts. Ich hab noch die Prämie bekommen, trotzdem kommt für mich kein weiteres in Frage.
Bei mir ist das absolut nicht so angekommen!! Das für Dich mögliche tust Du und wenn dies alle tun, geht es der Welt ein Stück besser. Und danke, daß Du eine solche Diskussion hier angestoßen hast. Finde ich gut.
Nur schade, dass unsere Überlandleitungen und Erdkabel etc. in so marodem Zustand sind, dass ich hier schon nicht mal eine Wallbox anschließen darf. Energiewende my ass.
Mit 60 hat man im Schnitt zumindest noch 18 Jahr vor sich. Meine Schwiegereltern haben pro Jahr ~6000 Euro für Energie ausgegeben. Die Fenster waren undicht, die Heizung komplett veraltet. Sie hätten einfach “nichts” tun können aber mein Schwiegervater hat zum Pensionsantritt 2019 die Fassade, Fenster erneuert und eine PV auf´s Dach montiert. 2020 kam eine Wärmepumpe mit RGK im Garten. Jede Investition wurde nicht unerheblich gefördert und die PV hat sich mit der Energiekrise bereits abbezahlt.
ROI war kein großes Thema. Meine Schwiegereltern haben einfach vorgesorgt damit Sie in 10-15 Jahren noch Ihre Ruhe haben.
Hallo
Ich bin mittlerweile einen Schritt weiter: Im April 25 habe wir die Gasheizung durch eine WP ersetzt und haben jetzt den ersten WInter so gut wie hinter uns,
Dazu habe ich einen Erfahrungsbericht veröffentlicht: