Beratung für PV Speicher

Da hier sicherlich auch einige Betreiber von PV Anlagen vertreten sind dachte ich, ich wende mich mal an euch.

Ich habe mir spontan 4 Module auf meine Garage montiert und vor ein paar Tagen mal testweise mit 2 günstig geschossene Hoymiles 800 Wifi angeklemmt.
Wenn ich eben drauf Linse dann bekomme ich gerade 1200W rein, verbrauche davon aber aktuell nur knappe 150.

Es muss also ein Speicher her.

Module sind auf der Garage. Ich hätte wie gesagt theoretisch 2 Hoymiles HMS8002T WiFi hier, kann die aber auch verkaufen, waren eh sehr billig (90€/Stück), ergo mache ich hier keinen Verlust.

Ich benötige einen Speicher mit 4-5kwh und möchte eine Nulleinspeisung realisieren um möglichst wenig Energie zu verschenken.
Sprich: Alles was produziert wird geht in den Akku, abzüglich dem was ich momentan verbrauche.
Im Zählerschrank habe ich einen Shelly Pro 3EM hängen.
AC Laden ist für mich eher uninteressant da ich einen Fixpreis Stromtarif habe.

Problem: An meiner Garage habe ich weder WLAN noch LAN, das dort hinzubekommen wird auch leider äußerst schwer, aber nicht unmöglich werden (zB über Richtfunk oder einen außen an der Hauswand montierten WLAN Repeater…)

Ich hätte daher gerne eure Meinung was die für mich beste Methode wäre:

A: Meine beiden Hoymiles behalten (-180€) und 2 DC Speicher, zB Marstek Saturn B2500-D besorgen (-440€) → 620€
Vorteil: Stabile 1600W AC möglich, effizientes Energie speichern
Nachteil: Marstek wohl nicht sauber in HA zu integrieren, 2 getrennte Geräte die sich die Arbeit teilen, benötige dennoch 2 Wechselrichter, benötigt WLAN an der Garage

B: Meine beiden Hoymiles verkaufen (+180€), Kombigerät wie zB Zendure Solar Flow, Marstek Venus A/D und Erweiterung kaufen (-6-700€) → 520€
Vorteil: All in One, Effizient, passable Ausgangsleistung (800W-1200W AC)
Nachteil: Gerät muss an den Modulen stehen - ergo wieder WLAN Problematik, Im Winter wird der Akku sehr kalt und weniger Leistungsfähig

C: Hoymiles behalten (-180€) und einen AC Speicher wie zB Marstek Venus E holen (-950€) welchen ich an meinem Zählerkasten anschließe
Vorteil: Große Kapazitäten möglich, hohe AC Leistungen, Akku immer im warmen, WLAN vor Ort
Nachteil: Teurer (warum auch immer, ist ja eig weniger Technik drin) und schlechtere Effizienz, auch hier wieder das Thema Marstek und HA - evt andere Empfehlungen für Speicher?

Ich dank euch!

Mein Schwiegersohn hat einen Anker-Speicher mit integriertem Wechselrichter. Da hängen 4 Module dran. Das ganz ist auf einem Pavillon im Garten installiert. Die Kommunikation läuft über Power-Lan-Adapter. Er schaut aber nur sehr selten auf die Werte, eher auf den Zähler. Alles nötige geht über die Cloud. Der Service von Anker soll gut sein.

4-5 kWh sind für 4 Module schon recht sportlich, fang lieber etwas kleiner an und schau Dir mal die dunklen Monate an.

Einen Rat kann ich dir nicht geben, aber erzählen, wie ich es umgesetzt habe.

Ich betreibe PV-Module an mehreren Microwechselrichtern, da sie in verschiedene Richtung auf/an mehreren Nebengelassen gebaut sind. Alles etwas sehr zerklüftet/verteilt hier. Meinen Akku betreibe ich zentral im Keller an einem Victron Multiplus II. Es ist alles AC-gekoppelt.
Vorteil: man ist sehr flexibel im Ausbau und bei der Auswahl der Geräte.
Nachteil: hohe Wandlungsverluste.

Ich nehme den Nachteil in Kauf, da ich meine Anlage stetig erweitere und ich die Panele eh nicht zentral an einem Wechselrichter betreiben kann.

Was hat AC-Laden mit Fixpreis-Tarif zu tun?

Wenn du in der Nähe deines Shelly’s etwas Platz hast und vielleicht noch eine Steckdose, dann bietet sich AC-Laden geradezu an. Zum Beispiel.: Ein Marstek Venus E einmal in die Steckdose, App downloaden und einrichten. Akku mit Shelly koppeln und du kannst ihn für die nächsten 10 Jahre vergessen. Läuft alles von selbst. Auch ist der Akku nach dem Koppeln mit dem Shelly von der Marstek-Cloud unabhängig. Läuft bei mir prima und hat mir im letzten Jahr zusätzlich 300kWh Netzbezug eingespart. Du kannst den AC-Akku auch überall hinstellen wo du möchtest, muss nur Wlan-Empfang vorhanden sein und natürlich eine Steckdose. Ich habe mir einen ins Badezimmer gestellt. Damit kannst du in der Übergangszeit auch noch Heizkosten sparen und kannst die Abwärme auch noch nutzen. Vor Feuchtigkeit muss man keine Angst haben. Die Teile sind IP65.

Wenn du dann noch den Akku in HA integrierst kannst du ihn noch schön überwachen und steuern/regeln.

Interessant ist auch der Venus A von Marstek. Der kann DC und AC laden und lässt sich modular erweitern. Da bist du noch flexibler damit.

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Ich meinte damit das es bei einem Fixtarif ja keinen Sinn macht zu sagen: “Strom kostet grade 11 Cent, ich lade mal für 30min mit 3kw aus dem Netz”.

Wie integrierst du den Marstek in Homeassistant? Ich dachte immer das geht nicht?
Kann der Shelly parallel mit dem Marstek UND meinem HA gekoppelt werden?

Ich habe den Marstek via ESPHome mit einem ESP8266 und einem TTL zu RS485 Adapter am Venus E angeschlossen. Das läuft dann über das Modbus-Protokoll.

… und das ist vielleicht die Hälfte was man auslesen kann. Die dynamische Regelung würde ich dem Akku komplett überlassen, da man nicht so viel in den Modbus-Registern herum schreiben soll. Der Shelly sendet ja einfach nur seine Daten ins Netz. Er wird ja nicht aktiv gepollt. So kann jedes Gerät im Netzwerk mit den Daten arbeiten. Ich habe sogar nur einen IR-Lesekopf mit Tasmota und integrierter Shelly Emulation. Kostet nur 40€ und funktioniert prima. Aber du hast ja bereits einen Shelly, deswegen ist das eigentlich egal.